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Vechtas Handballerinnen wollen nicht die Ersten sein, die gegen Werder verlieren

Der Drittligist erwartet am Samstag das punktlose Schlusslicht aus Bremen. Dass das keine angenehme Aufgabe ist, weiß SFN spätestens seit dem Hinspiel.

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Voller Einsatz im Kampf um den Ball: Vechtas Klara Germann geht zu Boden. Foto: Schikora

Voller Einsatz im Kampf um den Ball: Vechtas Klara Germann geht zu Boden. Foto: Schikora

Die Stimmung im Bus war bestens, doch von einer Party zu sprechen wäre übertrieben. „Die Pizzen waren lecker. Es gab Fruchtschorle – ohne Alkohol. Dann wurde es auch zeitig ruhig, weil viele am nächsten Morgen arbeiten mussten“, berichtete Trainer Christoph Nisius von der Rückfahrt nach dem erlösenden 27:23-Sieg beim TSV Altenholz am Dienstagabend.

Dem Coach der Vechtaer Handballerinnen war die Erleichterung über den ersten Sieg im dritten Spiel unter seiner Regie anzumerken, dennoch war er um eine nüchterne Nachbetrachtung bemüht. „Es ist ja nicht so, dass das jetzt eine Sensation war“, sagte Nisius: „Wir wissen um unsere Stärken und um unsere Schwächen. Wir wissen das einzuordnen.“

Viel Zeit, sich über das Spiel Gedanken zu machen, haben die SFN-Damen ohnehin nicht. Schon am Samstag (17.30 Uhr) steht mit dem Heimspiel gegen den noch punktlosen Tabellenletzten Werder Bremen II die nächste Aufgabe bevor – eine sportlich lösbare Aufgabe, die aber gerade deswegen auch unangenehm sein kann.

„Man kann immer der Erste sein, der gegen so einen Gegner stolpert“SFN-Trainer Christoph Nisius

„Wir sind der Favorit, darüber müssen wir uns nicht unterhalten. Aber in der 3. Liga schlägt man keinen Gegner im Vorbeigehen“, sagt Christoph Nisius und warnt: „Man kann immer der Erste sein, der gegen so einen Gegner stolpert.“

Als Warnung dient den Vechtaerinnen ausgerechnet das Hinspiel. Im Oktober gewann SFN in Bremen, damals noch unter Kai Freese, mit viel Mühe mit 27:24 (12:11) – für die Werder-Reserve bis heute die knappste Niederlage der Saison.

Die zwölf Spiele, die ausgetragen wurden (gegen Wattenbek gab es eine Wertung), verloren die Bremerinnen im Schnitt mit 21:34. Schon viermal kassierte das Team der früheren Garreler Trainerin Renee Verschuren 40 Gegentore oder mehr.

Dier Personalsorgen reißen nicht ab: Jetzt fällt Svenja Ruhöfer aus

Bei Vechta reißen die Personalsorgen nicht ab. Svenja Ruhöfer fällt nach ihrer in Altenholz erlittenen Oberschenkelverletzung aus. Für sie soll die junge Paula Clasen am Kreis spielen. Auch Jane Müller (Fuß) fehlt. Immerhin ist Ria Hacek wieder einsatzbereit.

Für Leonie Schreiber ist die Partie eine ganz besondere. Die Linksaußenspielerin war vor ihrem Wechsel nach Vechta im vergangenen Sommer bei Werder II aktiv. Sie kann selbstbewusst in die Partie gehen: Beim Sieg in Altenholz spielte sie wie Luca Vodde 60 Minuten durch.

Mit Blick auf die drohende Abstiegsrunde (ab Platz sieben) ist ein Sieg für Vechta Pflicht. „Wir wollen den Druck auf die Mannschaften vor uns erhöhen“, sagt Nisius. Ein Sieg wäre auch wertvoll, da die Ergebnisse gegen die direkten Konkurrenten in die Abstiegsrunde mitgenommen werden.

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