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Vechtas Handballerinnen setzen das A-Wort auf den Index

Nach dem 29:29 in Wattenbek genießt der Drittligist einfach den Moment. Viel Zeit dafür bleibt allerdings nicht. Am Samstag kommt der nächste starke Gegner nach Vechta.

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Zurück im Team: Kapitänin Luca Vodde traf in Wattenbek gleich wieder acht Mal. Foto: Gabi Müller

Zurück im Team: Kapitänin Luca Vodde traf in Wattenbek gleich wieder acht Mal. Foto: Gabi Müller

Auf der langen Rückfahrt aus dem Norden genossen die Handballerinnen von SFN Vechta einfach nur den Moment. Ein 29:29 (16:14) beim TSV Wattenbek, und das nach einer 250-km-Busfahrt mit einem reduzierten Kader an einem Mittwochabend. „Müde, aber zufrieden“, beschrieb Trainer Christoph Nisius die Gesamtverfassung seiner Truppe, die gegen 2.00 Uhr am Donnerstagmorgen erst wieder in Vechta eintraf.

Am Abend stand dann im Abschlusstraining die Regeneration im Mittelpunkt. Schließlich ist Vechta schon am Samstag (17.30 Uhr) wieder im Heimspiel gegen den Tabellendritten Buxtehuder SV II gefordert.

Wie der Teilerfolg in Wattenbek mit Blick auf die Tabelle der 3. Liga (Staffel A) einzuordnen war, in der nach wie vor acht von zwölf Teams die Saisonverlängerung in Form der Abstiegsrunde droht, das war den erschöpften Spielerinnen und ihrem Coach erst mal egal. Das A-Wort ist für das Team vorerst tabu.

„Für mich beginnt der Abstiegskampf dann, wenn wir in der Abstiegsrunde sind“SFN-Trainer Christoph Nisius

„Für mich beginnt der Abstiegskampf dann, wenn wir in der Abstiegsrunde sind“, betonte Nisius: „Wir sind Fünfter in einer Zwölfer-Liga. Wir haben zuletzt 7:3 Punkte geholt. Und wir freuen uns, dass wir jetzt drei Heimspiele haben. Wir sind positiv.“

Und dazu hatten die Vechtaerinnen am Mittwoch auch allen Grund. Die wichtigste Nachricht des Abends: Kapitänin Luca Vodde ist nach ihrer Fußverletzung wieder einsatzfähig. „Sie hat ein überragendes Spiel gemacht“, sagte Nisius. Erst in den letzten drei Minuten fiel sie aufgrund von Krämpfen aus.

Mut macht auch die Moral, mit der SFN nach späten Rückständen (25:28, 27:29) zurückkam. Mit dem letzten Wurf hätte Tina Schwarz sogar fast noch den Siegtreffer erzielt. Doch der Ball prallte an den Innenpfosten und von dort parallel zur Grundlinie wieder zurück ins Feld. „Es lief über die Moral. Wir haben uns das wirklich erarbeitet“, freute sich Christoph Nisius nach dem letzten Auswärtsspiel der Saison.

Im Angriff habe sein Team zudem „den nächsten Step“ gemacht. Konkret meint der B-Lizenzinhaber damit Fortschritte beim „taktischen Verständnis im Kleingruppenspiel“.

Buxtehude feierte zuletzt zwei Kantersiege - mit freundlicher Unterstützung aus der ersten Mannschaft

Das Remis in Wattenbek bewertete der Coach umso höher, als beim Gegner erneut Rückraumspielerin Britt Punzius auflief, die mit Zweitspielrecht beim MTV Heide in der 2. Bundesliga aktiv ist und dort in dieser Saison in 19 Spielen 74 Tore erzielte. „Als ich vor dem Spiel die Aufstellung gesehen habe, hätte ich ein Unentschieden sofort unterschrieben“, sagte Nisius.

Mit hochkarätigen Gegenspielerinnen muss Vechta auch rechnen, wenn es am Samstag gegen Buxtehude II geht. Das Juniorteam des Bundesligisten feierte zuletzt Kantersiege in Alstertal (54:35) und gegen Oldenburg II (41:25), jeweils mit freundlicher Unterstützung aus der ersten Mannschaft.

Vechtas Glück könnte sein, dass „Buxte“ nun einen beruhigenden Vorsprung auf die Abstiegsrunden-Plätze hat. Zudem spielt die Erste am Samstagabend selbst in Bensheim.

Dass Buxtehude auch ohne Verstärkung nicht zu unterschätzen ist, erfuhr SFN im Hinspiel, als es mit 21:36 (9:19) nach einer desolaten Leistung die bislang höchste Saisonniederlage gab. Beste Torschützinnen beim BSV sind Luisa Hinrichs (102 Tore) und Jasmina Rühl (80).

Bei Vechta sind bis auf die reisenden Müller-Schwestern Jane und Nele voraussichtlich alle an Bord. Nisius hofft, dass auch Klara Germann (nach Krankheit) und Leonie Schreiber, die in Wattenbek Probleme mit dem Blutzucker hatte, wieder mitwirken können.

Für Zuschauer gilt in der Halle West am Samstag die 3G-Regel. Die FFP2-Masken können am Sitzplatz abgenommen werden.

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