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VfL Oythe tritt im Keller auf der Stelle

Der Tabellenvorletzte der Fußball-Landesliga Staffel 2 kann auch das Kellerduell gegen Schlusslicht Union Lohne nicht gewinnen, macht beim 3:3 aber ein 0:3 wett.

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Abstiegskampf am Oyther Berg: Oythes Verteidiger Marcel Hesselmann (links) bei einer Ecke gegen Union Lohne. Foto: Wenzel

Abstiegskampf am Oyther Berg: Oythes Verteidiger Marcel Hesselmann (links) bei einer Ecke gegen Union Lohne. Foto: Wenzel

Wieder kein Sieg, wieder nur ein Remis: Die Fußballer des VfL Oythe treten in der Staffel 2 der Landesliga auf der Stelle und haben auch im ultimativen Kellerduell keine Wende zum Guten geschafft. Der Tabellenvorletzte kam am Mittwochabend im Nachholspiel gegen das weiter sieglose Schlusslicht Union Lohne nicht über ein 3:3 (0:2) hinaus, machte dabei allerdings einen 0:3-Rückstand wett. Dennoch: Der Gang in die Abstiegsrunde wird für die Oyther immer wahrscheinlicher – und der Rucksack für die zweite Saisonhälfte immer schwerer. Oythe ist nun seit sechs Partien sieglos, dem Dämpfer gegen Union Lohne waren drei Niederlagen sowie die beiden Unentschieden in Mühlen und gegen Steinfeld vorausgegangen.

„Klar, die Mannschaft hat Moral gezeigt. Dass wir ein 0:3 noch aufholen, ist ein Beleg dafür, dass die Mannschaft lebt, dass sie eine Reaktion zeigen kann“, erklärte Oythes Trainer Raphael Dornieden nach dem dramatischen Match auf dem Kunstrasenplatz am Oyther Berg. „Aber dass es überhaupt so weit kommt, ist erschreckend. Mit dem, was bis zur 48. Minute passiert ist, hab' ich echt zu kämpfen. Das muss ich erst mal sacken lassen“, sagte Dornieden. Und er ergänzte: „Die erste Halbzeit war katastrophal, einfach nur unterirdisch. Wir waren nicht bereit für das Duell Vorletzter gegen Letzter. Da müssen wir uns alle fragen: Wie kann das passieren?“ Kurios: Lohne erzielte in Oythe binnen einer halben Stunde genauso viele Tore wie zuvor in neun Spielen zusammen.

Ohne Felix Schneppe, Markus Lübberding, Lie Sillah (alle verletzt), Sebastian von Merveldt und Niclas van Geenberghe (beide Rotsperre) stellte sich beim VfL Oythe im Vorfeld des brisanten Kellerduells die Frage nach dem Spielsystem. Dornieden entschied sich für das bewährte 4-2-3-1, beorderte Jan Ostendorf ins Zentrum der Viererkette und holte Routinier Gerrit Strey aus dem Bezirksliga-Team in die Startelf – als Sechser-Hilfe für den unermüdlichen Kapitän Stephan Stukenborg.

Schnelles 1:3 war sehr wichtig für Oythe

Die erste Halbzeit war dann ein Abschnitt zum Vergessen. Offensiv hatte Oythe bis auf zwei Distanzschüsse und ein Solo von Nico Emich (36.) nichts zu bieten. Und in der Defensive ging's drunter und drüber. Union Lohne, das zuvor nur zwei Remis in Bad Rothenfelde (1:1) und gegen Schüttorf (0:0) geholt und ansonsten nur noch zwei weitere Tore beim 2:3 in Holthausen erzielt hatte, ließ sich nicht lange bitten und schlug zweimal zu. Nico Frese (20.) und Leon Gels (43.) brachten Lohne mit 2:0 in Führung. Gels traf dabei aus rund 25 Metern ins leere Tor, nachdem VfL-Keeper Lukas Katarius bei einem völlig überflüssigen Ausflug einen Union-Angreifer umgerannt hatte und der Abpraller bei Gels gelandet war – eine starke Vorteilsauslegung von Schiedsrichter Philip Eiben, der Oythes Torwart sonst wohl hätte Rot geben müssen.

Direkt nach der Pause kam es noch schlimmer für die Oyther. Trotz großer Überzahl im eigenen Strafraum bekamen sie keinen Zugriff auf die Gegenspieler. Gels fand's gut – und erhöhte trocken auf 3:0 (48.). Für den VfL bahnte sich eine Blamage an. Doch mit dem Rücken zur Wand schaffte der Tabellenvorletzte ein Comeback. Emich mit seinem fünften Saisontor (50.) und der eingewechselte Jaka Kuhar per Elfmeter (55., nach Foul am Schützen) sorgten mit ihren Treffern für neue Hoffnung. „Dass das 1:3 so schnell fällt, war natürlich wichtig. Hält Lohne die Null fünf, sechs Minuten länger, weiß ich nicht, ob wir dann noch mal so zurückgekommen wären“, sagte Dornieden.

Union geriet ins Wanken und produzierte mitten in der Oyther Drangphase auch noch ein Eigentor – nach dem Faux-pas von Kevin Flanz stand es 3:3 (63.). Danach schafften es die Gäste aber, das Geschehen ein wenig zu beruhigen. Oythes Angriffe waren auch nicht mehr so zielstrebig. Erst in der Nachspielzeit gab's noch zwei gute Chancen für Janek Jacobs und Strey. Beide verzogen ganz knapp. Wieder kein Sieg. Wieder nur ein Remis.

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