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Vechtas Handballerinnen im Reisestress: Erst nach Hamburg, dann nach Kiel

Nach drei Wochen ohne Punktspiel folgen jetzt zwei innerhalb von drei Tagen. Trainer Nisius mahnt unterdessen zur Bescheidenheit. Dabei fällt auch der Begriff "Fahrstuhlmannschaft".

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Absprung von außen: Vechtas Maike Deeben im letzten Punktspiel gegen Oldenburg II (28:29). Foto: Schikora

Absprung von außen: Vechtas Maike Deeben im letzten Punktspiel gegen Oldenburg II (28:29). Foto: Schikora

Drei Wochen lang durften sie kein einziges Spiel bestreiten – jetzt müssen sie innerhalb von drei Tagen gleich zweimal ran: Die Handballerinnen von SFN Vechta stehen in der 3. Liga, Gruppe A, vor einem ebenso anstrengenden wie richtungweisenden Auswärts-Doppelpack. Am Sonntag (17.00 Uhr) reist Vechta zum Tabellennachbarn SC Alstertal-Langenhorn in Hamburg. Am Dienstag (15. Februar, 20.00 Uhr) folgt dann das Nachholspiel beim Vorletzten TSV Altenholz bei Kiel.

Für Vechtas Trainer Christoph Nisius, der kurz vor Weihnachten die Nachfolge von Kai Freese antrat, ist die Partie in Alstertal nach zwei Corona-Absagen erst der zweite Pflichtspieleinsatz für SFN. Und es ist ein besonderer Einsatz für ihn. Den Alstertaler Trainer Olaf Schimpf, einst Coach des niederländischen Frauen-Nationalteams, nennt Nisius seinen „Förderer“. Und auch von den Spielerinnen kennt der Lübecker „die meisten“ aus seiner Zeit im Norden. Einige hat er bereits selbst trainiert. „Die Hälfte kommt aus der Bundesliga-A-Jugend des VfL Bad Schwartau“, sagt Nisius.

„Das ist eine Mannschaft, die an guten Tagen jeden schlagen kann, aber die auch Einbrüche hat, weil sie jung ist“, sagt der Coach. Bei Vechta ist Nele Müller fit von ihrer Afrika-Reise zurückgekehrt. Jane Müller (Rücken) und Luca Vodde (Oberschenkel) sind angeschlagen.

"Man darf ja nicht vergessen, wo man herkommt"SFN-Trainer Christoph Nisius

Im Hinspiel rettete Vechta unter Freese nach einem 21:23-Rückstand noch ein 23:23, was sich dennoch wie ein Punktverlust anfühlte. Nisius wehrt sich aber gegen den Eindruck, Vechta habe in vielen engen Spielen Punkte liegen lassen. „Ich bin froh, dass wir Spiele eng gestalten können“, sagt er: „Man darf ja nicht vergessen, wo man herkommt. Vechta war eine Fahrstuhlmannschaft. Der Sieg gegen Garrel war ein Ausreißer, den man ein- oder zweimal im Jahr erlebt“.

Auch die Gegenwart heißt Abstiegskampf. Ein Sieg in Hamburg wäre da Gold wert.

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