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Vechtas Handballerinnen erleben Zeitstrafen-Festival

Der Drittligist hat gegen den TSV Altenholz ein 23:23 (10:11) geholt. Dabei gab es für SFN acht Zwei-Minuten-Strafen und eine Rote Karte.

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Dynamisch und torgefährlich: Vechtas Kapitänin Luca Vodde (Mitte) im Spiel gegen Altenholz. Foto: Müller

Dynamisch und torgefährlich: Vechtas Kapitänin Luca Vodde (Mitte) im Spiel gegen Altenholz. Foto: Müller

Gewonnen hat zwar keiner, aber trotzdem strahlten beide Teams nach ihrem Duell in die Kamera. „Ein Punkt ist besser als kein Punkt!“, schrieben die Drittliga-Handballerinnen von SFN Vechta unter ihr Kabinenfoto, auf dem auch einige Spielerinnen ihre Fäuste ballten. Und auch der TSV Altenholz posierte in der Gästekabine, einige Frauen streckten der Kamera fünf Finger entgegen – in Anlehnung an die 5:1 Punkte, die sie nun auf dem Konto haben. Genau wie Vechta. Am Samstagabend trennten sich SFN und Altenholz vor 100 Zuschauern in der Halle West mit einem 23:23 (10:11).

Vechtas Trainer Kai Freese war mit der Vorstellung seines Teams im Großen und Ganzen einverstanden. Er haderte aber auch ein wenig mit dem Resultat. „So richtig bin ich da nicht mit zufrieden, weil wir es mal wieder selber in der Hand hatten“, sagte er. Damit spielte er auf die Schlussphase an, in der seine Mannschaft „klarste Chancen liegen lassen“ habe. SFN habe aber kämpferisch überzeugt und gegen einen „sehr starken Gegner“ eine tolle Moral gezeigt. Luca Vodde, Klara Germann und Carla Clasen attestierte Freese im Innenblock „sehr gute Leistungen“. Kapitänin Luca Vodde war mit acht Treffern auch Vechtas beste Torschützin – gemeinsam mit Tina Schwarz, die sechs Siebenmeter verwandelte.

Nach Vechtas 4:1-Start (6.) kam Altenholz wieder heran. Von da an konnte sich bis zum Schluss kein Team auf mehr als zwei Tore absetzen. Es war ein Hin und Her. Ab dem 8:9 (22.) hatte Vechta eine kleine Schwächephase. Gegen die 3-2-1-Abwehr von Altenholz fanden die Gastgeberinnen keine Mittel. Im Spiel mit sieben Feldspielerinnen erlaubten sie sich dann zu viele Fehler und ermöglichten den Gästen ein paar einfache Tore. Sehr lange hielt diese schlechtere Phase aber nicht an.

SFN Vechta gegen den TSV Altenholz. Fotos: Müller

In der zweiten Halbzeit war SFN wieder richtig gut im Spiel. Und es war sehr eng: 11:11, 12:12, 13:13, 14:14, 15:15 – in diesem Rhythmus ging es die ganze Zeit weiter. Zum Ende hin verpassten die Vechtaerinnen dann einige gute Gelegenheiten. Stattdessen glich der TSV aus. Die letzten Sekunden versuchte es SFN Vechta noch mal mit sieben Feldspielerinnen, blieb aber ohne Torerfolg.

Bemerkenswert: Es gab insgesamt 15 Zeitstrafen, davon acht für SFN. Klara Germann sah in der 46. Minute die Rote Karte. Freese berichtete, dass er und sein Trainerkollege Henning Berger nach dem Spiel noch lange mit den Schiedsrichtern diskutiert haben, weil sie keine Linie erkannt hätten. Sein sportliches Fazit: „Wir müssen noch an Details feilen, was unser Angriffsspiel angeht.“


Vechta - Altenholz 23:23 (10:11)

  • Zuschauer: 100.
  • Vechta: Aleksandra Sach, Carolin Tiedeken, Rike Kühling - Luca Vodde (8), Tina Schwarz (8/6), Jane Müller, Leonie Schreiber (je 2), Klara Germann, Svenja Ruhöfer, Ria Hacek (je 1), Nele Müller, Paula Clasen, Carla Clasen.
  • Beste Werferinnen Altenholz: Jill Sievert (8), Nina Lyke (5/2).
  • Nächstes Spiel: Samstag (25.09., 17.30 Uhr) in Schönkirchen.

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