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Vechtas Handballerinnen reisen mit Wut im Bauch in den hohen Norden

Eine 500-km-Tour mitten in der Woche - der Nachholtermin für das Spiel in Wattenbek passt dem Drittligisten überhaupt nicht.

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Und jetzt rechts vorbei: Vechtas Linkshänderin Carla Clasen in Aktion. Foto: Schikora

Und jetzt rechts vorbei: Vechtas Linkshänderin Carla Clasen in Aktion. Foto: Schikora

Ist das noch Freizeitsport oder doch schon etwas mehr? In jedem Fall ist es eine weitere logistische Herausforderung für die Drittliga-Handballerinnen von SFN Vechta. Am Mittwoch (Anwurf: 20.00 Uhr) reisen die Vechtaerinnen zum Nachholspiel beim TSV Wattenbek.

Und „reisen“ darf man in diesem Fall wörtlich nehmen. Wattenbek liegt südlich von Kiel und 250 Kilometer von Vechta entfernt. Um 13.30 Uhr startet der Bus mit der Mannschaft am ZOB. Eine Tagestour mitten in der Woche, die für eine Amateurmannschaft viel Aufwand bedeutet. „Einige mussten sich wieder einen halben Tag Urlaub nehmen“, berichtet Trainer Christoph Nisius.

Er macht keinen Hehl daraus, dass er sich die 500-km-Tour an einem Werktag gerne erspart hätte. SFN hätte das ursprünglich für den vergangenen Samstag angesetzte Punktspiel am liebsten auf den 10. April (Sonntag) verlegt. „Das wäre ideal gewesen. Aber das hat Wattenbek nicht akzeptiert“, berichtet Nisius. Sein Verdacht ist, dass der Gegner aus Vechtas Personalproblemen sportlich Kapital schlagen will. Nisius gibt zu: „Wir fahren da schon mit einer Portion Wut im Bauch hin.“

Nächste Personalie geklärt: Auch Maylin Aumann bleibt im Kader

Immerhin hat sich die Personallage gegenüber dem Wochenende etwas entspannt. Die angeschlagenen Leistungsträgerinnen Tina Schwarz (Bizeps- und Schulterverletzung) und Svenja Ruhöfer (Oberschenkel) fahren nach Rücksprache mit den Medizinern und Physiotherapeuten mit nach Wattenbek. „Die Ärzte haben gesagt, wir können da nichts kaputtmachen“, berichtet Nisius. Dafür fällt jetzt Abwehrspezialistin Klara Germann krankheitsbedingt aus. Außerdem fehlen weiterhin die Schwestern Nele und Jane Müller – sie weilen in Südamerika.

Die am Fuß verletzte Kapitänin und Haupttorschützin Luca Vodde macht unterdessen Fortschritte. „Das hat sich gut entwickelt, aber für einen Einsatz ist es wohl noch zu früh“, sagt Christoph Nisius.

Mit Blick auf 2022/23 gab der Coach derweil eine weitere Personalie bekannt: Auch Maylin Aumann wird weiter für SFN spielen. Damit sind mit Ausnahme der Müllers und der beiden Torfrauen alle Personalien aus dem aktuellen Kader geklärt.

Für SFN ist es schon das letzte Auswärtsspiel der regulären Saison

Für Vechta ist die Partie in Wattenbek schon das letzte Auswärtsspiel der regulären Saison – danach folgen noch die drei schweren Heimspiele gegen Buxtehude II (Samstag, 17.30), Mönkeberg (Sonntag, 27. März) und Garrel (Samstag, 2. April).

Im Kampf gegen die drohende Abstiegsrunde (ab Platz sieben) wäre ein Sieg in Wattenbek Gold wert. „Wir wollen da was holen“, stellt Nisius dann auch klar. Allerdings tritt der Gegner mit dem Rückenwind von drei Siegen in Serie an – gegen Owschlag, Altenholz und in Mönkeberg setzte sich das Team um die Ex-Vechtaerinnen Mette Müller und Ute Zimmermann durch.

Hauptfaktoren im Wattenbeker Spiel sind Raphaela Steffek, die beim 29:28-Derbysieg in Mönkeberg 13 Feldtore erzielte, sowie Trainer-Tochter Maxie Bech. Letztere bereitete SFN schon beim 27:27 im Hinspiel Probleme, als Vechta in den letzten Minuten eine 26:23-Führung aus der Hand gab.

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