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TVC: Janna Eilers droht das Karriereende

Die Cloppenburger Volleyballerin laboriert an einer hartnäckigen Schulterverletzung. Die Supraspinatus-Sehne ist eingerissen, hat eine MRT ergeben. Eine Operation kommt aktuell nicht infrage.

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Janna Eilers (rechts) hat Probleme mit der Schulter. Archivfoto: Helen Ewen

Janna Eilers (rechts) hat Probleme mit der Schulter. Archivfoto: Helen Ewen

Es ist eine schlechte Nachricht – für die Volleyballfrauen des TV Cloppenburg im Allgemeinen, für Außenangreiferin Janna Eilers im Besonderen: Wegen ihrer anhaltenden Schulterbeschwerden wird sie zumindest in dieser Saison nicht mehr für den Drittligisten auf dem Feld stehen. Mehr noch, der 29-Jährigen droht sogar das Ende ihrer Volleyballkarriere.

„Das ist eine ganz, ganz blöde Situation. Ich habe beinahe mein ganzes Leben lang Volleyball gespielt. Dass es damit vielleicht vorbei ist, damit mag ich mich überhaupt noch nicht anfreunden“, meint die waschechte Ostfriesin mit einer gehörigen Portion Frust in der Stimme.

Schon in der vergangenen Saison musste Eilers in einigen Partien aussetzen, und wenn sie zum Einsatz kam, war es für sie unmöglich, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Immer wieder bereitete (und bereitet) die Schulter Probleme. Die Supraspinatus-Sehne ist eingerissen. Dies ergab eine Magnet-Resonanztomografie (MRT), die der Cloppenburger Mannschaftsarzt, Dr. Markus Lühmann, durchführte, um der Ursache der anhaltenden Beschwerden auf den Grund zu gehen.

„Die Sehne ist im Schulterdach eingeklemmt und bei Belastung scheuert sie über den Knochen. Dadurch wird sie mit der Zeit spröde und kann dann ein- oder sogar komplett reißen“, sagt Eilers. Bei ihr liegt ein Einriss vor, außerdem wurde eine dauerhafte Entzündung festgestellt. „Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, wenn ich vor ein paar Jahren mal eine Volleyballpause eingelegt hätte,
um mich komplett auszukurieren. Aber: Hätte, hätte, Fahrradkette. Ich wollte unbedingt spielen.“

"Ich vermisse den Ball und ich vermisse die Mädels"Janna Eilers

Das ist nun zumindest vorübergehend passé. Dr. Lühmann hat Eilers angeraten, ein Jahr lang mit Volleyball aussetzen und darüber hinaus die Schulter zu schonen. „Derzeit bin ich ziemlich eingeschränkt. Ich kann nicht einmal eine Kiste von oben nach unten heben“, sagt Eilers. Eine Operation kommt für die TVC-Spielerin nicht infrage. „Wenn ich ein ,normaler‘ Patient gewesen wäre, hat mir Markus (Dr. Lühmann, Anm. d. Red.) gesagt, hätte er zu einer sofortigen OP geraten“, berichtet Eilers. In diesem Eingriff müsste ein Stück vom Knochen weggeschliffen und zudem ein Schleimbeutel entfernt werden, bevor die Sehne vernäht wird.

Stattdessen setzt Janna Eilers auf Geduld. „Ich muss mal sehen, ob die Schulter in einem Jahr besser aussieht und die Sehne vielleicht verheilt ist. Auf jeden Fall ist es sehr frustrierend. Ich vermisse den Ball und ich vermisse die Mädels beim TVC. Derzeit gehe ich zwar ins Fitnessstudio, aber das ist etwas ganz anderes als Training mit der Mannschaft.“

Die akuelle Saison wäre für sie die vierte in Cloppenburg gewesen. „Vielleicht musste es aber auch so kommen“, meint Eilers mit Galgenhumor. „Nachdem ich bei der TG Wiesmoor mit Volleyball angefangen und die Jugendzeit dort verbracht habe, habe ich drei Jahre bei der TSG Westerstede gespielt, dann drei Jahre beim Oldenburger TB und nun eben drei Jahre beim TVC. Irgendwie ist dreimal doch ostfriesisches Recht.“

Auch, wenn Janna Eilers nicht mehr als Spielerin ihrem Lieblingssport nachgehen können sollte, kann sie sich vorstellen, dem Volleyball erhalten zu bleiben: „Als Jugendtrainerin zu arbeiten – dann in meiner Heimatstadt Wiesmoor – ist durchaus denkbar.“ Und den Kontakt zum TV Cloppenburg, der aktuell wegen der Coronalage im Landkreis in einer Zwangspause steckt und frühestens am 10. Oktober das nächste Spiel bestreitet, lässt sie auch nicht abreißen: „Zumindest bei den Heimspielen werde ich in der Halle sein.“

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