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VfL-Basketballer scharren mit den Hufen

Die Löninger wollen endlich in die neue Saison der 2. Regionalliga starten. Zwei Spiele sind am Wochenende geplant.

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Auf zu neuen Taten: Lukas Knobbe (links) und Paul Grünloh fiebern mit ihren Mannschaftsgefährten vom VfL Löningen dem Saisonauftakt in der 2. Regionalliga entgegen. Foto: Langosch

Auf zu neuen Taten: Lukas Knobbe (links) und Paul Grünloh fiebern mit ihren Mannschaftsgefährten vom VfL Löningen dem Saisonauftakt in der 2. Regionalliga entgegen. Foto: Langosch

Mit reichlich Verspätung starten die Basketballer des VfL Löningen in die Saison 2020/2021. Nach dem Aufstieg in die 2. Regionalliga können sie es kaum erwarten, sich in der neuen Spielklasse zu beweisen.

„Meine Spieler scharren mit den Hufen und wollen endlich loslegen“, meint Trainer Guido Thöle. Eigentlich hätten die Schwarz-Gelben schon am 26. September loslegen sollen, aber Corona machte einen dicken Strich durch diese Rechnung. Natürlich waren auch die VfL-Korbjäger vom gut vierwöchigen Spiel- und Trainingsverbot, das der Landkreis Cloppenburg Mitte September verhängt hatte, betroffen. Folglich verschob sich der Start, aber nun soll es am Wochenende endlich klappen.

Dabei erwartet den Neuling gleich eine Doppelschicht mit zwei Auswärtsspielen. Am Samstagabend reist der VfL zum
BBC Osnabrück (Spielbeginn in der Schlosswall-Halle ist um 19 Uhr), tags darauf geht es um 15 Uhr beim CVJM Hannover weiter (Sporthalle Leibnizschule). Zwei Aufgaben, die es in sich haben. Vor allem die erste Partie dürfte für den VfL eine hohe Hürde darstellen. „Der BBC ist neben dem Überflieger der Liga, der SG Braunschweig, für mich einer der Titelfavoriten. Seit Jahren machen die Osnabrücker gute Arbeit“, sagt Thöle.

Thöle fühlt sich in Außenseiterrolle wohl

In diesen Regionen der Tabelle sieht der Coach sein Team nicht. „Ich gehe mal nicht davon aus, dass wir oben mitspielen“, findet Thöle. „Für uns geht es um den Klassenerhalt, wir sind der Außenseiter in der Liga.“ In dieser Rolle fühlt Thöle sich wohl. Gemeinsam mit Ansgar Behne, der nicht nur Abteilungsleiter, Organisator und Betreuer. sondern auch Assistenztrainer ist, und dem spielenden „Co“, Nils Drees, arbeitet er mit den Mitteln, die nun einmal zur Verfügung stehen.

BW Merzen, das sich mit den Löningern in der vorigen, abgebrochenen Saison ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel in der Oberliga geliefert hatte und bei Punktgleichheit um Haaresbreite vorn lag, ist dabei nicht der Maßstab für die Löninger. Die Blau-Weißen haben nach vier Spielen zwar schon sechs Punkte auf dem Konto, aber „sie haben – wie einige andere Mannschaften auch – viel Geld ausgegeben, um ihren Kader zu verstärken. Das halte ich in der 2. Regionalliga für völlig übertrieben“, findet Thöle.

Löninger verzeichnen nur einen Neuzugang

Das sieht in Löningen ganz anders aus. Abgänge gibt es keine, mit Janik Schulze vom letztjährigen Oberligarivalen SG Cleverns-Sandel gibt es nur einen Zugang. „Janik war nett genug und gut genug, um bei uns mitzumachen“, meint Guido Thöle augenzwinkernd. „Ernsthaft: Janik hat sich hier sehr schnell und prima eingelebt, mit ihm habe ich einen Spieler mehr in der Rotation.“ Ansonsten baut der VfL auf seinen bisherigen Kader. „Das war auch ausdrücklicher Wunsch der Mannschaft. Die Jungs wollen sich jetzt in der 2. Regionalliga beweisen.“ Mit Paul Heitzhausen aus Vechta hatte Löningen zwar noch einen zweiten Zugang an der Angel, der sich dann aber für einen Wechsel nach Bremen entschied. Das Aufgebot ergänzen mit Leo Vormoor, Luca Wendt und Aaron Casselius drei Jugendspieler, wobei Thöle auch Moritz Vormoor noch in die Riege der Youngster einsortiert, die Stück für Stück an das Niveau im Erwachsenenbereich herangeführt werden sollen.

Somit stellt sich eine eingespielte Mannschaft der neuen Herausforderung. „Es könnte tatsächlich unser Plus in der neuen Saison werden, dass wir seit Jahren zusammen sind“, glaubt Thöle. Außerdem baut der Coach auf die starke Physis in seinem Team. Die Zwangspause „war zwar bitter für uns. Sie hat uns echt ausgebremst“, sagt Thöle. Aber wenigstens haben die Spieler individuell an der Fitness gearbeite, so dass der VfL in diese Beziehung auf Stand ist. Aber die Zeit fehlte, um an den spielerischen Feinheiten sowohl in der Offensive als auch der Defensive zu arbeiten. „Da sind wir noch nicht da, wo wir hinwollen“, räumt der Trainer ein. „Aber zuletzt haben wir große Schritte nach vorne gemacht.“ Dies, gepaart mit der riesigen Vorfreude auf die erste Saison in der 2. Regionalliga, soll die Basis werden, um auf diesem Niveau zu bestehen.

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