Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

TVD liegt voll auf Kurs, für Falke wird die Luft schon dünn

In der Landesliga-Abstiegsrunde herrschten in Dinklage und Steinfeld am Sonntag unterschiedliche Gefühlswelten.

Artikel teilen:
Vorstoß in den TuRa-Strafraum: Der Dinklager Johann Kühling (rechts) setzt sich gegen Onno Janßen durch. Kühling erzielte den späten Treffer zum 3:1. Foto: Schikora

Vorstoß in den TuRa-Strafraum: Der Dinklager Johann Kühling (rechts) setzt sich gegen Onno Janßen durch. Kühling erzielte den späten Treffer zum 3:1. Foto: Schikora

TV Dinklage - TuRa Westrhauderfehn 3:1
Der TV Dinklage hält sich an der Spitze – zwar „nur“ in der Abstiegsrunde, aber auch das ist ein gutes Zeichen für die Landesliga-Fußballer. Der 3:1 (2:0)-Sieg gegen TuRa Westrhauderfehn war am Sonntagnachmittag vor 150 Zuschauern im Dinklager Jahnstadion ein erster großer Schritt in Richtung Klassenerhalt.

„Aufgrund der ersten Halbzeit war es wohl verdient“, befand TVD-Betreuer Michael Ostermann. Er schob aber auch hinterher, dass der zweite Durchgang „wirklich nicht gut von uns“ gewesen sei und die Gastgeber hier „viel Verbesserungspotenzial“ gelassen hätten. Klammert man den ganz frühen Westrhauderfehner Warnschuss (2.) aus, dann kann man von einer Anfangsphase ganz nach Dinklager Geschmack sprechen. Torjäger Lasse Barz – in der Vorrunde in der Staffel 2 mit 14 Treffern der beste Knipser – sorgte mit seinen beiden Treffern (8./15.) für einen beruhigenden Vorsprung: Erst köpfte er eine Ecke von Wilke Weßling ein, dann traf er aus 40 Metern ins leere Tor; TuRa-Keeper Enno Bunger war zuvor zu einer Abwehraktion herausgeeilt.

Johann Kühling (18., Bunger hält) und Steffen Espelage (27., Kopfball knapp neben das Tor) hätten für den TV Dinklage noch treffen können. „Die erste Halbzeit war von uns echt gut. Wir haben hinten nichts zugelassen und müssen eigentlich mit einem 3:0 in die Pause gehen“, sagte Ostermann.

Statt der Vorentscheidung blieb Westrhauderfehn im Spiel. – und der TVD sorgte mit einem deutlichen Leistungsabfall dafür, dass in der zweiten Halbzeit neue Spannung aufkam. Die Abstände in Mittelfeld und Abwehr wurden zu groß, die defensive Souveränität aus der ersten Hälfte ging verloren. „Zwischenzeitlich haben wir ein bisschen um das 1:2 gebettelt“, berichtete Ostermann.

Dieser Bitte kamen die Gäste in der Schlussphase nach: Ole Eucken setzte einen Schuss aus der Drehung in der 82. Minute flach ins Eck. So mussten die Dinklager noch einmal zittern. Die Erlösung gab es erst unmittelbar vor dem Schlusspfiff, als Johann Kühling das Spiel mit dem 3:1-Treffer endgültig entschied (89.). Kühling hatte zuvor den Keeper unter Druck gesetzt, sodass dessen Klärungsversuch vor den Füßen von Stefan Wulfing landete. Wulfing legte im Überzahlspiel gekonnt auf Kühling quer – und der schob zum Endstand ein.

Falke Steinfeld - Germania Leer 0:1
So hatten sich die Landesliga-Fußballer von Falke Steinfeld den Auftakt in die Abstiegsrunde nun ganz und gar nicht vorgestellt. Gestartet mit einer großen Portion Selbstvertrauen, welches sich die Falken aus dem 1:0-Derbysieg gegen GW Mühlen am vergangenen Sonntag geholt hatten, wurden die Steinfelder am gestrigen Nachmittag in die bittere Realität zurück geholt. Und die sieht nach der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen Germania Leer alles andere als rosig aus. „Es gibt da keine Ausreden für uns. Eine Mannschaft wie Leer musst du in unserer Situation einfach schlagen. Für uns wird es jetzt brutal schwer“, sagte Steinfelds Trainer Artur Zimmermann nach der Partie resigniert.

Zwar beträgt der Rückstand der Falken auf den rettenden fünften Tabellenplatz nur zwei Zähler, allerdings haben die Steinfelder teils drei Spiele mehr als die Konkurrenz bestritten. „Bei nur noch neun Spielen sind wir jetzt natürlich gezwungen zu liefern“, blickt Zimmermann auf die nächsten Wochen. Das Hauptaugenmerk in den kommenden Trainingseinheiten werden die Südkreisler dabei wohl auf das Herausspielen von Torchancen legen. „Wenn du in einem so wichtigen Spiel, gegen so einen Gegner, nur zu drei guten Chancen kommst, wird es grundsätzlich schwer Spiele zu gewinnen“, analysierte Artur Zimmermann.

Besonders in der ersten Halbzeit ließen die Steinfelder auf dem Weg nach vorne sämtliche Kreativität und Durchschlagskraft vermissen - trotz deutlich mehr Spielanteilen. So dauerte es bis zur 27. Minute bis Steinfeld das erste Mal überhaupt auf's gegnerische Tor schoss, vier Minuten später vergab Paul Kosenkow die erste echte Chance für die Gastgeber (31.). Und Leer? Die Ostfriesen beschränkten sich voll und ganz auf die Abwehrarbeit, mussten sich hier angesichts der Steinfelder Harmlosigkeit aber auch nicht sonderlich strecken.

Falke am Boden: Der Steinfelder Julian Pille nach der Niederlage gegen Germania Leer. Foto: WenzelFalke am Boden: Der Steinfelder Julian Pille nach der Niederlage gegen Germania Leer. Foto: Wenzel

Auch in der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer weiterhin fußballerische Magerkost. „Wir haben in der Pause noch angesprochen, dass wir auf keinen Fall in Rückstand geraten dürfen, weil Leer sich dann noch tiefer reinstellen wird und es dann noch schwerer für uns wird“, berichtete Zimmermann um dann gleich hinterher zu legen: „Und so kam es dann auch!“ Nach einem Handspiel von Halil Ablak im Strafraum verwandelte Ramon Issa den fälligen Elfmeter zum 1:0 für Leer (53.) und warf Steinfeld damit vollends aus der Bahn. „Anders als gegen Mühlen hatten wir diesmal leider nicht den absoluten Willen und die Anspannung etwas mitzunehmen“, kritisierte Artur Zimmermann. So passte zum Steinfelder Spiel, dass auch die Chancen Nummer zwei und drei von Michael Michaelis (68./75.) ungenutzt blieben.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

TVD liegt voll auf Kurs, für Falke wird die Luft schon dünn - OM online