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VfL Oythe setzt auf die perfekte Mischung

Die Zweitliga-Volleyballerinnen wollen mit dem neuen Trainer Zoran Nikolic die Klasse halten. Bei Heimspielen darf Oythe 300 Zuschauer reinlassen. Möglich macht das die 2G-Regel.

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VfL Oythe 2021/22 für die 2. Volleyball-Bundesliga Nord: Hinten von links Hauke Anders (2. Vorsitzender), Luisa Fabek, Sina Albers, Mila Engelmann, Jule Nuxoll, Marian Mischo und Volleyballobmann Matthias Schumacher; vorne von links Trainer Zoran Nikolic, Sandra Hövels, Carina Mählmeyer, Emma Moorkamp, Jule Lehmann, Franka Poniewaz, Paulina Brys und Heimspiel-Koordinator Andreas Middelkamp. Foto: Schikora

VfL Oythe 2021/22 für die 2. Volleyball-Bundesliga Nord: Hinten von links Hauke Anders (2. Vorsitzender), Luisa Fabek, Sina Albers, Mila Engelmann, Jule Nuxoll, Marian Mischo und Volleyballobmann Matthias Schumacher; vorne von links Trainer Zoran Nikolic, Sandra Hövels, Carina Mählmeyer, Emma Moorkamp, Jule Lehmann, Franka Poniewaz, Paulina Brys und Heimspiel-Koordinator Andreas Middelkamp. Foto: Schikora

Die Bälle fliegen durch die Luft, die Schuhe quietschen auf dem Hallenboden, ständig wird geblockt: Die Rückkehr in den Wettkampf wurde beim Volleyball-Zweitligisten VfL Oythe sehnsüchtig erwartet. Am Samstag ist es so weit – und die Spielerinnen sowie der neue Trainer Zoran Nikolic sind bereit.

„Ich freue mich, dass es losgeht“, sagt Nikolic. Der 56-Jährige ist Nachfolger von Ali Hobst und hat einen Zweijahresvertrag mit einer Option für zwei weitere Jahre unterschrieben. Von der Odyssee, die dem VfL Oythe in der vergangenen Saison widerfahren ist, hat Nikolic nur als Außenstehender etwas mitbekommen. Viele coronabedingte Spielabsagen, zwischenzeitlich kein Training und dann der vorzeitige Ausstieg aus der Saison: Die Spielzeit 2020/21 war aus Oyther Sicht eine Serie zum Vergessen.

Doch das gehört der Vergangenheit an, der Fokus liegt auf dem Neustart, auf der 14. Saison in der 2. Bundesliga Nord. Die erste Weichen sind gestellt – neuer Trainer, zwei neue Spielerinnen und die Einstufung als Profiklub seitens des Landkreises. Heißt: Im Fall möglicher Trainingsverbote aufgrund der Pandemie dürften Oythes Damen im Spiel- und Trainingsbetrieb bleiben. „Wir hoffen auf eine normale Saison ohne Einschränkungen“, sagt Volleyballobmann Matthias Schumacher.

Gute Vorbereitung macht Hoffnung

Und auf eine Saison ohne Sorgen. Als Ziel gibt Nikolic den Klassenerhalt an. „Wir wollen in der Liga bleiben, aber es wird sehr schwer“, sagt der Serbe, der zuletzt in Bisamberg in Österreich tätig war: „Allerdings bin ich Optimist und glaube fest daran.“ Hoffnung macht ihm vor allem die ordentliche Vorbereitung.

