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Vechtas Handballerinnen und die 3. Liga: Es ist kompliziert

Personalnot, Abstiegssorgen und die nächste Spielabsage - SFN erlebt unruhige Zeiten. Immerhin gibt es eine weitere Zusage für die nächste Saison - und eine Diagnose bei Luca Vodde.

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Kein leichter Job: Vechtas Trainer Christoph Nisius, hier bei einer Auszeit im Kreise seiner Spielerinnen. Foto: Schikora

Kein leichter Job: Vechtas Trainer Christoph Nisius, hier bei einer Auszeit im Kreise seiner Spielerinnen. Foto: Schikora

Personalprobleme ohne Ende, die nächste Spielabsage, eine schwierige Suche nach Verstärkungen und totale Ungewissheit, was den weiteren Saisonverlauf betrifft: Wollte man das Verhältnis von SFN Vechtas Handballerinnen zur 3. Liga mit einem Beziehungsstatus beschreiben, müsste man wohl sagen: Es ist kompliziert.

Vier Spiele vor dem Ende der regulären Saison droht SFN nach wie vor die Abstiegsrunde (ab Platz sieben abwärts). Und für den Fall, dass es dazu kommen sollte, ist völlig unklar, auf wen Vechta dann treffen würde.

Die angespannte Personallage hat jetzt erneut den Terminplan durcheinandergewirbelt. Das für Samstag angesetzte Auswärtsspiel beim TSV Wattenbek südlich von Kiel fällt aus und wird auf den nächsten Mittwoch (16. März, 20.00 Uhr) verlegt. SFN hatte sich als Nachholtermin eigentlich den 10. April (Sonntag) gewünscht, doch das lehnte der Gegner ab.

Das Spiel in Wattenbek wird schon am nächsten Mittwoch nachgeholt

Jetzt muss Vechta in den sauren Apfel beißen und wie schon beim Nachholspiel in Altenholz erneut eine weite Reise an einem Wochentag in Kauf nehmen.

Immerhin besteht die Hoffnung, dass sich das Vechtaer Lazarett bis Mittwoch etwas lichtet. Trainer Christoph Nisius hofft, dass Maike Deeben (krank), Svenja Ruhöfer (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Tina Schwarz (Bizepsentzündung im Wurfarm) und Carla Clasen (Kapselverletzung im Ringfinger der Wurfhand) bis zum Nachholtermin wieder einsatzbereit und belastbar sind.

Kapitänin Luca Vodde wird das wohl nicht schaffen, obwohl es bei der Dinklagerin in dieser Woche leichte Entwarnung gab. Die 23-Jährige hat sich bei der 26:34-Niederlage in Henstedt-Ulzburg offenbar doch nicht so schwer verletzt wie zunächst befürchtet. „Es ist nichts gebrochen und die Bänder im Sprunggelenk sind auch stabil“, berichtet Nisius. Nur der Bandapparat im Mittelfuß sei betroffen. So kommt die beste Torschützin der Staffel A wohl mit einer Pause von zwei Wochen davon.

„Die Bereitschaft, viermal die Woche in die Halle zu kommen und am Wochenende durch Norddeutschland zu fahren, nimmt immer weiter ab.“SFN-Trainer Christoph Nisius zur schwierigen Suche nach neuen Spielerinnen.

Definitiv fehlen werden die Schwestern Jane und Nele Müller. Sie sind mittlerweile zu ihrer lange geplanten Patagonien-Reise aufgebrochen.

Die Suche nach neuen Spielerinnen gestaltet sich unterdessen schwierig. Nisius berichtet von einigen Absagen „aus den verschiedensten Gründen“. Generell hat er festgestellt: „Die Bereitschaft, viermal die Woche in die Halle zu kommen und am Wochenende durch Norddeutschland zu fahren, nimmt immer weiter ab.“

Leonie Schreiber bringt diese Bereitschaft weiterhin mit. Die Linksaußenspielerin wird dem SFN-Kader auch in der nächsten Saison angehören, wie Nisius mitteilte. „Das freut mich. Das ist ein tolles Mädchen mit viel Potenzial“, sagt der Coach.

In der Abstiegsrunde drohen Fahrten nach Berlin und Sachsen

Auf welche Gegner SFN bei einer Teilnahme an der Abstiegsrunde treffen würde, hängt von den Platzierungen im Endklassement ab. Die Abstiegsrunde besteht aus insgesamt sechs Gruppen – vier mit je sechs Teams und zwei mit je fünf. Es gibt eine Hin- und eine Rückrunde. Die Ergebnisse gegen die Gegner aus der Vorrunde werden dabei mitgenommen.

Die Teams aus Vechtas Drittliga-Staffel A treffen in den Gruppen I und II auf Vertreter aus der Staffel B (Nordost). Es drohen Fahrten nach Berlin und Sachsen. Noch hofft Nisius, der Abstiegsrunde entgehen zu können. „Wenn wir aus den letzten vier Spielen fünf Punkte holen, haben wir gute Chancen“, glaubt er. Ein Vorteil könnte sein, dass sich einige Konkurrenten noch gegenseitig Punkte abnehmen.

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