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VfL Oythe gewinnt dank "starker Waffe"

Der Volleyball-Zweitligist bezwingt Eimsbüttel vor leeren Rängen mit 3:2. Es war der vierte Sieg in Serie.

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Ihre Angriffe waren oft gefährlich: Carina Mählmeyer vom VfL Oythe (rechts) gegen Eimsbüttels Luise Klein.  Foto: Schikora

Ihre Angriffe waren oft gefährlich: Carina Mählmeyer vom VfL Oythe (rechts) gegen Eimsbüttels Luise Klein.  Foto: Schikora

Als die MVP-Ehrungen vorbei waren, schallte „Last Christmas“ aus den Lautsprechern. Das war's: Der VfL Oythe hat sein letztes Volleyball-Heimspiel in 2021 bestritten und den vierten Sieg in Folge eingefahren. In einem hochspannenden Spiel gegen den Eimsbütteler TV setzten sich die Oyther Zweitliga-Frauen mit 3:2 (25:19, 21:25, 25:20, 26:28, 15:9) durch. „Wir waren vom Kopf her sehr stark“, urteilte Trainer Zoran Nikolic.

Als am Samstag um 17.00 Uhr der erste Aufschlag in der Antonianumhalle erfolgte, war von Geisterspiel-Atmosphäre nichts mehr zu spüren. Ja, die leere Tribüne erinnerte daran. Allerdings machten Oythes Einwechselspielerinnen, mit Klatschpappen ausgestattet, so einen Lärm, dass es sich zumindest ein wenig wie ein Heimspiel anfühlte.

Auch, dass Oythe Satz eins für sich entschied, ist mittlerweile business as usual. Es war das vierte Mal in Folge. Zunächst lag Oythe aber mit 2:6, 5:9 und 9:11 hinten, ehe die Mannschaft von Nikolic erst ausglich (12:12) und dann erstmals nach zwölf Minuten mit 13:12 in Führung ging. Der Jubel war groß. Nikolics „Jaaaaaaaaaaaaa“ hallte durch die Halle. Fortan ließ sich Oythe die Führung nicht mehr nehmen- Über 15:14, 18:15 ging's schließlich zum 23:18 und 25:19.

Nikolic ärgert sich über zu einfache Fehler

Der zweite Satz startete für Oythe besser als der erste: Nach ein paar Ballwechseln stand es bereits 8:7. Danach wendete sich aber das Blatt, Eimsbüttel erhöhte durch risikoreiche Aufschläge den Druck und führte mit 13:10. Es entwickelte sich eine Phase mit langen Ballwechseln, in der Oythe durch eine Sechs-Punkte-Serie die Oberhand bekam. Erst vollendete Marian Mischo einen Angriff stark, dann punktete Frederique Nicole gleich mehrfach – 16:13. Das Momentum war auf Oyther Seite. Aber: Wie aus dem Nichts kamen die Gäste erneut zurück, stellten auf 17:17, gingen mit 20:19 in Führung und entschieden den zweiten Durchgang mit 25:21 für sich. Nikolic machte später zu einfache Fehler für den Satzverlust verantwortlich.

Fehler auf Oyther Seite waren dann im dritten Satz fast ein Fremdwort. Die 28 Minuten Spielzeit sind schnell erzählt. 3:0, 7:2, gefährliche Aufschläge von Oythe, vor allem von Franka Poniewaz. Dann 9:4, 15:6, 20:10 und 25:20. „Wir haben mit viel Risiko serviert“, sagte Nikolic: „Das ist weiter unsere starke Waffe.“

Spannung im vierten Satz

Oythe ging mit einem 2:1 in den vierten Satz und wollte das Spiel unbedingt entscheiden. Nikolic sagte: „Wir hatten es in unserer eigenen Hand.“ Aber es lief nicht wie vom Serben erhofft. Eimsbüttel stemmte sich gegen die Niederlage, führte 3:1, 9:5 und 13:10. Oythe lief durchweg einem Rückstand hinterher, aber es blieb spannend. Franka Poniewaz setzte regelmäßig zum kräftigen Angriffsschlag von außen an und holte ebenso wie Paulina Brys, Marian Mischo und Carina Mählmeyer wichtige Punkte für Oythe. Dennoch gingen die Gastgeberinnen nie in Führung. Über 17:20, 21:23, 24:25 und 26:26 endete der Durchgang mit 26:28.

Also musste die Entscheidung im Tiebreak her: Und der VfL dominierte seinen Gegner. Nach der ersten Führung beim 5:4 enteilte Oythe auf 10:6 und schließlich auf 15:9. Jubel nach 122 Minuten. Der Oyther Siegerkreis formierte sich zum vierten Mal in Folge und drehte seine Runden durch die Halle. „Die Serie bleibt. Das war wichtig“, sagte Nikolic zufrieden.

Oythe glaubt an Sieg in Köln

Am kommenden Samstag geht's für sein Team zum Hinrundenabschluss zur DSHS Köln. Im Normalfall wäre Köln Favorit – aber Oythe spielt derzeit souverän, beweist starke Moral und kommt mit einer erfolgreichen Serie. „Wir glauben dran“, sagt Nikolic. 20 Punkte bis zum Hinrundenende waren das Ziel. 19 Punkte sind's jetzt. Mit dem Abstiegskampf hat Oythe vorerst nichts mehr zu tun.

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