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TVC verliert nach Pause völlig den Faden

Cloppenburgs Drittligahandballer verlieren nach starker erster Halbzeit mit 26:31 gegen das Team HandbALL Lippe II.

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Kein Durchkommen: Mikkel Beck (links, im Duell mit Lippes Hark Hansen) spielte in der ersten Halbzeit zwar groß auf, kassierte amit dem TV Cloppenburg gegen das Team HandbALL Lippe II noch eine 26:31-Niederlage. Foto: Langosch

Kein Durchkommen: Mikkel Beck (links, im Duell mit Lippes Hark Hansen) spielte in der ersten Halbzeit zwar groß auf, kassierte amit dem TV Cloppenburg gegen das Team HandbALL Lippe II noch eine 26:31-Niederlage. Foto: Langosch

Große Enttäuschung bei den Handballmännern des TV Cloppenburg. Die Heimpremiere gegen das Team HandbALL Lippe II, einer Spielgemeinschaft aus Augustdorf, Lemgo und Lippe, ging trotz starker erste Halbzeit noch deutlich und verdient mit 26:31 (17:13) verloren.

Die Partie in der Cloppenburger Sporthalle hatte sich für die Gastgeber schlecht angelassen. Nicht nur dass sie wegen der Coronaauflagen ohne Zuschauer stattfinden musste, der TVC lag schnell mit 0:3 (4.) zurück. Allerdings fingen sich die Hausherren rasch und bekamen das Geschehen mehr und mehr unter Kontrolle. Aus einem 4:6 (12.) machte der TVC binnen viereinhalb Minuten ein 8:6.

Spätetstens jetzt waren die Mannen um Trainer Barna-Zsolt Akacsos „Chef im Ring“. Mikkel Beck zog geschickt die Fäden, setzte seine Nebenleute und vor allem Kreisläufer Ole Harms immer wieder gekonnt in Szene. Zudem überzeugte der dänische Spielmacher als Torschütze, am Ende hatte er fünf Treffer zu Buche stehen. Angeführt von Beck erspielte sich der TVC eine komfortable Führung. Es wäre sogar mehr drin gewesen als die Vorsprünge von 14:9 (24.), 15:10 (26.) und 17:12 (29.). Zur Pause waren die Gastgeber beim 17:13 jedenfalls voll auf Siegkurs.

Frust: Coach Barna-Zsolt Akacsos war von der zweiten Hälfte enttäuscht. Vorn: Mark Schulat (links) und Edwin de Raad.Frust: Coach Barna-Zsolt Akacsos war von der zweiten Hälfte enttäuscht. Vorn: Mark Schulat (links) und Edwin de Raad.

Doch mit Wiederbeginn verloren sie völlig den Faden. Es dauerte fast fünf Minuten, bevor Matthias Andreßen das erste Cloppenburger Tor in der zweiten Halbzeit warf. Bis dahin hatte Team HandbALL II jedoch schon dreimal getroffen. Die Gäste stellten sich immer besser auf ihren Gegner ein. TVC-Kreisläufer Ole Harms kam fast gar nicht mehr zum Zuge. „Wir haben versucht, ihn zuzustellen, das ist uns sehr gut gelungen“, meinte Lippes Coach, Matthias Struck.

Die Cloppenburger fanden ihren Rhythmus aus der ersten Hälfte nicht mehr wieder. Statt dessen war ihnen förmlich anzumerken, wie ihnen die Begegnung aus den Händen glitt. „Man konnte an der Körpersprache und in den Gesichtern sehen, wie dass dem TVC geradezu der Schalter ausgeknipst wurde“, befand Struck. Seine Mannschaft übernahm eindeutig das Kommando. Angefangen bei Torhüter Robin Wetzel, der sich gehörig steigerte, fand die Lipper Abwehr zusehends zu Stabilität. Außerdem drückten die Gäste zwar aufs Tempo, nahmen sich für ihre Angriffe aber dennoch reichlich Zeit. Clever warteten sie ein ums andere Mal ab, bis die Schiedsrichter Passivspiel anzeigten, um dann doch noch zu erfolgreichen Abschlüssen zu kommen.

So schwand der Vorsprung der Cloppenburger nicht nur dahin, sie gerieten auch in Rückstand. Nach 19 Minuten im zweiten Durchgang gelang ihnen gerade einmal der dritte Treffer, zu dem Zeitpunkt aber lagen sie bereits mit 19:24 im Hintertreffen. Die Niederlage war nicht mehr abzuwenden. Mit drei Treffern in knapp zwei Minuten verkürzte der TVC zwar von 21:27 auf 24:27 (55.), aber die Hoffnungen auf eine späte Wende erfüllten sich nicht. Vielmehr behielt das Team HandbALL II die Ruhe und konterte seinerseits mit drei „Buden“ am Stück. Spätestens mit dem 30:24 zweieinhalb Minuten vor dem Ende war die Entscheidung endgültig gefallen.

„Ich frage mich, wie es nach einer so geilen ersten Halbzeit zu einem derartigen Bruch kommen konnte“, meinte TVC-Trainer Barna-Zsolt Akacsos enttäuscht und wurde in seiner Blitz-
analyse bei der Vorbereitung fündig: „Ich kann die Niederlage nur darauf zurückführen, dass wir körperlich nicht fit genug sind. Uns fehlen die vier Wochen Zwangspause, als wir coronabedingt im Kreis Cloppenburg nicht trainieren durften. Diese Zeit fehlt uns eindeutig. In der Offensive hat es uns daher an Durchschlagskraft gemangelt. Vor einer Woche in Hagen hatte die linke Seite brach gelegen, diesmal war es die rechte. Das Spiel haben wir nicht in der Abwehr verloren. Aber wir dürfen die Köpfe nicht hängenlassen und müssen weiterarbeiten.“ Die Aufgaben werden derweil nicht leichter: Am kommenden Samstag tritt der TVC beim GSV Eintracht Baunatal an, der nach vier Siegen aus vier Spielen die Tabelle anführt.


  • Cloppenburg: Hendrik Legler, Nils Buschmann - Ole Harms (6/1), Vincent Saalmann (6/1), Mikkel Beck (5), Matthias Andreßen (3), Adam Pal (2), Jeppe Villumsen (2), Max Borchert (1), Edwin de Raad (1), Nils Goepel, Niels-Uwe Hansen, Jannis Koellner, Bence Lugosi, Mark Schulat, Peter Gronotte.
  • Nächstes TVC-Spiel: Am kommenden Samstag (31. Oktober) von 17.30 Uhr an Uhr an beim GSV Eintracht Baunatal.

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