Seit dem 2. August befindet sich Oythe wieder im Training. Zunächst lag der Fokus auf dem Kennenlernen und der Eingewöhnung. Seit Mitte August ist deutlich mehr Zug drin: Krafteinheiten, Taktiksitzungen, spielerische Übungen, Spielpraxis – das volle Programm. Ein Vorbereitungsturnier in Borken schloss Oythe als Sieger ab, beim vereinseigenen Blitzturnier reichte es für Platz zwei. Einen kleinen Dämpfer gab's am vergangenen Wochenende beim 1:4 gegen BW Dingden. Nikolic sagt dennoch: „Ich bin wirklich überrascht und zuversichtlich. Wir haben insgesamt gute Leistungen gezeigt, alle Spielerinnen haben es gut gemacht.“

Mit allen Spielerinnen meint er: elf. Größer ist das Aufgebot nicht, noch nicht. „Der Kader ist zu dünn“, meint Nikolic. Schumacher berichtet, dass man in Gesprächen sei. Für die Positionen „Mitte“ und „Annahme/Außen“ werde noch gesucht. Bis Verstärkung eintrifft, stehen Nikolic insgesamt fünf U-23-Kräfte sowie sechs Spielerinnen, die älter sind, zur Verfügung.

Vor allem der Weggang von langjährigen Stützen hinterlässt Lücken. Besonders der Abschied von Christine Aulenbrock, die sich voll auf Beachvolleyball fokussiert und zuletzt bei der DM Platz vier erreichte, schmerzt. „Wir haben uns lange unterhalten, aber sie hat sich so entschieden“, erklärt Nikolic. Aber auch Johanna Fragge und Anne Jansen werden vermisst. Verstärkt wurde das Team mit Rückkehrerin Paulina Brys (37) und Mittelblockerin Luisa Fabek (24) vom Drittligisten VC Osnabrück.

Nikolic freut sich auf Paulina Brys 

Letztere hat laut Nikolic eine gute Vorbereitung absolviert: „Sie ist eine interessante Spielerin, muss sich aber noch an das Niveau gewöhnen.“ Keine Eingewöhnungszeit brauchte hingegen Zuspielerin Paulina Brys. „Sie ist sehr erfahren, kennt noch eine andere Volleyballkultur und ist ein großer Gewinn für das Kollektiv“, freut sich Nikolic.

Und Brys gehört zu einem Trio, das vorangehen soll. Zu den Führungsspielerinnen zählt Nikolic auch Außenspielerin Sina Albers und die neue Kapitänin Franka Poniewaz (Nikolic: „Sie versteht die Mannschaft“). Jung und dennoch schon erfahren sind Marian Mischo, Carina Mählmeyer, Sandra Hövels und Jule Nuxoll. „Sie haben sich in der Vorbereitung stark präsentiert“, sagt Nikolic über das Quartett. Außerdem habe Oythe in Emma Moorkamp, Mila Engelmann und Jule Lehmann drei junge Talente, die in dieser Saison wachsen sollen. Darauf baut Nikolic: „Ihnen gehört die Zukunft im Verein.“ Abseits der Suche nach zwei weiteren Spielerinnen ist der Serbe mit dem Aufgebot durchaus zufrieden: „Wir haben eine perfekte Mischung aus Jung und Alt, das ist für mich in Ordnung.“

Sie darf wieder vor Zuschauern angreifen: Jule Nuxoll (rechts) vom VfL Oythe im September 2020 gegen Bonn. Foto: SchikoraSie darf wieder vor Zuschauern angreifen: Jule Nuxoll (rechts) vom VfL Oythe im September 2020 gegen Bonn. Foto: Schikora

Zum Auftakt empfangen die Oytherinnen am Samstag (17.00 Uhr) den BBSC Berlin. Nikolic erwartet einen starken Gegner. „Wichtig ist, dass wir unseren Plan durchziehen. Wir werden Punkt für Punkt und Satz für Satz kämpfen.“ In Zukunft werden die Spiele per Livestream im Internet übertragen. Die Liga hat dafür die Technik gestellt.

Die Heimpremiere findet vor bis zu 300 Fans statt. Der VfL Oythe setzt bei seinem Hygienekonzept auf die 2G-Regel. Heißt: Nur Geimpfte und Genesene kommen in die Halle. Das Tragen einer Maske empfiehlt der VfL außerhalb der Sitzplätze. Nochmal Nikolic: „Es ist unser erstes Heimspiel. Wir freuen uns auf die Atmosphäre.“

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