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VfL Oythe quält sich am Bergkeller

Der Fußball-Landesligist feiert im Bezirkspokal einen schmucklosen 2:1-Sieg bei SFN Vechta.

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Zwei Torschützen und Neuzugänge im Duell: Oythes Stürmer Lie Sillah (links) gegen Vechtas Lars Scholz. Foto: Schikora

Zwei Torschützen und Neuzugänge im Duell: Oythes Stürmer Lie Sillah (links) gegen Vechtas Lars Scholz. Foto: Schikora

Aller Anfang ist schwer. Sagt man so, ist auch so. Und der Pokal hat bisweilen seine eigenen Gesetze. Sagt man auch so. Der VfL Oythe kann das alles bestätigen. Der Fußball-Landesligist ist am Dienstagabend im Bezirkspokal nur haarscharf am ersten Erstrunden-K.o. seit 2004 vorbeigeschrammt. Oythe setzte sich im Stadtderby beim Bezirksligisten SFN Vechta mit viel Mühe und einer Portion Glück mit 2:1 (0:0) durch. Ex-SFN-Torjäger Lie Sillah (73.) und Sebastian von Merveldt (90.) erzielten Oythes Treffer – jeweils per Kopf nach Ecken von Dustin Beer. Lars Scholz hatte den Außenseiter mit einem tollen Freistoßtreffer in Führung gebracht (48.).

Vor 330 Zuschauern am Bergkeller gab's nicht nur drei Tore, sondern auch viele Fouls, reichlich Gemotze und drei Gelb-Rote Karten – nach sechsmonatiger Corona-Zwangspause war reichlich Druck auf dem Kessel. Vechtas Außenverteidiger Jendrik Heidkamp (76.) sowie die zwei Oyther Sillah (88.) und Felix Schneppe (90.+3) erlebten den Schlusspfiff nicht mehr auf dem Platz. Mit der letzten Aktion des Spiels und einem weiteren Freistoß traf Scholz noch den Außenpfosten des Oyther Tores – direkt danach war Schluss.

„Im Moment überwiegt der Frust. Das war sehr bitter für uns. Wir machen ein gutes Spiel und waren näher dran als letztes Jahr“, haderte Vechtas Betreuer Moritz Schmidt mit dem späten 1:2. Und er ergänzte: „Aber wir nehmen auch viel Positives für Freitag mit.“ Dann trifft SFN zum Liga-Start auf Brockdorf.

Bereits in der ersten Halbzeit hatte Oythe große Probleme mit dem mutigen, aggressiven Pressing der Gastgeber, die den Favoriten nie ins Spiel kommen ließen. Oythe, das zuletzt vor 16 Jahren durch ein 2:3 in Dinklage in Runde eins ausgeschieden war, spielte zu viele lange Bälle ins Nichts – auch weil es zu wenig Bewegung ohne Ball gab. SFN hatte leichtes Spiel, die Räume zu schließen. Chancen gab's vor der Pause nur drei. Der Volleyschuss von SFN-Stürmer Flemming Sager aus 14 Metern war sehenswert (28.), auf der Gegenseite vergaben Markus Kohls (42.) und von Merveldt (45.+1).

Direkt nach dem Seitenwechsel brachte Scholz den engagierten Bezirksligisten in Führung. Der Neuzugang aus Essen, vor der Pause ein starker Staubsauger vor der Abwehr, schlenzte einen 20-m-Freistoß in den Winkel. Ein Tor, das SFN noch mehr an eine erfolgreiche Revanche für das 1:3 im Erstrundenspiel vor 13 Monaten glauben ließ. Oythe brauchte danach ein paar Minuten, um in den Angriffsmodus zu kommen. Nach einem verschossenen Handelfmeter von Beer (67., Stuke hält) traf Sillah zum 1:1 (73.). Ecke, Kopfball, Tor – das klappte für Oythe dann auch in der letzten Minute der regulären Spielzeit.

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