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Vechtaer Brückenlauf: Starke Zeiten und eine faire Aktion

232 Läufer gingen an den Start, fast so viele wie im Vorjahr. Lob gab es vor allem für eine Sache.

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Gut gelaunt die Brücke hinauf: Eine Szene vom "2. Moin Vechta Brückenlauf". Foto: Schikora

Gut gelaunt die Brücke hinauf: Eine Szene vom "2. Moin Vechta Brückenlauf". Foto: Schikora

Kurz vor dem Start des Hauptlaufs wanderten die Blicke der Aktiven und Organisatoren noch einmal kurz prüfend Richtung Himmel. Doch alle Sorgen, so es sie denn gab, lösten sich in Luft auf. Die dunklen Wolken zogen vorbei, und so konnte auch der letzte und sportlich wichtigste Akt des „2. Moin Vechta Brückenlaufs“ trocken und reibungslos über die Bühne gehen – oder besser gesagt: über die Brücke. Denn das stadtbildprägende Bauwerk am Bahnhof ist nicht nur der Namensgeber des Events, sondern auch sein Mittelpunkt und das Haupthindernis für die Läufer.

Zum zweiten Mal nach 2021 richteten der Stadtmarketingverein „Moin Vechta“ und die Leichtathleten von SFN Vechta den Lauf aus – ein Wagnis in diesen Zeiten, da viele Veranstalter sinkende Teilnehmerzahlen beklagen. „Vor diesem Hintergrund sind wir sehr zufrieden“, sagte Organisator Gerd Seelhorst angesichts der Resonanz am Samstag. Mit 232 ausgegebenen Startnummern bewegte sich die Zahl der Aktiven nur minimal unter dem Vorjahresniveau (243).

„Vom Verlauf und dem Drumherum sind wir wirklich begeistert, auch die Rückmeldungen der Läufer waren sehr positiv“, sagte Gerd Seelhorst. Lediglich im Start-/Zielbereich beim Pferd hätte man sich etwas mehr Trubel gewünscht: „In der Stadt haben wir das Publikum ein bisschen vermisst“, gab er zu.

Vorne landeten die üblichen Verdächtigen

Der Brückenlauf bildete den Auftakt der neuen Saison im Volksbanken-Laufcup. Und hier setzten sich gleich die üblichen Verdächtigen wieder an die Spitze. Der Lohner Andreas Bröring gewann den 11,6-km-Hauptlauf mit großem Vorsprung in 42:08 min. Ohne seinen Konkurrenten und Vorjahressieger Viktor Kuk (Zeit 2021: 40:03 min) kam er jedoch nicht ganz an seine Vorjahreszeit (40:42 min) heran.

Richtig schnell war auch wieder der Vechtaer Lars Ulbrich unterwegs, der den 6-km-Jedermannlauf in 22:16 min gewann und damit noch schneller war als Premierensieger Elmar Remus (Bramsche) vor einem Jahr (22:36 min). „Das ist schon eine super Zeit“, urteilte Gerd Seelhorst.

Ähnlich ordnete der Leiter der SFN-Leichtathletik-Abteilung die Leistungen im Schülerlauf über 2,8 Kilometer ein. Der Lohner Ben Hennig siegte hier in 10:21 min vor Hinrich Frilling (Vechta/11:08) und Frederik Vahrmann (Goldenstedt/11:39). „Das sind Bombenzeiten“, fand Gerd Seelhorst. Auch bei den Mädchen waren Sarah Renze (Bersenbrück/ 12:29) und Luca Hennig (Lohne/ 12:37) schnell unterwegs.

Mit einer fairen Aktion sorgte derweil Stefan Fangmann für Gesprächsstoff. Der Lohner, der eigentlich beide Läufe absolvieren wollte, brach seinen Hauptlauf ab, um einer dehydrierten Läuferin zu helfen.

Die Premiere des neuen Transpondersystems verlief weitgehend reibungslos. „Das Handling ist um ein Vielfaches einfacher“, berichtete Gerd Seelhorst. Nur im Kinderlauf gab es Probleme, weil einige Kinder im Ziel stehen blieben – damit kam das System nicht klar.

Viel Lob gab es für die Strecke. „Sie ist einfach sehr abwechslungsreich“, findet Seelhorst. Er freut sich jetzt schon auf den 9. September 2023 – dann findet der 3. Brückenlauf statt.

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