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Vechtaer Talente schnuppern beim TVC Drittliga-Luft

Peter Gronotte und Paulus Götting stehen im Kader der Cloppenburger Handballer – und wollen vor allem lernen.

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Ein Vechtaer im TVC-Trikot: Peter Gronotte. Foto: Gronotte

Ein Vechtaer im TVC-Trikot: Peter Gronotte. Foto: Gronotte

Erholsame Ferien? Von wegen. Zumindest sportlich ist zurzeit harte Arbeit angesagt für Peter Gronotte und Paulus Götting. Die beiden 18-Jährigen aus Vechta stehen im Herren-Kader des TV Cloppenburg, der sich nach dem Aufstieg gerade mitten in der Vorbereitung auf seine erste Drittliga-Saison befindet. Für die beiden Vechtaer heißt das: fünf bis sechs Trainingseinheiten pro Woche, plus Testspiele.

Das Handballspielen lernten beide bei SFN Vechta. Rückraum-Mitte-Spieler Peter Gronotte (Jahrgang 2002) wechselte 2016 in der C-Jugend per Zweitspielrecht nach Cloppenburg. Seit dem vergangenen Jahr spielt er nur noch für den TVC. Torwart Paulus Götting (2001) schloss sich vor der vergangenen Saison dem TVC an, spielte zunächst in der A-Jugend und kam später auch in der zweiten Herren-Mannschaft (Regionsoberliga) zum Einsatz.

Jetzt stehen die beiden angehenden Abiturienten des Gymnasium Antonianum Vechta im Drittliga-Kader von Trainer Barna-Zsolt Akacsos – und blicken schon auf erste Einsätze in der Ersten zurück. Peter Gronotte, der hauptsächlich in der TVC-A-Jugend spielt, feierte im Dezember 2019 beim 37:25 gegen den SV Beckdorf sein Oberliga-Debüt und verwandelte dabei gleich einen Siebenmeter. Nervös sei er schon gewesen, gibt er zu. „Auf jeden Fall. Aber mit den vielen Zuschauern, das war auch echt klasse. Das ist schon was anderes“, sagt er. Und: „Bei den Herren wird viel schneller gespielt und auch ein bisschen härter.“

Dritter Torwart beim TVC: Paulus Götting. Foto: GronotteDritter Torwart beim TVC: Paulus Götting. Foto: Gronotte

Paulus Götting, der gerade übrigens den Poetry-Slam der Vechtaer Bierzeltreden gewann, erhielt in den ersten Testspielen in diesem Sommer ebenfalls Einsatzzeiten im Drittliga-Team. Beide betrachten ihre Rollen aber realistisch. „Es geht erst mal darum, ein Gefühl dafür zu bekommen. Das ist einfach was ganz anderes als A-Jugend“, sagt Paulus Götting, der als dritter Torwart hinter den erfahrenen Nils Buschmann und Hendrik Legler verpflichtet wurde. Er sagt: „Ich will vor allem viel lernen.“

Peter Gronotte wird neben seinem Engagement in der A-Jugend in der Ersten mittrainieren. Ob er auf der wichtigen Aufbauposition auch Einsatzzeiten bekommen wird, weiß er noch nicht. Fit ist er wieder. Seinen Mittelfußbruch, der ihn im Winter zu einer dreimonatigen Pause zwang, hat er auskuriert. Zeit dafür hatte er genug. „Gerade als ich wieder spielen konnte, kam der Lockdown. Ich habe insgesamt sechs Monate kein Handball gespielt“, sagt er.

Vor allem in der Abwehr und im Stellungsspiel müsse er sich noch verbessern, findet Peter Gronotte. „Und ich muss stärker den Weg zum Tor suchen.“ Dass er es einmal in die 1. oder 2. Liga schaffen könnte, glaubt er derzeit nicht. „Aber ich fände es cool, neben dem Studium relativ hoch zu spielen, Oberliga oder 3. Liga. Das fände ich richtig gut“, sagt er.

Für das Wochenende 3./4. Oktober ist der Saisonstart in der 3. Liga geplant. Vorher steht noch die Oberliga-Relegation mit der A-Jugend an. Klingt so, als ginge der Stress weiter. Auch nach den Sommerferien.

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