Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Vechtas Handballerinnen jubeln nach Auswärtscoup bei "LiT"

Obwohl gleich drei Leistungsträgerinnen fehlten, brachte SFN dem bisherigen Tabellendritten die erste Heimniederlage bei. Vechta zeigte eine Riesenmoral. Für zwei Spielerinnen gab es ein Sonderlob.

Artikel teilen:
Teamwork in der Offensive: Vechtas Tina Schwarz (links) bedient Kreisläuferin Paula Clasen. Foto: Gabi Müller

Teamwork in der Offensive: Vechtas Tina Schwarz (links) bedient Kreisläuferin Paula Clasen. Foto: Gabi Müller

Christoph Nisius klang angeschlagen – doch der Stolz in seiner Stimme war trotz unüberhörbarer Grippesymptome deutlich zu erkennen. „Wir waren hier nicht der Favorit, aber wir haben alles reingeworfen“, berichtete der Coach der Vechtaer Handballerinnen am späten Dienstagabend via Handy aus der Sporthalle Holzhausen II in Hille im Kreis Minden-Lübbecke. Und angesichts der widrigen Begleitumstände und unter dem Eindruck der 60 Minuten, die gerade hinter ihm lagen, stellte der Trainer des Drittligisten grundsätzlich fest: „Auf je mehr Widerstände wir treffen, desto besser spielt das Team.“

Nur drei Tage nach der Absage des Auswärtsspiels bei LiT Tribe 1912 traten SFN Vechtas Damen am Dienstag ohne ihre Leistungsträgerinnen Svenja Ruhöfer, Klara Germann und Ria Hacek zum Nachholtermin an – und doch lagen sich die Vechtaerinnen am Ende jubelnd in den Armen. Dank einer überragenden Abwehrleistung rangen sie den bisherigen Tabellendritten mit 25:23 (9:12) nieder und brachten LiT damit zum Rückrundenstart die erste Heimniederlage der Saison bei.

„Wenn man sieht, dass der Tabellenachte 9:9 Punkte hat, ist jeder Sieg wichtig“, sagte Nisius, dessen Team nach dem 40:29 im Hinspiel auch den direkten Vergleich gegen LiT gewann. Am Samstag (17.30 Uhr) erwartet SFN Vechta nun zum Jahresabschluss den SC Markranstädt.

„Auf je mehr Widerstände wir treffen, desto besser spielt das Team“SFN Vechtas Trainer Christoph Nisius

Vechta ließ in den ersten elf Minuten nur ein Gegentor zu, führte mit 2:0 und 3:1, fiel dann aber auf 4:5 und 7:10 zurück und ging mit einer 9:12-Hypothek in die zweite Halbzeit. „Wir haben den Gegner dominiert, aber hatten eine katastrophale Wurfausbeute“, berichtete Nisius.

Doch die von acht Fans begleiteten Vechtaerinnen zeigten eine Riesenmoral und machten aus einem 11:14 ein 15:14. Die nun etwas defensiver ausgerichtete 6-0-Abwehr stand gut. Auch Torfrau Ellen Loock zeigte wichtige Paraden. Edna Esteves, die erstmals etwas mehr Spielzeit bekam, machte in der Deckung ein Klassespiel. Und vorne übernahm vor allem Maya Janßen Verantwortung. Die Mitte-Spielerin stand 60 Minuten auf der Platte und war mit neun Toren beste Werferin ihres Teams.

Beim 15:15 (40.) glich LiT zum letzten Mal aus. In einer dramatischen Schlussphase machten Leonie Schreiber und Paula Clasen mit ihren Treffern zum 24:22 und 25:23 dann alles klar.


LiT Tribe - SFN Vechta  23:25 (12:9)

  • Zuschauer: 68.
  • SFN Vechta: Ellen Loock, Rike Kühling (für einen 7-m) – Maya Janßen (9), Tina Schwarz (4/4), Paula Clasen, Edna Esteves (je 3), Paula Zerhusen, Luca Vodde (je 2), Leonie Schreiber, Nele Wessels (je 1), Maylin Aumann, Marie Majewski, Carla Clasen.
  • Beste Werferinnen LiT Tribe: Miriam Bolduan, Xenia Hirt (je 5), Leonie Wöbking (4).
  • Nächstes Spiel: Samstag (10. Dezember, 17.30 Uhr) gegen SC  Markranstädt.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Vechtas Handballerinnen jubeln nach Auswärtscoup bei "LiT" - OM online