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TVC verliert abermals und ärgert sich über eine Rote Karte

Cloppenburgs Drittligahandballer unterliegen dem ATSV Habenhausen mit 31:35. Disqualifikation von Torhüter Hendrik Legler sorgt für Diskussionen.

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Hiergeblieben: Maciej Marszalek (rotes Trikot, hier gestoppt von Luc Schluroff) kassierte mit dem TVC gegen Habenhausen die sechste Saisonniederlage. Foto: Langosch

Hiergeblieben: Maciej Marszalek (rotes Trikot, hier gestoppt von Luc Schluroff) kassierte mit dem TVC gegen Habenhausen die sechste Saisonniederlage. Foto: Langosch

Die Handballer des TV Cloppenburg warten in der 3. Liga weiter auf ihr erstes Erfolgserlebnis. Gegen den ATSV Habenhausen hatten sie mit 31:35 (13:15) das Nachsehen und stehen nunmehr mit 0:12 Punkten weiter tief in der Tabelle der 3. Liga.

Dabei hatte der TVC furios losgelegt und nach acht Minuten mit 5:1 vorn gelegen. Aber die Gäste fingen sich und drehten den Spieß herum. Nach einer Viertelstunde hatten sie mit 6:5 die Nase vorn. „Wir hatten erwartet, dass Cloppenburg von Anfang Gas geben würde“, meinte Habenhausens Trainer, Matthias Ruckh. „Kompliment an meine Mannschaft, dass sie die Ruhe bewahrt und sich an die Vorgaben gehalten hat.“

Dann aber waren die Cloppenburger wieder am Drücker - bis zur 21. Minute. Da erzielte Habenhausens Julian Kragesteen nicht nur den 8:8-Ausgleich, darüber hinaus kassierte TVC-Torhüter Hendrik Legler die Rote Karte. „Ich soll meinen Fuß extra in die Richtung von Kragesteens Kopf bewegt haben, hat mir der Schiedsrichter gesagt. Aber es war so, dass Kragesteen in mich reinspringt“, meinte „Lego“. Auch der ATSV-Spieler war verwundert: „Die Rote Karte verstehe ich nicht. Es war sicherlich nicht Leglers Fehler, das war gar nichts“, sagte Kragesteen, der zwar unglücklich in die Bande hinter dem Tor rutschte, aber weiterspielen konnte.

Fotos: Langosch

TVC-Trainer Leszek Krowicki und -Kreisläufer Ole Harms haben eine eindeutige Meinung zu der Szene: „Diese Rote Karte ist eine absolute Frechheit.“ Krowicki führte aus: „Es ist das Recht des Torwarts, sich im Sechsmeterraum zu bewegen und das Bein hochzunehmen. Habenhausens Spieler trifft Legler erst in der verlängerten Flugphase. Was soll Hendrik da machen? Ich will nicht sagen, dass die Rote Karte das Spiel entschieden hat, aber sie hat wesentlichen Einfluss genommen. ,Lego' war richtig gut im Spiel und musste dann raus.“

Schon vor vier Wochen – im Heimspiel gegen Aurich – hatte eine umstrittene Rote Karte den TVC aus der Bahn geworfen. Seinerzeit hatte es Ole Harms getroffen. „Uns fehlt derzeit auch das nötige Glück“, hadert Krowicki. „Ich leide wie ein Hund, wenn ich sehe, wieviel Aufwand meine Spieler betreiben und immer wieder – auch durch solche Entscheidungen – mit leeren Händen dastehen. Es ist sehr frustrierend.“

Die Hinausstellung ihres Keepers, der bis dahin eine starke Leistung geboten hatte, brachte die Cloppenburger aus dem Konzept. Nils Buschmann, der für Legler ins Spiel kam, brauchte einige Zeit, um in die Partie hineinzufinden. So nahm der TVC anstelle eines durchaus möglichen Vorsprunges einen 13:15-Rückstand mit in die Halbzeitpause.

  • TV Cloppenburg - ATSV Habenhausen 31:35
  • Cloppenburg: Hendrik Legler, Nils Buschmann, – Vincent Saalmann (10/1), Ole Harms (5), Michal Skwierawski (5), Maciej Marszalek (4), Bence Lugosi (3), Thomas Houtepen (2), Krzysztof Pawlaczyk (1), Mohamed Sibahi (1), Maximilian Bähnke, Nils Goepel, Adam Pal, Tom Zwarthoed, Tamás Pál (ohne Einsatz).
  • Rote Karte: Legler (TVC, 21., grobes Foul).
  • Zuschauer: 550.
  • Nächstes TVC-Spiel: Am Samstag (16. Oktober, 19.30 Uhr) in Nordhemmern bei der LIT 1912 II.

Nach Wiederbeginn investierten die Hausherren zwar viel, aber die Bemühungen, den Rückstand aufzuholen, hatten keinen Erfolg. Denn: „Wir haben zu viele Fehler gemacht, die hätten wir vermeiden müssen. Und in der einen oder anderen Situation haben wir uns nicht clever genug angestellt“, meinte Leszek Krowicki selbstkritisch.

So verteidigten die Bremer ihre Führung bis in die Schlussphase hinein, und beim 29:26 knapp sechs Minuten vor dem Ende schienen dem TVC die Felle davonzuschwimmen. Aber die Hausherren rafften sich noch einmal auf. Rechtsaußen Michal Skwierawski war in nur 120 Sekunden dreimal erfolgreich und schaffte gut vier Minuten vor Schluss endlich den Ausgleich zum 29:29. Doch der Jubel beim TVC währte wie die Hoffnung auf den ersten Saisonsieg nur kurz. Denn nun waren es die Habenhauser, die mit drei Toren hintereinander in nicht einmal zwei Minuten zum 32:29 alles klar machten. Dass der ATSV den Vorsprung mit dem 35:31 sogar noch auf vier Treffer ausbaute, wird der Cloppenburger Leistung zwar nicht gerecht, spielte aber letztlich keine Rolle mehr.

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