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TVD peilt nächsten "großen Schritt an"

In der Fußball-Landesliga erwartet Dinklage den VfR Voxtrup. Georges Baya Baya von Falke Steinfeld zeigt sich vor dem Melle-Spiel derweil selbstkritisch. Oythe und Mühlen müssen auswärts ran.

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Meisterrunde fest im Visier: Dinklages Trainer Stefan Arlinghaus. Foto: Schikora

Meisterrunde fest im Visier: Dinklages Trainer Stefan Arlinghaus. Foto: Schikora

Sonntag, 14.00 Uhr: TV Dinklage - VfR Voxtrup

Der Vorsprung ist nicht gerade üppig. Zwei Punkte sind's, um genau zu sein. Aber dieses Mini-Polster auf Rang fünf ist unbestritten eine prächtige Ausgangslage für den Endspurt um einen Top-4-Platz – und es bestärkt die Fußballer des TV Dinklage im Glauben, die Qualifikation für die Meisterrunde in der Fußball-Landesliga Weser-Ems schaffen zu können.

Im Wettrennen um den vorzeitigen Klassenerhalt und eine entspannte Fortsetzung der Saison im Frühjahr strebt der TVD (3.) den nächsten Big-Point-Sieg an. Dinklage erwartet am Sonntag um 14.00 Uhr den Verfolger VfR Voxtrup (6.) im Jahnstadion. Den aktuellen Vorsprung von drei Punkten würde Dinklage gerne verdoppeln. „Das wäre ein großer Schritt“, sagt TVD-Trainer Stefan Arlinghaus.

Er würde am Sonntag auch gerne das Hinspiel ausradieren, denn das wurmt ihn noch immer. Das 2:3 in Voxtrup Ende August sei „extrem ärgerlich“ gewesen, erinnert sich Arlinghaus, „das Spiel hätten wir niemals verlieren dürfen“. Es war damals Dinklages erste Saisonniederlage – und die erste von drei Nullrunden in Serie. Logisch, dass der TVD nun beim Wiedersehen mit Voxtrup, Melle und Holthausen besser abschneiden will. „Aber erst mal zählt nur Voxtrup“, sagt Arlinghaus – wohl wissend um die Tatsache, dass seinem Team mit Schüttorf, Bad Rothenfelde und Voxtrup gleich drei Verfolger im Nacken sitzen, und auch GW Mühlen ist nicht weit weg.

Da beim jüngsten 1:1 beim VfL Oythe der eine oder andere TVD-Akteur nicht mehr ganz so frisch wirkte, hat Arlinghaus in dieser Woche die Anzahl der Trainingseinheiten von drei auf zwei gesenkt. Eine Dosierung, um am Sonntag wieder Vollgas geben zu können. Offensivspieler Thomas Wulfing, der sich im Abschlusstraining für das Derby in Oythe am Fuß verletzt hatte, wird wohl auch gegen Voxtrup nicht spielen können. „Es ist zwar nichts gebrochen, aber wir wollen kein Risiko eingehen. Und ‚Espe‘ ist ja wieder dabei“, erklärt Arlinghaus. Gemeint ist Steffen Espelage, der seine Rotsperre (vier Spiele) abgesessen hat.

Samstag, 14.00 Uhr: Falke Steinfeld - SC Melle

Elf Einsätze, 917 Spielminuten und sechs Tore: Georges Baya Baya gehört zu den Dauerbrennern beim Fußball-Landesligisten Falke Steinfeld. Nur Andreas Zimmermann, Jan Schockemöhle und Joshua Heyer haben mehr Spielzeit. Am Samstag könnten gegen den SC Melle ab 14.00 Uhr weitere Minuten dazukommen. Der 20-Jährige ist angekommen – aber längst nicht zufrieden.

Ehrgeiziger Spieler: Georges Baya Baya. Foto: WenzelEhrgeiziger Spieler: Georges Baya Baya. Foto: Wenzel

Er will noch mehr fürs Team arbeiten, weniger hektisch spielen und vorne Bälle festmachen, um die Defensive zu entlasten. Aber vor allem will Baya Baya, der in der Offensive flexibel einsetzbar ist, natürlich eines: mehr Tore. „Mein Saisonziel sind 15“, sagt der Deutsch-Kameruner.

