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TVD unter Erfolgsdruck, Falke beflügelt

Das Dinklager Jahnstadion ist am Sonntag Schauplatz für das zweite VEC-Landesliga-Derby. Dinklages Coach Stefan Arlinghaus fordert „eine Reaktion auf den letzten Auftritt“.

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Ein Fixpunkt im TVD-System: Markus Espelage (rechts). Foto: Schikora

Ein Fixpunkt im TVD-System: Markus Espelage (rechts). Foto: Schikora

Artur Zimmermann ist ein wenig verwundert, das gibt er offen zu. „Wenn mir vor dieser Saison jemand gesagt hätte, dass wir am dritten Spieltag mit vier Punkten Vorsprung auf den TVD zum Derby nach Dinklage fahren – ich hätte es nicht geglaubt“, erklärt der Coach des Fußball-Landesligisten Falke Steinfeld. Die Realität sieht aber so aus: Falke, in der Vorsaison zumeist ein Punktelieferant, ist sehr ordentlich in die zweite Landesliga-Serie gestartet. Nach dem 3:3 bei Union Lohne und dem 3:2-Sieg gegen Schüttorf reisen die Steinfelder selbstbewusst nach Dinklage, wo am Sonntag (15.00 Uhr) das zweite VEC-Derby der noch jungen Saison steigt. Und der TVD? Nach dem 1:3 gegen Mühlen und dem 1:3 in Voxtrup ist ein gewisser Erfolgsdruck nicht von der Hand zu weisen.

„Die Jungs wissen, dass es eine Reaktion auf den letzten Auftritt geben muss“, sagt Dinklages Coach Stefan Arlinghaus mit Blick auf die ernüchternde Niederlage in Voxtrup. Der TVD ließ am vergangenen Sonntag fast alles vermissen und leistete sich diverse individuelle Fehler. „Der Auftritt war nicht besonders gut“, gibt Arlinghaus zu.

Was in der frühen Phase der Saison auffällt: In drei von vier Pflichtspielen kassierte Dinklage drei Gegentore. Beim 9:3 im Pokal in Brockdorf war das kein Problem, im Liga-Alltag schon. Lediglich beim 6:0 in Goldenstedt brannte hinten nichts an. Coach Arlinghaus sagt dazu: „Mit unserem Pressing, das wir vorne machen, bieten wir natürlich Räume an. Das Risiko nehmen wir mit unserer Spielweise ja in Kauf. Es dürfen dann nur keine individuellen Fehler passieren.“

Per Kopf geklärt: Steinfelds Lukas Themann (links). Foto: WenzelPer Kopf geklärt: Steinfelds Lukas Themann (links). Foto: Wenzel

Der TVD sucht auch noch eine gewisse Konstanz in der Aufstellung. Beispiel Viererkette: Markus Espelage und Arne Blömer sind zwar innen fix, außen hatten sie allerdings in den beiden Liga-Spielen vier verschiedene Mitstreiter. Beispiel Doppel-Sechs: Philipp Wendeln hatte im Zentrum schon drei unterschiedliche Nebenleute. Logisch, dass es da insgesamt noch an der Abstimmung hapert. Die Personallage vor dem Duell mit Falke, das es in der Vorsaison erst wetter- und dann coronabedingt gar nicht gab, bezeichnete Arlinghaus als „leicht angespannt“, schickte aber sofort hinterher: „Wir werden eine gute Truppe auf dem Feld haben.“

Sein Amtskollege Artur Zimmermann ist auch nicht ganz sorgenfrei. Der junge Offensivspieler Georges Baya Baya hat sich gegen Schüttorf eine Zerrung zugezogen und dürfte am Sonntag ausfallen. Noch viel schlimmer hat's Keeper Lukas Otto erwischt. Beim Neuzugang aus Diepholz besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss, für Dienstag ist eine MRT-Untersuchung geplant. „Das wäre natürlich sehr bitter für ihn und uns“, erklärte Zimmermann. Als Vertreter stehen Sebastian Deike und der letztjährige Stammkeeper Constantin Nieberding bereit. Und dann wäre da noch das Fragezeichen hinter Maxim Repinetchii. Sein Knie ist angeschwollen, der erfahrene Antreiber konnte am Dienstag und Mittwoch nicht trainieren. „Ich hoffe, dass es am Sonntag bei ihm geht“, so Zimmermann.

Paul Kosenkow ist dagegen fit wie eh und je. Der 36 Jahre alte Flügelflitzer glänzte in Lohne und gegen Schüttorf mit einem Doppelpack. „Er ist richtig gut drauf“, freut sich Zimmermann. Klappt's nun in Dinklage mit dem 100. Liga-Tor im Falke-Trikot?

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