Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

TVC-Männer übernehmen die Rote Laterne

Cloppenburgs Handballdrittligist kassierte am Samstagabend  bei LIT 1912 II die siebte Niederlage im siebten Spiel. Die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki verlor 33:38.

Artikel teilen:
Kein Höhenflug: Ole Harms erzielte für den TV Cloppenburg bei LIT 1912 II zwar fünf Treffer. Die reichten aber nicht, um die 33:38-Niederlage und damit die siebte Pleite im siebten Saisonspiel abzuwenden. Archivfoto: Langosch

Kein Höhenflug: Ole Harms erzielte für den TV Cloppenburg bei LIT 1912 II zwar fünf Treffer. Die reichten aber nicht, um die 33:38-Niederlage und damit die siebte Pleite im siebten Saisonspiel abzuwenden. Archivfoto: Langosch

Bis acht Minuten vor Schluss lebte die Hoffnung bei den Handballmännern des TV Cloppenburg, endlich den ersten Sieg in der laufenden Saison der 3. Liga einzufahren. Aber am Ende wurde einmal mehr nichts daraus. Die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki unterlag bei LIT 1912 II mit 33:38 (18:17) und kassierte damit die siebte Niederlage im siebten Punktspiel.

Damit fiel der TVC auf den letzten Platz in der Tabelle der Gruppe B zurück. Der TV Bissendorf-Holte, der – wie die Cloppenburger – sechs Mal am Stück verloren hatte, feierte nämlich seinen ersten Sieg in der Serie 2021/2022 und reichte damit die Rote Laterne an die Cloppenburger weiter. Bei der TSG A-H Bielefeld setzte sich Bissendorf mit 33:29 durch. Somit ist der TVC die einzige Mannschaft in seiner Staffel, die noch keinen Punkt auf der Habenseite stehen hat. Bundesweit haben nur drei der 84 Drittligisten noch kein Erfolgserlebnis eingefahren. Neben den Cloppenburgern sind dies der SV 04 Plauen-Oberlosa in der Staffel C (0:14 Punkte) und der HSC 2000 Coburg (Staffel E, 0:12 Zähler).

Dabei hatte sich für die Gäste die Begegnung im Ostwestfälischen sehr gut angelassen. Zwar hatte LIT in der Sporthalle der Hille-Nord-Grundschule im Hiller Ortsteil Nordhemmern das erste Tor erzielt, aber der TVC übernahm rasch das Kommando. Nach gut sechs Minuten lag das Krowicki-Team mit 5:2 in Front, beim 10:6 (14.) betrug der Vorsprung bereits vier Tore.

Debüt: Támás Pál (am Ball) gab bei LIT 1912 II seinen Pflichtspieleinstand im Trikot des TV Cloppenburg. Foto: LangoschDebüt: Támás Pál (am Ball) gab bei LIT 1912 II seinen Pflichtspieleinstand im Trikot des TV Cloppenburg. Foto: Langosch

Doch zu mehr reichte es nicht. Stattdessen kam es so wie schon so oft in dieser Saison. Die Hausherren brauchten gerade einmal zwei Minuten, um mit drei Treffern hintereinander zum 9:10 aus ihrer Sicht den Anschluss wieder herzustellen. Immerhin jedoch gelang es den Cloppenburger, die Führung zu verteidigen. Sie nahmen ein 18:17 mit in die Pause.

Den etwas besseren Start in die zweite Halbzeit nach Wiederbeginn erwischte LIT 1912 II. Die Gastgeber glichen nicht nur aus, sondern schafften beim 19:18 (33.) die erste Führung seit dem 1:0 und nach 40 Minuten lagen die Ostwestfalen beim 24:22 erstmals mit zwei Toren vorn.

Dem TVC gelang es zwar zunächst noch, den Anschluss zu halten, aber eine neuerliche Wende war nicht mehr drin. Immerhin aber blieb es bis in die Schlussphase hinein spannend. Acht Minuten vor dem Ende gelang Tamás Pál, der sein Pflichtspieldebüt im Trikot des TV Cloppenburg gab, der Treffer zum 30:31-Anschluss.

  • LIT 1912 - TV Cloppenburg 38:33 
  • Cloppenburg: Hendrik Legler, Nils Buschmann – Michal Skwierawski (7/4), Maciej Marszalek (6), Ole Harms (5), Mohamad Sibahi (5), Bence Lugosi (4), Vincent Saalmann (3), Maximilian Bähnke (1), Thomas Houtepen (1), Tamás Pál (1), Nils Goepel, David Niemann, Adam Pal, Krzysztof Pawlaczyk sowie Tom Zwarthoed.
  • Zuschauer: 200.
  • Nächstes TVC-Spiel: Am kommenden Samstag (23. Oktober, 18.30 Uhr) bei der Ahlener SG.

Dann aber neigte sich die Waage auf die Seite LITs. Mit einem 6:1-Lauf zum 37:31 (59.) entschieden die Gastgeber, bei denen mit dem siebenfachen Torschützen Marek Nissen auch ein Spieler aus dem Bundesligakader des TuS N-Lübbecke mitwirkte, diese Begegnung.

„Wir machen einfach zu viele Fehler“, meinte TVC-Trainer Leszek Krowicki. „Unser Defensivblock mit Torhütern und Abwehr stand nicht stabil genug. Wir haben den Rückraum von LIT II nicht in den Griff bekommen. Dennoch gelangen uns einige Ballgewinne. Dann aber haben wir in den entscheidenden Momenten nicht clever genug agiert. Allein bei schnellen Angriffen haben wir uns sieben Fehlpässe geleistet. Trotzdem: Mit 33 Toren auswärts muss man etwas mitnehmen.“ Und wie bekommen die Cloppenburger die Kurve? „Wenn ich das wüsste, sagt Krowicki. „Einerseits wissen wir, was wir falsch machen, aber die Fehler abzustellen, ist eine ganz andere Sache. Wir sind alle sehr enttäuscht. Ich kann nur versichern, dass wir weiter alles geben werden, um endlich den ersten Sieg zu schaffen.“

Der neue Newsletter für Friesoythe. Immer am Donnerstag das Wichtigste aus der Eisenstadt in ihrem Postfach. So verpassen Sie nichts mehr.  Jetzt hier kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

TVC-Männer übernehmen die Rote Laterne - OM online