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VfL Löningen: "Das war die beste Saison der Klubgeschichte"

Im Interview mit OM-Online spricht Basketball-Abteilungsleiter Ansgar Behne über seinen Glauben ans Team, ein fehlendes Puzzleteil und Herbert Grönemeyer. Das letzte Saisonspiel gewann der VfL 127:80.

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Sehr zufrieden: Löningens Basketball-Abteilungsleiter Ansgar Behne. Foto: Lea-Marie Siemer.

Sehr zufrieden: Löningens Basketball-Abteilungsleiter Ansgar Behne. Foto: Lea-Marie Siemer.

Zum Abschluss der Saison in der 2. Basketball-Regionalliga Nord gab's noch mal eine Galavorstellung: Im Duell gegen die TSG Westerstede II spielte der VfL Löningen in der heimischen Sporthalle furios auf und feierte einen 127:80-Triumph. Damit wird der VfL die Serie in der Staffel West auf dem 5. oder 6. Platz beenden – je nachdem wie die letzten beiden Partien des TSV Quakenbrück ausgehen.

Noch im Januar deutete nach nur zwei Siegen aus den ersten neun Partien fast alles auf den Abstieg hin. Doch dann kam es zu einer Leistungsexplosion: Die Löninger gewannen neunmal in Folge und machten vier Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt perfekt. Ansgar Behne – seit vielen Jahren Leiter der Basketball-Abteilung des VfL – spricht im Interview mit OM-Online über die Saison, seinen Glauben ans Team, ein fehlendes Puzzleteil und Herbert Grönemeyer.

Habt Ihr das Ende der Saison, die Ihr überraschend souverän mit dem Klassenerhalt gekrönt habt, schon gebührend gefeiert? Das haben wir. Nach dem Spiel gegen Westerstede waren wir am Samstag mit rund 25 Leuten gemeinsam hier in Löningen in einem Restaurant essen. Es gab viele Bierchen und Cocktails – es war ein schöner Abend, der erst gegen 3.30 Uhr in der Nacht geendet hat.

War's das mit den Feierlichkeiten, oder kommt da noch was? Ende Mai steht noch eine Mannschaftsfahrt an – zu einem Herbert-Grönemeyer-Konzert nach Gelsenkirchen. Ich hatte das den Jungs vorgeschlagen und alle hatten Bock drauf. Das wird bestimmt eine interessante Sache.

Anfang des Jahres sah es im Kampf gegen den Abstieg gar nicht gut aus. Hand aufs Herz: Hatten Sie den Glauben an den Klassenerhalt nach der sehr durchwachsenen Hinrunde mal verloren? Nein. Ich kenne die Jungs schon lange und weiß, wie sie ticken und wie das Team funktioniert. Sie mussten sich erst einmal an das im Vergleich zur Oberliga physischere Spiel gewöhnen. Es war mir klar, dass ihnen das gelingt und sie sich in der Rückrunde steigern würden. Und dann kam da noch Anthony um die Ecke...

Das Erfolgsteam des VfL Löningen: Abteilungsleiter Ansgar Behne (oben, von links), Paul Grünloh, Justus Krause, Nils Drees, Mattes Thöle, Lukas Knobbe, Jannik Schulz, Hannes Kalvelage, Coach Guido Thöle und Aaron Cassellius sowie (unten, von links) Torben Brogmus, Anthony Hodge, Max Schmücker, Jonas Breher und Steffen Gerdes. Es fehlen: Leo Vormoor und Joop Hömmen. Foto: Lea-Marie Siemer.Das Erfolgsteam des VfL Löningen: Abteilungsleiter Ansgar Behne (oben, von links), Paul Grünloh, Justus Krause, Nils Drees, Mattes Thöle, Lukas Knobbe, Jannik Schulz, Hannes Kalvelage, Coach Guido Thöle und Aaron Cassellius sowie (unten, von links) Torben Brogmus, Anthony Hodge, Max Schmücker, Jonas Breher und Steffen Gerdes. Es fehlen: Leo Vormoor und Joop Hömmen. Foto: Lea-Marie Siemer.

Mit Anthony ist der Winterzugang Anthony Hodge gemeint, der sich über Facebook beim VfL Löningen „beworben“ hat. Es ist kein Geheimnis, dass der US-Amerikaner einen großen Anteil an der Leistungsexplosion hatte. Keine Frage, Tony war unser Game-Changer, unser fehlendes Puzzleteil. Ich denke zwar, dass wir es auch ohne ihn hinbekommen hätten. Wenn aber jemand mit einer so hohen Qualität dazukommt, der auch noch alle anderen Spieler besser macht und menschlich hervorragend zu unserer Truppe passt – dann kann man so eine Rückrunde spielen und eine tolle Siegesserie hinlegen. Die Jungs haben gemeinsam mit ihm gezeigt, dass sie absolut in die Liga gehören.

Wie stehen die Chancen, dass Hodge auch kommende Saison für den VfL spielt? Das wird sicher ganz schwierig. Anthony möchte in Deutschland unbedingt noch einmal höher spielen, er wird versuchen, einen Verein zu finden, der ihm das bieten kann.

Wie sieht es mit dem Rest des Kaders aus? Die ersten Gespräche haben wir schon geführt. Ich bin zuversichtlich, dass ein Großteil der Jungs bleibt. Nur ein, zwei Spieler liebäugeln mit einem Wechsel. Wir beim VfL wollen weiter unsere jungen Leute nach vorne bringen – ich denke da an Aaron Cassellius oder Leo Vormoor. Zudem bin ich ein großer Fan davon, dass Löninger auch in Löningen spielen sollten. Aric Wessner, der bei unserem Ligakonkurrenten TSV Quakenbrück spielt, wäre zum Beispiel ein Kandidat.

Wie sieht bei Coach Guido Thöle aus? Ich bin zuversichtlich, dass er bleibt, er hat seine Bereitschaft bereits signalisiert. Wir würden ihn gerne behalten – er macht ja einen guten Job.

In diesem Jahr feiert die Basketball-Abteilung des VfL Löningen ihr 45-jähriges Bestehen. Welchen Stellenwert hat diese Spielzeit in der Historie? Wir konnten schon viele Erfolge feiern, aber das war sicher die beste Saison in der Klubgeschichte.

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