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VfL Oythe nach 2:0 noch von den Wildcats abgefangen

Beim Volleyball-Saisonstart gegen Stralsund gab's eine enttäuschende Kulisse. Trainer Zoran Nikolic fasste nach der Partie zusammen: „Wir haben uns selbst geschlagen.“

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Oythes Block streckt sich: Franka Poniewaz (Nr. 9) und Kseniia Ratii (Nr.4) stemmen sich, assistiert von Paulina Brys (Mitte), gegen den Angriff von Madleen Piest (links). Foto: Schikora

Oythes Block streckt sich: Franka Poniewaz (Nr. 9) und Kseniia Ratii (Nr.4) stemmen sich, assistiert von Paulina Brys (Mitte), gegen den Angriff von Madleen Piest (links). Foto: Schikora

Beim VfL Oythe standen die Weichen schon auf geglücktem Saisonstart, als unvermutet das Unheil hereinbrach. Im ersten Spiel der 2. Volleyball-Bundesliga Nord 2022/23 standen den VfL-Frauen beim 2:0-Vorsprung gegen die Stralsunder Wildcats alle Türen für den ersten Dreier offen. Aber dann knickten die Gastgeberinnen ein und verloren 2:3 (25:20, 25:17, 9:25, 23:25, 11:15). So gab's statt der erhofften Maximalpunktzahl nur einen Zähler. Trainer Zoran Nikolic konstatierte nach den 124 Spielminuten: „Wir haben uns selbst geschlagen.“

Lange Gesichter hatte es in der Vechtaer Antonianumhalle schon vor dem ersten Aufschlag gegeben: Nur rund 100 Zuschauer wollten den Auftakt in die 15. Oyther Zweitligasaison nacheinander sehen. „Das ist enttäuschend, und das hat die Mannschaft auch nicht verdient“, sagte VfL-Volleyball-Obmann Matthias Schumacher.

Immerhin hatten die Oyther am Donnerstag vor dem Spiel noch die Freigabe für Kseniia Ratii und Tetyana Khyliuk von deren ukrainischem Volleyballverband erhalten, so dass die Gastgeberinnen mit voller Mannschaft auflaufen konnten. Zoran Nikolic bot neben Kseniia Ratii auch VfL-Rückkehrerin Dominika Zoltanska und die aus Tschechien gekommene Kanadierin Sonja Radulovic in der Anfangsformation auf.

Und das Team um Kapitänin Franka Poniewaz fand einen guten Einstieg. Über 8:5 und 16:13 ging es relativ zielstrebig zum 25:20. Oythes Startmannschaft war im zweiten Spielabschnitt noch dominanter. 8:3, 16:5 und 20:11 lauteten die Stationen zum 25:17-Satzerfolg – alles schien in Butter. Die Punktegarantin Franka Poniewaz und die lange Zeit ebenfalls sehr effektive Carina Mählmeyer – unter anderem beim sehr entschlossen versenkten Satzball – führten das Team vermeintlich schon auf die Siegerstraße.

Aber: Die im Volleyball nicht seltene Trendwende im dritten Satz hielt diesmal Einzug. Mit dem 9:25 fiel sie sogar gravierend aus. „Bis zum 2:0 war das ein super Spiel“, sagte Zoran Nikolic, der sich über den folgenden Einbruch ärgerte. Vor allem aus der Mitte sei zu wenig gekommen. Als Libera zeigte Sina Albers hohen Einsatz, Nikolic bezeichnete die Außenangreiferin auf dieser Position jedoch als „Notlösung – aber sie hat das gut gemacht“. Neue Impulse über außen kamen ab dem vierten Satz von Marian Mischo, die aber zuletzt angeschlagen gewesen sei. Sehr zufrieden war Nikolic derweil mit der Annahme.

Das Gesamtpaket stimmte aber nicht mehr. Wenn, dann hätte Oythe die Partie im vierten Satz zu seinen Gunsten drehen müssen. Die Zwischenstände 5:8, 9:8, 15:16, und 21:23 zeigten, wie eng es war. „Der fünfte Satz ist immer Roulette“, erklärte Zoran Nikolic. Wie in den beiden Durchgängen zuvor geriet Oythe mit 0:3 in Rückstand, was im Tiebreak eine Hypothek ist. „Da haben wir einfache Fehler gemacht“, stellte Nikolic fest. Trotz einer 9:6-Führung ging es via 9:12 mit 11:15 dahin. Stralsund wurde von der routinierten Anne Krohn (38) im Verbund mit „MVP“ Madleen Piest zum Sieg geführt.

Unterdessen wurde von der Volleyball Bundesliga (VBL) die endgültige Entscheidung über die Liga-Reform zur Saison 2023/24 vertagt, in der eine neue deutschlandweite 2. Bundesliga Pro zwischen der 1. Liga und den 2. Ligen Nord und Süd eingerichtet werden soll. Anfang November soll hier Klarheit herrschen. Wobei Matthias Schumacher davon ausgeht, dass diese Regelung kommt – zumindest bei den Frauen. Da hat der VfL, der in diese neue Staffel einziehen will, mit Blick auf das dafür notwendige Erreichen des fünften Platzes also schon einem der zahlreichen „Pro“-Rivalen den Vortritt lassen müssen.

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