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Vechtas Handballerinnen: Keine Punkte und ein Verletzungsschock

Der Drittligist musste beim Spitzenreiter Henstedt-Ulzburg mit einem Mini-Kader antreten - und verlor dann auch noch seine wichtigste Spielerin.

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Sie übernahm Verantwortung: Ria Hacek war zusammen mit Nele Müller (je 7 Treffer) beste Torschützin für SFN. Foto: Gabi Müller

Sie übernahm Verantwortung: Ria Hacek war zusammen mit Nele Müller (je 7 Treffer) beste Torschützin für SFN. Foto: Gabi Müller

Als der Bus mit den Handballerinnen von SFN Vechta um halb eins in der Nacht zu Sonntag wieder in der Kreisstadt eintraf, herrschte gedrückte Stimmung an Bord. Aber das hatte weniger mit der erwartbaren 26:34 (13:20)-Niederlage beim Drittliga-Spitzenreiter SV Henstedt-Ulzburg zu tun als mit den Begleitumständen.

Denn neben dem Rückschlag im Abstiegskampf hatte das Team von Trainer Christoph Nisius auch eine Hiobsbotschaft im Gepäck. Luca Vodde, Kapitän und mit 114 Treffern in 18 Spielen beste Torschützin der Staffel A, war bereits in der 7. Minute der Partie mit dem Fuß umgeknickt und hatte sich eine Sprunggelenksverletzung zugezogen.

Eine Untersuchung am Montag soll Klarheit bringen. „Es besteht der Verdacht auf Bänderriss. Wir rechnen mit drei bis fünf Wochen Pause“, berichtete Trainer Nisius geknickt. Und schickte hinterher: „Wenn die beste Torschützin der Liga ausfällt, ist das ein herber Schlag. Das kann man nicht kompensieren. Luca ist eine Ausnahmespielerin in der 3. Liga.“ Im schlimmsten Fall fällt die 23-Jährige für alle restlichen vier Spiele der Hauptrunde aus.

"Wir haben uns teurer verkauft als andere Mannschaften, die hier deutlich höher verloren haben“SFN-Trainer Christoph Nisius

Die ohnehin angespannte Personallage verschärft sich damit dramatisch. Denn ab sofort sind auch Jane und Nele Müller aufgrund einer langfristig geplanten Südamerika-Reise für sechs Wochen raus. In Henstedt-Ulzburg fielen in Tina Schwarz (Entzündung im Bizeps des Wurfarms) und Svenja Ruhöfer (Oberschenkelverletzung) zwei weitere Leistungsträgerinnen komplett aus.

Die verbliebenen sieben Feldspielerinnen – Ria Hacek (27), Nele Müller (25) und ein Quintett mit einem Altersschnitt von 20,6 Jahren – machten ihre Sache gut. „Ich bin stolz auf das Team, auch auf die jungen Spielerinnen“, sagte Nisius und lobte vor allem die Außen Maylin Aumann und Leonie Schreiber.

„Der Gegner war überlegen, aber wir haben Moral bewiesen und 100 Prozent gegeben. Wir haben uns teurer verkauft als andere Mannschaften, die hier deutlich höher verloren haben“, so Nisius.

Dennoch stand SFN in der ersten Halbzeit ab dem 2:2 auf verlorenem Posten. In der Abwehr fehlten mit den verletzten Leistungsträgerinnen wichtige Stützen.

Am Samstag steht schon das letzte Auswärtsspiel der regulären Saison an

Zudem bekamen Vechtas Torfrauen keinen Zugriff auf die Partie. So lag Vechta zur Pause mit 13:20 deutlich zurück. „In der zweiten Halbzeit sind wir stabiler geworden“, berichtete Christoph Nisius.

Ein wichtiger Faktor war dabei auch Ria Hacek, die trotz einiger Fehler ein Klassespiel machte. „Ria hat über 60 Minuten alles gegeben und die Mannschaft auch aufgebaut, wenn die Köpfe runterzugehen drohten“, sagte Nisius.

Am Samstag steht SFN nun in Wattenbek das letzte Auswärtsspiel der regulären Saison bevor. Danach folgen noch drei Heimspiele.


SV Henstedt-Ulzburg  - SFN Vechta  34:26 (20:13)

  • Zuschauer: 159.
  • Vechta: Carolin Tiedeken, Rike Kühling – Ria Hacek (7), Nele Müller (7/3), Maylin Aumann (4), Leonie Schreiber (3), Klara Germann, Paula Clasen (je 2), Carla Clasen (1), Luca Vodde.
  • Beste Werferinnen Henstedt: Lina Röttger (9/5), Kristin Rakowski (8), Lara Haarbrücker, Jule Meisner (3).
  • Nächstes Spiel: 12. März (Samstag, 17.00 Uhr) in Wattenbek.

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