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VfL Oythe feiert einen wichtigen Sieg für die Moral

Oythe schlägt Landesliga-Spitzenreiter Melle mit 2:1. Unterdessen verpasste der TV Dinklage in Bad Rothenfelde die Aufstiegsrunde.

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Matchwinner: Oythes Zweifach-Torschütze Niklas Ellmann (rechts) bei einer Szene im Strafraum der Meller. Foto: Schikora

Matchwinner: Oythes Zweifach-Torschütze Niklas Ellmann (rechts) bei einer Szene im Strafraum der Meller. Foto: Schikora

VfL Oythe - SC Melle 2:1 - Der Sieg tat gut. Nicht für die Tabelle – aber für den Kopf. Der Fußball-Landesligist VfL Oythe hat im letzten Spiel in der Staffel 2 überraschend den Tabellenführer SC Melle mit 2:1 (1:0) geschlagen. „Letztlich ist der Sieg für uns wertlos“, hielt Oythes Fußball-Obmann Peter Zeglin fest. Während Melle bereits für die Aufstiegsrunde qualifiziert war, muss Oythe den Gang in die Abstiegsrunde antreten: „Wir nehmen das positive Gefühl mit. Das war ein Sieg für den Kopf und die Moral“, sagte Zeglin.

Gegen die von Ausfällen gebeutelten Meller gab Oythe von Beginn an Gas. Schon nach zwei Minuten traf Niklas Ellmann den Pfosten. Es entwickelte sich auf dem Kunstrasenplatz am Oyther Berg ein offenes und zweikampfbetontes Spiel, das phasenweise von starken Windböen beeinflusst wurde. „Mal waren die Pässe zu lang, mal zu kurz“, sagte Zeglin.

Und so waren Chancen nach dem Blitzstart eher die Ausnahme. Eine Hiobsbotschaft gab's derweil schon nach acht Minuten: Oythes Janek Jacobs musste das Feld verletzungsbedingt (Fuß verdreht) verlassen. Für ihn kam Nico Emich ins Spiel.

Emich-Ellmann-Kombi sticht doppelt

Und der Offensivmann war es etwas mehr als eine halbe Stunde später auch, der auf der linken Seite den Pass auf Niklas Ellmann spielte. Dieser behielt im Eins-gegen-eins mit Torhüter Nils Radke die Nerven und schob lässig unten links zum 1:0 ein (42.). So ging's auch in die Kabinen. Danach kam Oythe mit mehr Selbstvertrauen heraus. Der VfL hatte mehr vom Spiel und legte wenig später das 2:0 nach (57.): Wieder war es Emich, der den Ball auf Ellmann spielte. Und wieder vollendete der Stürmer eiskalt ins linke untere Eck.

Es schien, als sei alles klar. Doch Oythe verlor kurz die Konzentration. Spitzenreiter Melle bestrafte es und verkürzte durch Robin Flechsig auf 1:2 (58.). In der 65. Minute traf Melle zudem den Pfosten. Oythe wankte, aber mehr passierte danach nicht – und der VfL feierte den zweiten Saisonsieg. Für Oythe geht's am kommenden Wochenende in der Abstiegsrunde weiter. Das Ziel ist dort natürlich der Klassenerhalt. Mit Blick auf die Tabelle betonte Peter Zeglin: „Das wird eine schwere Aufgabe.“

Bad Rothenfelde - TV Dinklage 3:4 -  Sie schnupperten schon an der Aufstiegsrunde, doch ein zweifelhafter Elfmeter brachte Fußball-Landesligist TV Dinklage um den Lohn. Die Dinklager konnten die Steilvorlage aus Steinfeld nicht nutzen und verloren letztlich mit 3:4 (1:2) beim SV Bad Rothenfelde. Somit muss die Truppe von Stefan Arlinghaus den Gang in die Abstiegsrunde antreten, während GW Mühlen trotz der Niederlage Rang vier behielt.

Der TVD, der unter der Woche aufgrund zahlreicher Coronafälle noch auf eine Spielverlegung hoffte, ging arg gebeutelt in die Partie. Einige Akteure ließen sich noch freitesten, kamen aber lediglich zu Kurzeinsätzen. „Wir wollten da kein Risiko eingehen“, berichtete Betreuer Michael Ostermann.

Dinklage in Hälfte zwei tonangebend

So kam vermutlich auch der nervöse Beginn aus TVD-Sicht zustande. Konstantin Stumpe brachte Rothenfelde schon nach 19 Minuten mit einem Schuss aus 15 Metern in Führung. Wenig später erhöhte Nico Kötter per Foulelfmeter auf 2:0 (23., Foul von Dirk Averdam an Vincent Stumpe). Doch dann gab's die Initialzündung für den TVD, der durch ein Eigentor von Konstantin Stumpe den 1:2-Anschluss herstellte (32.).

Danach war Dinklage besser im Spiel und blieb auch in der zweiten Hälfte tonangebend. Thomas Wulfing glich folgerichtig mit einem schönen 18-m-Freistoß in den Winkel aus (67.). Zu dem Zeitpunkt erreichte auch erstmals das Zwischenergebnis aus Steinfeld die Dinklager Bank. Als dann Lasse Barz auch noch aus spitzem Winkel die 3:2-Führung erzielte (70.), stand der TVD mit einem Bein schon in der Aufstiegsrunde.

Foulelfmeter wird zum Knackpunkt

Bad Rothenfelde reagierte mit langen Bällen, von denen einer zur kritischen Situation vor dem Foulelfmeter führte, als Schiedsrichter Marcel Waldmann zur Überraschung aller ein Vergehen von Dinklages Keeper Marcel Nuxoll erkannte und auf den Punkt zeigte. Nico Kötter verwandelte den Strafstoß sicher zum 3:3 (86.). „Das war natürlich extrem bitter“, meinte Ostermann. Die Szene stellte sich letztlich als der Knackpunkt heraus. Dinklage warf noch einmal alles nach vorne, fing sich in der Nachspielzeit aber einen Konter, den Meik Schäfer zum Rothenfelder 4:3 abschloss (90.+1).

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