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VEC-Fußball: Die fünfte Auswechslung kommt

Nach dem unbefristeten Beschluss der Profi-Ligen will Vechtas Fußballkreis nachziehen. Das Ganze soll auf dem Kreistag beschlossen werden.

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Zeit für eine Auswechslung? Im Landesliga-Derby zwischen Falke Steinfeld und dem TV Dinklage wird hier im November 2021 ein Dinklager behandelt. Foto: Schikora

Zeit für eine Auswechslung? Im Landesliga-Derby zwischen Falke Steinfeld und dem TV Dinklage wird hier im November 2021 ein Dinklager behandelt. Foto: Schikora

Vor etwas mehr als zwei Jahren kam es im Profifußball zu einer gravierenden Änderung: Kurz vor dem Re-Start, mit dem die Bundesliga am 16. Mai 2020 weltweit aus dem Corona-Shutdown hervorpreschte, wurde tatsächlich am Regelwerk gerüttelt. Um die Gesundheit der Spieler zu schützen, erhöhte man die Anzahl der erlaubten Auswechslungen von drei auf fünf. Im Spiel haben die Teams seitdem drei Gelegenheiten, ihre Wechsel vorzunehmen – hinzu kommt die Option der Halbzeitpause. Jetzt steht fest: Was als temporäre Regel gedacht war, wird nun zur Dauerlösung. Das wird sich jetzt auch auf den Amateurfußball auswirken, wie OM-Medien-Recherchen zeigen.

Am Montag wurde auf der 136. jährlichen Generalversammlung des International Football Association Boards – so heißt das für die Fußballregeln zuständige internationale Gremium – in Doha beschlossen, dass die Regelung mit fünf Auswechslungen ab sofort unbefristet gilt. Als Grund dafür wurde die positive Rückmeldung aus den Vereinen und nationalen Verbänden angegeben. Im Zuge dessen können Teams auch mit größerem Kader in eine Partie gehen, statt maximal zwölf sind künftig bis zu 15 Einwechselspieler auf dem Spielbericht möglich.

Mehr Wechseloptionen – das wünschen sich auch einige Vereine im heimischen Seniorenbereich. Vorstandsmitglied Siegfried Lammers bestätigt, dass es im NFV-Kreis Vechta schon konkrete Pläne dazu gibt, die Zahl der erlaubten Auswechslungen bereits zur kommenden Saison 2022/23 von vier auf fünf zu erhöhen. „Wir denken darüber nach, das analog zu den großen Ligen zu machen“, sagt er und berichtet: „Uns liegt dazu auch schon ein Antrag eines Vereins vor, sodass wir das Thema ohnehin auf dem Kreistag behandeln werden. Im Spielausschuss haben wir darüber schon gesprochen und uns einstimmig dafür ausgesprochen.“ Der Kreistag findet am 16. Juli (Samstag, ab 10.00 Uhr) im Festzelt auf dem Gelände des SV Kroge-Ehrendorf statt.

Varenesch stößt mit Antrag beim NFV-Kreis auf offene Ohren

Der vorliegende Antrag stammt vom 1. FC Varenesch, dessen Fußballobmann Jan-Bernd Hohnhorst zur Begründung sagt: „Wenn sie das jetzt für alle beschließen, warum soll der Amateursport dann schlechter gestellt werden als der Profisport?“ Durch seine Schiedsrichterpraxis habe er außerdem erfahren, dass viele Mannschaften diesen Schritt gutheißen würden. Hohnhorst verweist auch darauf, dass bei den Amateuren in der Vor-Corona-Zeit auch eine Auswechslung mehr als bei den Profis erlaubt gewesen sei, „das hat sich jetzt durch Corona verschoben“.

Siegfried Lammers, der zugleich im Bezirksspielausschuss sitzt, berichtet unterdessen, dass der Niedersächsische Fußballverband auch für die Oberliga künftig mit fünf Auswechslungen plane. Daran würde man sich dann auch in der Landesliga Weser-Ems sowie in der OM-Bezirksliga orientieren. Lammers erklärt dazu: „Es macht eigentlich keinen Sinn, wenn es dann in den oberen Ligen fünf Auswechslungen gibt und in den unteren vier.“ Der NFV-Kreis Vechta hätte aber auch ohne die Anpassungen auf Bezirks- oder Landesebene schon die Befugnis, die Zahl der erlaubten Auswechslungen eigenmächtig von vier auf fünf anzuheben.

Dementsprechend gibt es in ganz Deutschland unterschiedliche Regelungen, was Auswechslungen betrifft. Das bestätigt allein ein Blick in den Nachbarkreis Cloppenburg, wo in allen Staffeln auf Kreisebene bis zu drei Spieler ein- und ausgewechselt werden dürfen. Dabei können Ausgewechselte auch wieder eingewechselt werden.

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