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Vechta startet mit bitterer Niederlage

Die SFN-Handballerinnen haben nach einer 23:17-Führung noch mit 28:30 beim Aufsteiger PSV Recklinghausen verloren.

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Blick zum Kreis: Vechtas Neuzugang Patricia Akalovic (Nr. 27) sucht ihre Mitspielerin Svenja Ruhöfer (links). Foto: Müller

Blick zum Kreis: Vechtas Neuzugang Patricia Akalovic (Nr. 27) sucht ihre Mitspielerin Svenja Ruhöfer (links). Foto: Müller

Hoch geführt – und am Ende doch verloren: SFN Vechtas Handballerinnen haben den Saisonstart in der 3. Liga Nord-West in den Sand gesetzt. Nach einem Einbruch in der zweiten Halbzeit unterlag das Team von Trainer Kai Freese beim Aufsteiger PSV Recklinghausen mit 28:30 (16:14). Kurz nach der Pause hatten die Gäste noch mit 23:17 (40.) in Führung gelegen.

„Ich bin natürlich sehr enttäuscht. Heute hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die cleverere“, ärgerte sich Kai Freese: „Recklinghausen war spielerisch unterlegen, aber stark im Spiel eins-gegen-eins.“ Sein Fazit: „Wir haben das Spiel in der Abwehr verloren. Wenn man auswärts 28 Tore wirft, sollte das eigentlich für den Sieg reichen. Aber wir haben 30 gekriegt – da gewinnst du kein Spiel mit.“

Trotz Corona durften in der Sporthalle der Gesamtschule Nord in Recklinghausen insgesamt 85 Zuschauer auf der Tribüne Platz nehmen – darunter fünf aus Vechta. Trotz dieses Ungleichgewichts erwischte Vechta einen guten Start und führte mit 4:1, 8:4 und 10:7. Doch schon jetzt zeichnete sich ab, dass Vechtas Abwehr vor allem mit der zweikampfstarken Linkshänderin Lara Janz Probleme hatte. „Wir haben nicht gut verteidigt und zu viele Fehler auf den Halbpositionen gemacht“, berichtete Kai Freese.

„Es war sehr laut in der Halle. Von dieser Hektik haben wir uns anstecken lassen.“SFN-Trainer Kai Freese

Aus einem 12:14-Rückstand machte Vechta mit einer 7:0-Serie eine 19:14-Führung. Beim 22:16 schien SFN die Partie dann im Griff zu haben. Doch dann riss der Faden, was laut Freese auch mit Nervosität zu tun hatte. „Es war sehr laut in der Halle. Von dieser Hektik haben wir uns anstecken lassen“, berichtete Freese: „Aber wir haben eine junge Truppe. Da fehlte uns ein bisschen die Führungsfigur, die auch mal das Tempo rausnimmt.“

Erschwerend hinzu kam, dass Nele Müller ab der 50. Minute mit einer Handverletzung ausschied. Tina Schwarz konnte aufgrund einer Entzündung am Fuß überhaupt nicht mitwirken.

So glich Recklinghausen beim 25:25 (49.) erstmals wieder aus und erzwang dann mit drei Toren in Serie zum 29:26 (59.) die Vorentscheidung – den dritten Treffer erzielte Lara Janz dabei sogar in Unterzahl.

Kurios: Schon vor knapp drei Jahren, am 25. November 2017, hatte Vechta in Recklinghausen hoch geführt – damals sogar mit 24:15 – und sich am Ende mit einem 30:30 begnügen müssen. „Das scheint für uns kein gutes Pflaster zu sein“, sagte Freese. Und richtete den Blick zugleich nach vorne. „Es ist noch nichts passiert. Und am Anfang der Saison gibt es immer komische Ergebnisse. Jetzt heißt es, Kopf hoch und vollen Fokus auf Oldenburg.“ Die VfL-Bundesliga-Reserve ist am Samstag Gast bei Vechtas Heimpremiere.


Recklinghausen - Vechta 30:28 (14:16)

  • Vechta: Carolin Tiedeken, Neza Curk – Luca Vodde (9), Lisa Noack (6), Svenja Ruhöfer (4/2), Jane Müller, Klara Germann, Patricia Akalovic (je 2), Birte Kierat, Nele Müller, Ria Hacek (je 1); nicht eingesetzt: Tina Schwarz.
  • Tore Recklinghausen: Lara Janz (11), Viola Klüsener (6/5), Leonie Schmidhuber (4), Malin Benthaus, Zoe Stens (je 3), Stella Krüger, Lina Hovenjürgen, Annika Fricke (je 1).
  • Zuschauer: 85.
  • Siebenmeter: Recklinghausen 5/6 – Vechta 2/3.
  • Zeitstrafen: Recklinghausen 4 – Vechta 3.
  • Nächstes Spiel: Samstag (24. Oktober, 17.30 Uhr) gegen VfL Oldenburg II.

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