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TVD-Handballer gehen in letzter Sekunde k.o.

Nach vier Siegen zum Auftakt haben die Dinklager in der Landesliga ihre erste Niederlage kassiert. Nach dem  25:26 gegen Bohmte war die Enttäuschung beim TVD riesig.

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Rustikaler Abwehreinsatz: Philipp Macke vom TV Dinklage wird in der Bohmter Deckung unsanft am Durchbruch gehindert. Foto: Schikora

Rustikaler Abwehreinsatz: Philipp Macke vom TV Dinklage wird in der Bohmter Deckung unsanft am Durchbruch gehindert. Foto: Schikora

Bei Spielern und Zuschauern herrschte blankes Entsetzen und Trainer Markus Gabler sprach von einem „Alptraum“, der ihn auch in der Nacht danach noch verfolgte: Nach vier Siegen zum Saisonstart mussten die Handballer des TV Dinklage in der Landesliga ihre erste Niederlage hinnehmen – und das auf die denkbar bitterste Art und Weise.

Nach mehreren deutlichen Führungen (6:1, 14:9, 22:19) und eigenem Ballbesitz beim Stand vom 25:25 und 15 Sekunden Restspielzeit unterlagen die Dinklager in eigener Halle dem TV Bohmte mit 25:26 (14:13). Den K.o. kassierten sie durch ein Gegentor mit der Schlusssirene. „Das war ein Alptraum“, stellte Trainer Gabler fest und wurde angesichts der ersten Saisonniederlage fast ein wenig philosophisch: „Wer nach den Sternen greift, kann auch tief fallen.“

Die Niederlage vor am Ende fast 200 Zuschauern schmerzte umso mehr, als der TVD die Partie zunächst im Griff zu haben schien. Dinklage schockte den Gast mit einem 6:1-Start und lag kurz vor der Pause mit 14:9 vorne.

„Die letzte Entscheidung nehme ich auf meine Kappe“TVD-Trainer Markus Gabler

„Wir waren spielerisch klar die bessere Mannschaft“, berichtete Gabler. Doch die frühen Führungen taten dem Spiel seiner Mannschaft nicht gut. Trotz aller Warnungen des Trainers wirkte es, als nehme der TVD den Gegner unbewusst auf die leichte Schulter. Die Dinklager taten sich gegen Bohmtes Abwehr schwer und hatten Probleme mit den Top-Werfern Marcel Wolff (9/2) und Patrick Buchsbaum (8).

Am Ende schien nach einer starken Parade von Arne Frese dennoch alles gut zu werden. Doch statt 15 Sekunden vor Schluss eine Auszeit zu nehmen und so zumindest das Remis abzusichern, animierte Gabler Jannis Südkamp zu einer Offensivaktion gegen die noch nicht ganz geordnete Bohmter Abwehr – was sich als fataler Fehler erwies. „Die letzte Entscheidung nehme ich auf meine Kappe“, sagte Gabler und räumte ein, dass dieser Fehler ihn nachts noch um den Schlaf gebracht habe. Zu allem Überfluss verletzte sich Niklas Rottinghaus am Ende noch an der Hand und fällt erst mal sechs Wochen aus.

Tore: Andre Grote (9/6), Paul Nordlohne, Niklas Rottinghaus (je 4), Jannis Südkamp (3), Linus Klante, Tom Janning, Michael Niehaus, Timon Schröder, Matthias Andreßen (je 1).

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