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VEC-Sportler freuen sich auf Göttingen

Kathi Stark, Lera Miller und Jannes Wilkens starten an diesem Wochenende bei der Landesmeisterschaft. Viktor Kuk musste seine Teilnahme dagegen absagen.

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Die schnellste Frau aus dem Kreis Vechta: Katharina Stark (links) aus Lohne startet in Göttingen über 5000 Meter. Foto: Ralf Görlitz

Die schnellste Frau aus dem Kreis Vechta: Katharina Stark (links) aus Lohne startet in Göttingen über 5000 Meter. Foto: Ralf Görlitz

An diesem Wochenende finden in Göttingen die Leichtathletik-Landesmeisterschaften statt – coronabedingt in diesem Jahr erst nach der Deutschen Meisterschaft. Auch vier Aktive aus dem Kreis Vechta haben sich für die Titelkämpfe qualifiziert. Antreten werden allerdings nur drei von ihnen.

Viktor Kuk
2021 ist bislang ein Seuchenjahr für den Top-Läufer aus dem Kreis Vechta. Geschwächt durch die Folgen einer Wurzelbehandlung stieg der Dammer, der für die LG Braunschweig startet, bei seinen einzigen beiden Rennen in Karlsruhe und Mainz vorzeitig aus und verpasste so auch die Deutsche Meisterschaft in Braunschweig. Jetzt ereilte ihn der nächste Rückschlag: Aufgrund einer im Training erlittenen Wadenverletzung muss der 31-Jährige seinen geplanten Doppelstart über 800 und 1500 Meter bei der Landesmeisterschaft in Göttingen absagen. „Es macht keinen Sinn. Ich kann im Moment nur Radfahren. Ich muss das erst mal komplett auskurieren“, sagt der Dammer, der in Vechta lebt. Dabei hatte er sich für Göttingen so viel vorgenommen: „Eigentlich wollte ich beide Strecken gewinnen.“ Jetzt hofft er, am 3. Juli bei der Landesmeisterschaft über 3 x 1000 Meter in Papenburg wieder starten zu können. Und danach? „Ich wollte dieses Jahr schon noch mal ordentlich rennen und meine Bestzeiten drücken“, sagt er. Derzeit liegen seine Bestzeiten über 800 Meter bei 1:49,40 min und über 1500 Meter bei 3:44,36 min.

Katharina Stark
Die Lohnerin, die für den VfL Wolfsburg läuft, geht über 5000 Meter an den Start und reist als amtierende Vizemeisterin nach Göttingen. In diesem Jahr ist sie mit der drittschnellsten Zeit gemeldet (17:38,70) – von 14 gemeldeten Läuferinnen. Platz eins scheint an Kristina Hendel vergeben (Meldezeit: 16:06,66). „Wenn ich den dritten Platz halten würde, wäre das aber schon der 'Best Case'“, sagt Kathi Stark. Vorjahressiegerin Svenja Pingpank (Hannover/Bestzeit: 16:08,47 min) hat nicht gemeldet. Kathi Starks Bestzeit aus dem Jahr 2019 liegt bei 16:53 Minuten. „Aber ich bin nicht ganz so schnell wie 2019“, sagt sie: „Die Vorbereitung im Winter war nicht optimal. Die Schnelligkeit holt man sich auch im Kraftraum und auf der Indoorbahn, aber da durften ja nur die Kaderathleten rein.“ Für Göttingen kündigt sie an: „Ich werde auf jeden Fall taktisch laufen und versuchen, mich hinten reinzuhängen.“ Für die 29-Jährige ist die Landesmeisterschaft ohnehin nur eine „Zwischenstation“. Ihr Hauptziel für dieses Jahr ist der Marathon im Herbst – wahrscheinlich in Berlin

Lauftalent aus Lutten: Lera Miller ist erst 14. Foto: PavlenkoLauftalent aus Lutten: Lera Miller ist erst 14. Foto: Pavlenko

Lera Miller
Lera Miller aus Lutten ist mit 14 Jahren die jüngste VEC-Starterin in Göttingen. Die Achtklässlerin des Gymnasium Antonianum in Vechta tritt über 800 und 2000 Meter an – das 800-m-Rennen war bereits für Freitagabend angesetzt, die 2000 Meter folgen am Samstag. Lera Miller, die seit Oktober 2020 beim VfL Löningen trainiert, reist mit reichlich Rückenwind nach Göttingen, wo sie von ihren Eltern Olga und Vitaly sowie ihrem Löninger Trainer Armin Beyer unterstützt wird. Über 2000 m steigerte sie ihre Bestzeit Ende Mai in Melle auf 6:51,77 Minuten, womit sie die Meldeliste anführt. Über 800 Meter steigerte sie sich in diesem Monat gleich zweimal: erst in Löningen auf 2:24,4 min und dann am vergangenen Samstag in Dortmund auf 2:21,54 min. In Göttingen läuft die 14-Jährige ihre erste große Meisterschaft. Dennoch hat sie sich einiges vorgenommen: Sie will in beiden Rennen um den Sieg mitlaufen. Olga Miller sieht ihre Tochter dabei auf den 2000 Metern noch einen Tick stärker: „Sie ist eher die Langstrecklerin“, sagt sie.

Jannes Wilkens
Der Dammer in Diensten von Werder Bremen ist der beste Dreispringer aus dem Kreis Vechta. Und er reist in Top-Form nach Göttingen. Seine alte Bestweite von 13,71 Metern aus dem Januar 2020 verbesserte der 28-Jährige in den letzten Wochen gleich zweimal. Im Mai sprang er bei einem von Werder organisierten Trainingswettkampf 13,90 m. Am vergangenen Wochenende legte er dann in Bremen-Arsten 14,19 m nach. „Das war schon ziemlich cool. Endlich die magische 14-Meter-Marke geknackt“, freute sich der Dammer, der mittlerweile in Bremen wohnt und bei der Firma Actega DS als Ingenieur arbeitet. 14,19 m – damit belegt er in der deutschen Jahresbestenliste Platz 20.

Dabei hat auch Jannes Wilkens während Corona gelitten. Da er keinem Kader angehört, konnte er nicht auf offiziellen Anlagen trainieren. „Im Winter haben wir unser Sprungtraining auf dem Bürgersteig gemacht. Unter einer Autobahnbrücke, da war es gut ausgeleuchtet“, erzählt er. Seit dem Frühjahr kann er nun wieder auf Platz elf am Weserstadion trainieren. Mit Blick auf die Landesmeisterschaft sagt er: „Eine Medaille wäre schon cool, aber in erster Linie möchte ich die 14 Meter bestätigen.“ Langfristig hofft der 28-Jährige, irgendwann mal die Norm für eine Deutsche Meisterschaft zu schaffen. Zuletzt lag diese bei 14,80 m. Zudem freut sich Jannes Wilkens schon auf den 11. September. Dann finden die Norddeutschen Meisterschaften statt – quasi vor der Haustür in Bremen.

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