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Verflixte zwei Minuten kosten den Erfolg

Drittligahandballer des TVC haben bei Tabellenführer GSV Eintracht Baunatal unglücklich mit 32:34 das Nachsehen

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Unsanft gebremst: Bence Lugosi (rotes Trikot) bot mit dem TV Cloppenburg dem Spitzenreiter der 3. Liga Nord-West, GSV Eintracht Baunatal, zwar über 60 Minuten Paroli, musste aber mit einer unglücklichen 32:34-Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten. Archivfoto: Langosch

Unsanft gebremst: Bence Lugosi (rotes Trikot) bot mit dem TV Cloppenburg dem Spitzenreiter der 3. Liga Nord-West, GSV Eintracht Baunatal, zwar über 60 Minuten Paroli, musste aber mit einer unglücklichen 32:34-Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten. Archivfoto: Langosch

Auch am Tag nach dem Spiel war der Ärger bei Barna-Zsolt Akacsos, dem Trainer der Drittligahandballer vom TV Cloppenburg, nicht verflogen. Die 32:34-Niederlage (16:16) beim weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer der Staffel Nord-West, dem GSV Eintracht Baunatal, empfand der Coach nicht nur als sehr unglücklich, sondern auch als ungerecht.

„Wir waren über das gesamte Spiel die bessere Mannschaft und hätten den Sieg verdient gehabt“, sagte Akacsos. „Aber wir waren einerseits in den entscheidenden Situationen nicht clever genug, anderseits sind wir aber auch verpfiffen worden. Die Schiedsrichter haben uns Bälle weggenommen, die sie uns niemals hätten wegnehmen dürfen“, echauffierte sich Akacos.

Die bezeichnendste Szene spielte sich nach knapp 53 Spielminuten in der Rundsporthalle Baunatal ab. Bei einem schnellen Gegenstoß der Gastgeber, attackierte TVC-Spieler Jannis Koellner einen Eintrachtler zwar, ohne ihn aber an seinem Zuspiel zu hindern, das zum 28:27 des GSV führen sollte. Koellner bekam dennoch eine Zeitstrafe, und Baunatal nutzte die Überzahl eiskalt, um sich auf 30:27 abzusetzen. Diese verflixten zwei Minuten kosteten die Cloppenburger den durchaus möglichen Erfolg.

Zweiter Knackpunkt: Bei seinem Tor zum 25:24 (48.) kassierte Cloppenburgs Jeppe Villumsen einen Stoß und knallte an die Hallenwand. Mit einer Beinverletzung schied der Däne aus. „Jeppe hat zwar noch in der Abwehr gespielt, obwohl er nicht mehr laufen konnte. Aber ich hätte ihn viel mehr in der Offensive gebraucht“, sagte Akacsos.

Die Gäste im in der Nähe von Kassel gelegenen Baunatal präsentierten sich dennoch als ein starker Gegner. „Man konnte nicht sehen, wer auf Platz eins und wer auf Rang 17 der Tabelle steht“, befand Barna-Zsolt Akacsos. Der einmal mehr groß aufspielende TVC-Kreisläufer Ole Harms steuerte zur 5:3-Führung seiner Mannschaft nach neun Minuten gleich vier Treffer bei. Es sollte aber nicht gelingen, diesen Vorsprung weiter auszubauen. Die Eintracht schlug zurück und lag ihrerseits nach 20 Minuten mit 10:8 vorn.

Doch davon ließen sich die Cloppenburger nicht beeindrucken. Vielmehr zogen sie wieder gleich und so wogte die Partie in der Folgezeit hin und her. Zur Pause hieß es 16:16 unentschieden. An diesem Duell auf Augenhöhe sollte sich auch in der Folgezeit nichts ändern. Die Führung wechselte mehrfach, aber weder Baunatal noch Cloppenburg schaffte es, seinen Gegner auf Distanz zu bringen.

Der TVC steckte auch den zwischenzeitlichen Ausfall Ole Harms‘ weg. Der Kreisläufer wurde bei einem schnellen Gegenstoß rüde gefoult. Der Übeltäter, Jan-Erik Kleinschmidt, bekam glatt „Rot“ (42.). „Das war eine ganz miese Aktion“, regte sich Akacsos auf. „Kleinschmidt fasst Ole in den Wurfarm und reißt ihn um. Dabei hätte sich Ole ganz schwer verletzen können.“ Immerhin scheint Harms glimpflich und ohne schwerwiegendere Blessur davongekommen zu sein. Nach mehrminütiger Behandlung und Pause auf der Bank, stand der Kreisläufer zum Ende hin wieder auf dem Platz und sollte die letzten beiden Tore der Gäste markieren.

Sie sollten indes die Niederlage nicht mehr abwenden. „Es tut mir richtig leid für meine Jungs, dass sie sich für ihre super Leistung nicht belohnt haben“, bilanzierte Akacsos. „ Auf diese Art und Weise zu verlieren, tut unheimlich weh. Aber: Wir haben gezeigt, dass wir in der 3. Liga mithalten können und haben uns Respekt verschafft.“

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