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VfL Oythe fährt auf der Achterbahn zum 3:2

Die Volleyballdamen wehren vier Matchbälle gegen Emlichheim ab.  Zoran Nikolic sagte: „Wir haben es uns selbst schwer gemacht." Eine Sonderrolle übernahm Christine Aulenbrock.

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Druck auf den Gast: Carina Mählmeyer (rechts) gegen den Emlichheimer Block. Die Oyther Außenangreiferin wurde am Samstag von SCU-Coach Pascall Reiß zur „MVP“ gewählt. Foto: Schikora

Druck auf den Gast: Carina Mählmeyer (rechts) gegen den Emlichheimer Block. Die Oyther Außenangreiferin wurde am Samstag von SCU-Coach Pascall Reiß zur „MVP“ gewählt. Foto: Schikora

Der VfL Oythe war bei den Fahndung nach dem ersten Sieg in der noch jungen Saison 2021/22 der 2. Volleyball-Bundesliga Nord der Damen erfolgreich – wenn auch erst nach einer Achterbahnfahrt über fünf Sätze und mit einem glücklichen Ende. Das Team von Trainer Zoran Nikolic besiegte den SCU Emlichheim vor 120 Zuschauern in der Vechtaer Antonianumhalle nach exakt 120 Spielminuten mit 25:19, 25:17, 22:25, 18:25 und 18:16. Der Coach resümierte anschließend: „Wichtig ist: Wir haben das erste Spiel gewonnen. Aber es war sehr schwer – wir haben es uns selbst schwer gemacht.“ Nikolic bemängelte die taktischen Fehler seiner Mannschaft nach der 2:0-Satzführung, stellte aber auch fest, dass es für die Fans ein unterhaltsames und sehr spannendes Spiel gewesen sei.

Zoran Nikolic sagte mit Blick auf das sehr wechselvolle Finale im Tiebreak: „Wir waren ja schon geschlagen. Am Ende war das ein sehr glücklicher Sieg für uns.“ Bei 11:14 wehrte der VfL drei Emlichheimer Matchbälle ab und vergab bei 15:14 selbst einen. Dann ließ Emlichheim seinen vierten Matchball verstreichen, ehe Oythe im zweiten Anlauf dank eines SCU-Deckenballes triumphierte. Der Jubel bei den Gastgeberinnen war groß.

Mittendrin war Christine Aulenbrock, die für ein Spiel vom VfL reaktiviert worden war und gleich gut performte, obwohl die etatmäßige Außenangreiferin in der Mitte agierte. „Das hat gut funktioniert“, sagte die 29-Jährige, „und es war ein coolerer Abschied als in der letzten Saison.“ Bevor sich Oythe Anfang März mit der Corona-Ausstiegsmöglichkeit vorzeitig verabschiedet hatte, war die Bad Laererin vom damaligen Trainer Ali Hobst in den letzten drei Saisonspielen nicht mehr eingesetzt worden; es hatte Differenzen wegen ihres Beach-Engagements gegeben. „Das war jetzt definitiv mein letztes Spiel für Oythe“, sagte Christine Aulenbrock am Samstagabend. Wegen der personellen Engpässe – Mittelblockerin Sandra Hövels war ausgefallen – hatte die erfolgreiche Beachvolleyballerin für die Emlichheim-Partie noch mal zugesagt.

Volleyball 2.Bundesliga Damen VfL Oythe - Emlichheim
Volleyball 2.Bundesliga Damen VfL Oythe - Emlichheim
Volleyball 2.Bundesliga Damen VfL Oythe - Emlichheim
Volleyball 2.Bundesliga Damen VfL Oythe - Emlichheim
Volleyball 2.Bundesliga Damen VfL Oythe - Emlichheim
Volleyball 2.Bundesliga Damen VfL Oythe - Emlichheim

Der Verein ist zur Zeit in Sachen Neuverpflichtungen im Ausland am Ball. Volleyball-Obmann Matthias Schumacher, der wie Heimspiel-Koordinator Andreas Middelkamp aus privaten Gründen am Samstag nicht dabei – sie wurden von Spieltags-Chefin Jurina Wehry und Co. vertreten –, wollte in den nächsten Tagen Vollzug melden.

Die Partie gegen Emlichheim war derweil zwei Sätze lang richtig gut gelaufen. Mit einer stabilen Annahme, sicheren Aufgaben und guten Angriffen war Oythe zielstrebig unterwegs zu drei Punkten. Eine erneute Steigerung gegenüber den beiden ersten Spielen war unverkennbar. Doch am Ende wurden es nur zwei Zähler. Denn die Gäste kamen im dritten Durchgang zurück und stellten sich besser auf das VfL-Spiel ein. Und dann kam das fast nicht mehr erwartete Happy End für Oythe. Zoran Nikolic hielt dennoch fest: „Wir haben noch viele Baustellen.“

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