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TVC-Handballern steht langer Ritt bevor

Die Einteilungen stehen fest: Drittliga-Aufsteiger Cloppenburg startet in einer 18er-Staffel. Garrels und Vechtas Frauen freuen sich auf Derbys.

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Die Männer des TV Cloppenburg sowie die Frauen des BV Garrel und der SFN Vechta werden in der kommenden Spielzeit in der jeweiligen 3. Liga Nord-West antreten. Foto: dpa/Michael

Die Männer des TV Cloppenburg sowie die Frauen des BV Garrel und der SFN Vechta werden in der kommenden Spielzeit in der jeweiligen 3. Liga Nord-West antreten. Foto: dpa/Michael

Klarheit für die Top-Handballmannschaften des Oldenburger Münsterlandes. Die Männer des TV Cloppenburg sowie die Frauen des BV Garrel und der SFN Vechta werden in der kommenden Spielzeit in der jeweiligen 3. Liga Nord-West antreten. Das hat die Spielkommission am Samstag so festgelegt. Die Serie der Männer soll am ersten Oktoberwochenende beginnen, die Frauen starten 14 Tage darauf, am 17./18. Oktober.

Die TVC-Männer, Tabellenzweiter der Oberliga in der abgebrochenen Saison 2019/2020 und als Nachrücker aufgestiegen, stehen vor einem langen Ritt. Etwas überraschend verteilte die Spielkommission die 72 Mannschaften auf vier Staffeln mit je 18 Teams. „Ich hätte damit gerechnet, dass mehr Staffeln gebildet werden. 34 Spiele sind eine ganze Menge“, meint Trainer Barna-Zsolt Akacsos. Die Entscheidung beeinflusst den Vorbereitungsplan der TVC-Männer. „Bei einer solch‘ langen Saison muss ich anpassen. Sechs Einheiten pro Woche, die wir aktuell absolvieren, sind viel zu viel. Aber ich hatte schon vor der Entscheidung einen Plan B erstellt, also wird die Umstellung nicht weiter schwer“, meint Akacsos.

Die große Staffel aber stellt das Teammanagement vor neue Aufgaben. „Wir brauchen für eine derart lange Serie mindestens 18 Spieler“, findet Akacsos. „Also müssen noch mindestens zwei kommen.“ Der Coach hat allerdings keine Bedenken, dass das klappt: „Unser Management ist sehr, sehr aktiv.“

Die weitesten TVC-Touren gehen nach Hessen

Von der Zusammenstellung der 3. Liga Nord-West ist Akacsos sehr angetan. „Es sind für Drittligaverhältnisse kurze Wege. Am meisten freue ich mich darüber, dass wir die Derbys gegen den OHV Aurich und den ATSV Habenhausen bekommen. Da dürfte in den Heimspielen besonders viel los sein.“

Die weitesten Touren führen den TVC nach Hessen. Zweimal geht es in den Norden dieses Bundeslandes, zum einen zum GSV Eintracht Baunatal (bei Kassel), zum anderen ein paar Kilometer weiter südlich zur Erwachsenenspielgemeinschaft (ESG) Gensungen/Felsberg. Ansonsten geht es vorwiegend ins nördliche Ruhrgebiet (SG Schalksmühle Halver Dragons, TuS Volmetal, VfL Eintracht Hagen, Ahlener SG, ASV Hamm-Westfalen II) und ins Ostwestfälische (TuS Spenge, LIT 1912 II – Zweitvertretung der TuS N-Lübbecke –, Team HandbALL Lippe II). Hinter letzterer Mannschaft verbirgt sich eine Kooperation des TBV Lemgo mit der HSG Augustdorf/Hövelhof. Dazu kommen mit dem HSV Hannover, mit Handball Hannover-Burgwedel und dem TuS Vinnhorst drei Gegner aus der niedersächsischen Landeshauptstadt. Die Staffel komplettiert die SG Menden Sauerland Wölfe.

Die vier Staffelsieger ermitteln in einer Relegation zwei Aufsteiger in die 2. Bundesliga. Die vier letzten Mannschaften einer jeden Staffel steigen ab.

Die 60 Frauenmannschaften in der 3. Liga verteilte die Spielkommission auf fünf Staffeln zu je zwölf Teams. Der BV Garrel und die SFN Vechta haben es nahezu optimal erwischt. Nicht nur des eigenen Derbys und dem mit dem VfL Oldenburg II  wegen. Darüber hinaus hält sich der Reisestress in Grenzen. Viermal geht es ins Ruhrgebiet (ASC Dortmund I, Borussia Dortmund II, Eintracht Recklinghausen, Königsborner SV), zweimal nach Hannover (Hannoverscher SC, TV Hannover-Badenstedt). Außerdem heißen die Gegner HSG Blomberg-Lippe II, TV Aldekerk (Niederrhein) und  Ibbenbürener SV. Zum Vergleich: In der vorherigen Saison musste Vechta unter anderem zweimal nach Mainz.

Gerade deshalb war SFN-Trainer Kai Freese nun besonders zufrieden und erleichtert. „Für uns ist das ideal“, kommentierte der Coach die Staffeleinteilung. „Ohne Derbys wäre es auch eine Katastrophe gewesen.“

Der Saisonstart Mitte Oktober kommt für BVG-Trainerin Renee Verschuren fast zu spät: „Das ist zuviel Zeit. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es erst so spät losgeht. Eigentlich wollen wir wieder anfangen. Nun müssen wir die Vorbereitung so gestalten, dass wir es hinbekommen, auch erst im Oktober zu unserer vollen Leistungsfähigkeit zu kommen.“

Die Spielstärke in der 3. Liga Nord-West kann die Garreler Übungsleiterin noch nicht richtig einschätzen. Allerdings ist sie sich sicher, dass so manche Herausforderung auf ihr Team wartet: „Mit Borussia Dortmund II, HSG Blomberg-Lippe II und dem VfL Oldenbrug II sind allein drei zweite Mannschaften dabei, da weiß man nie, was kommt. Hannover-Badenstedt spielt seit Jahren in der 3. Liga oben mit, leicht wird es also auf keinen Fall.“

Die fünf Staffelsieger ermitteln drei Aufsteiger. Der Ablauf der Relegation steht noch nicht fest. Aus jeder Staffel steigen die letzten drei Mannschaften ab, außerdem muss noch ein 16. Absteiger ermittelt werden.

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