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VfL analysiert Fehler und fährt zum Überflieger

Die Oyther Volleyballdamen treten voraussichtlich vollzählig in Leverkusen an – laut Trainer Ali Hobst „beim kommenden Meister“.

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Wann jubelt Oythe wieder? Szene aus dem letzten Heimspiel am 31. Oktober gegen den BBSC Berlin. Foto: Schikora

Wann jubelt Oythe wieder? Szene aus dem letzten Heimspiel am 31. Oktober gegen den BBSC Berlin. Foto: Schikora

Zweieinhalb Wochen kein Mannschafstraining, dann ein Einsatz beim Aufsteiger Eimsbütteler TV (2:3) – und nun eine knappe Woche später der Gang zum Spitzenreiter der 2. Bundesliga Nord: Die Volleyballerinnen vom VfL Oythe gastieren am Samstag ab 19.30 Uhr bei Bayer Leverkusen. Es ist eine Höchstschwierigkeit – nicht nur wegen der Einschränkungen, sondern auch wegen der Rolle, die der TSV Bayer 04 spielt.

Beim jüngsten 3:2-Sieg in Stralsund ließ der Tabellenführer in seinem neunten Saisonspiel den ersten Punkt liegen. Bayer-Trainer Tigin Yaglioglu war dennoch bestens zufrieden. „Wir haben uns in einem unfassbar guten Spiel zweier sehr starker Mannschaften durchgesetzt. Das ist das Wichtigste“, konstatierte der 29-Jährige.

Es kommt also einiges auf den VfL zu. Wobei: VfL-Trainer Ali Hobst hat mit seinen Oyther Damen 2017 und 2018 schon in Leverkusen gewonnen. Aber seine stark verjüngte Mannschaft befindet sich bei der Nummer eins aktuell in einer klaren Außenseiterrolle. „Die Mädels sind gewillt, sich nach Kräften zu wehren. Aber ich glaube, dass wir am Samstag beim kommenden Meister spielen werden“, sagt Ali Hobst: „Die Frage wird sein, auf welchem Niveau wir spielen.“

Der Coach sieht sein Team nach dem Break und dem Duell in Eimsbüttel in der Phase der „Superkompensation“, heißt: Nach erfolgter Belastung kann der Körper durch Erholung von einem höheren Level aus agieren. Durch die fehlende mannschaftliche Vorbereitung rückte eine intensive Fehleranalyse in den Mittelpunkt, etwa der Rückfall im Tiebreak von 5:1 auf 7:8. „Wir haben nichts verlernt“, sagt Hobst, der seinen Humor nicht verloren hat. Komfortable Führungen habe man auch mit Training schon aus der Hand gegeben. Das möchte man ändern, auch wenn das fehlende Teamtraining schon ein Mosaiksteinchen sei. Hobst: „Wir müssen noch fokussierter sein. Egal, wie die Umstände sind.“ Am Samstag werden alle zwölf Spielerinnen mitfahren – vorausgesetzt, alle sind beim Corona-Schnelltest vor der Abreise negativ.

Kapitänin Sina Albers: "Anerkennende Reaktionen" 

In Sachen Anerkennung als Profis erwartet Ali Hobst in nächster Zeit eine offizielle Info der Volleyball Bundesliga (VBL) für die Zweitligisten, auf deren Basis man hoffe, bald wieder in die Sporthalle zurückkehren zu dürfen. Das nächste Heimspiel ist angesetzt für den 5. Dezember (BW Dingden). Für Samstag stellt Ali Hobst fest: „Wir müssen das Beste daraus machen.“

VfL-Kapitänin Sina Albers sagt zur Lage: „Ich finde das Trainingsverbot sehr ungerecht.“ Die angehende Lehramts-Referendarin: „Die Hamburgerinnen haben uns großen Respekt gezollt, dass wir gespielt haben, obwohl wir zweieinhalb Wochen keinen Ball mehr in der Hand gehabt hatten. Und auch von vielen anderen Seiten haben wir anerkennende Reaktionen bekommen. Ich hoffe nur, dass wir bald wieder normal trainieren dürfen.“

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