Um das zu erreichen, muss Falke vorne noch zwingender werden. Steinfeld, seit drei Spielen ohne Sieg, hat Probleme, im letzten Drittel für Furore zu sorgen. „Wir wurden nicht wirklich gefährlich“, ärgerte sich Trainer Artur Zimmermann zuletzt nach dem 0:1 gegen den VfR Voxtrup. Und auch Baya Baya sagt: „Uns fehlt vorne ein bisschen die Kreativität. Da müssen wir besser werden und da nehme ich mich natürlich auch in die Pflicht.“

Eigentlich wollten die Steinfelder bereits in der vergangenen Woche zeigen, dass sie aus ihren Fehlern gelernt haben. Die Partie beim SV Holthausen/Biene wurde allerdings kurzfristig wegen schlechter Platzverhältnisse abgesagt. Jetzt reist mit Melle ein echtes Schwergewicht in den Südkreis: Das Team aus dem Kreis Osnabrück holte bisher 2,33 Punkte im Schnitt und steht auf Platz 1. Neun Siege aus zwölf Spielen und nur sieben Gegentore: eine starke Quote. Im Hinspiel gab's ein 0:5 aus Steinfelder Sicht. „Die erste halbe Stunde war gut, danach sind wir eingebrochen“, blickt Baya Baa zurück.

Das soll in Steinfeld nicht passieren: „Wir müssen unseren Heimvorteil ausnutzen. Wir haben einen größeren Platz als die Meller. Das wird für die erst mal ungewohnt sein“, sagt Baya Baya. Dennoch wird's nicht leicht für die Falken – doch Baya Baya will weiter treffen. Trainer Artur Zimmermann hätte sicher nichts dagegen.

Sonntag, 14.00 Uhr: SV Bad Rothenfelde - GW Mühlen 

Es ist wie verhext und passend zu Halloween fast schon gruselig: Wenn Landesligist GW Mühlen am Vor-Wochenende gewinnt, gibt's danach keinen Dreier. Das wollte der Fußball-Gott bisher so. Aber Trainer Andreas Hinrichs und die Mühlener Mannschaft haben da keine Lust mehr drauf. Gegen Union Lohne gab's vergangene Woche einen 3:0-Sieg. „Und den wollen wir jetzt bestätigen“, sagt Hinrichs vor der Partie beim SV Bad Rothenfelde (14.00 Uhr).

„Wir haben mit ihnen noch eine Rechnung offen“, sagt Hinrichs und verweist auf das Hinspiel. Damals gewann Bad Rothenfelde in Mühlen durch einen Last-Minute-Treffer mit 3:2 – es war ihr erster und bisher einziger Auswärtssieg. Daheim dagegen sind die Bad Rothenfelder eine Macht: 13 der 18 Saisonpunkte wurden auf eigenem Platz geholt. Auf Mühlen wartet also eine schwere Aufgabe. Doch eine starke Trainingswoche und die gute Stimmung im Team stimmen Hinrichs positiv. „Es ist ein Sechs-Punkte-Spiel. Wenn wir gewinnen, ziehen wir vorbei. Wenn wir verlieren, werden wir sie nie wieder sehen“, sagt er und betont, das Spiel „in die eigene Hand nehmen“ zu wollen.

Personell muss Mühlen am Wochenende neben den Langzeitverletzten ohne Andre Balster (Zehbruch), Felix Klaphake (Urlaub) und Leo Westermann (krank) auskommen. Gute Nachrichten gibt's indes von Vincent von Lehmden. Nach seiner Bänderverletzung steht er erstmals wieder im Kader.

Sonntag, 14.30 Uhr: Union Lohne - VfL Oythe

In schweren Zeiten sind gute Nachrichten gern gesehen. Für die Fußballer des VfL Oythe, die in der Landesliga tief im Schlamassel stecken, gibt's ein Licht am Ende des Tunnels. Noch nicht in der Tabelle der Staffel 2, da sieht's nach wie vor nicht gut aus. Aber: Das Lazarett lichtet sich. „Es sieht deutlich besser aus“, sagt Oythes Trainer Raphael Dornieden vor dem enorm wichtigen Kellerduell bei Union Lohne am Sonntag (14.30 Uhr). Letzter gegen Vorletzter – mit Blick auf die Abstiegsrunde im Frühjahr 2022 ein richtungweisendes Spiel. Dornieden: „Ein Sieg muss her. Punkt. Aus.“

Zurück zum Oyther Lazarett, das zuletzt XXL-Ausmaße hatte: Von den sieben Spielern, die am Sonntag beim 1:1 gegen Dinklage, dem fünften Remis in Serie, fehlten, sind vier unter der Woche ins Teamtraining zurückgekehrt. Markus Kohls ist wieder voll belastbar, bei Jan Ostendorf, Süleyman Odabasi und Lie Sillah wollte Dornieden die letzten Eindrücke vom Freitag abwarten. Bei Niklas Ellmann ist das Fragezeichen groß, für Jaka Kuhar und Felix Schneppe kommt die Union-Partie noch zu früh. Justus Stärk, gegen den TVD angeschlagen ausgewechselt, hat indes muskuläre Probleme.

Erfreulich: Markus Lübberding, der am Sonntag kurzfristig für Ellmann einspringen musste, hat sein Comeback nach langer Pause gut überstanden. Oythe, seit acht Spielen ohne Sieg, ist daher guter Dinge, dass es am Sonntag besser läuft als im Hinspiel vor zweieinhalb Wochen (3:3).

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