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TVC-Handballer scheitern an Bielefelds Torhüter Dennis Doden

Cloppenburgs Drittligahandballer unterliegen TSG Altenhagen-Heepen 27:30. Gleiches Ergebnis wie im Hinspiel.

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Das Nachsehen gehabt: TVCer Maximilian Bähnke (links) überwindet hier zwar Torhüter Nils Dresrüsse, verlor mit dem TVC trotzdem mit 27:30 bei der TSG Altenhagen-Heepen. Foto: Langosch

Das Nachsehen gehabt: TVCer Maximilian Bähnke (links) überwindet hier zwar Torhüter Nils Dresrüsse, verlor mit dem TVC trotzdem mit 27:30 bei der TSG Altenhagen-Heepen. Foto: Langosch

Würde in Handballspielen der 3. Liga in jeder Partie der „wertvollste Spieler“ (MVP) gekürt, die Wahl in der Begegnung des TV Cloppenburg bei der TSG Altenhagen-Heepen in Bielefeld wäre eindeutig ausgefallen. Niemand anderes als TSG-Torhüter Dennis Doden hatte sich diese Auszeichnung verdient. Der Schlussmann der Ostwestfalen trieb den TVC schier zur Verzweiflung und hatte gerüttelt' Maß Anteil am 30:27-Sieg (16:14) seiner Farben. Fakt am Rande: Auch das Hinspiel hatte Bielefeld mit 30:27 gewonnen.

Für die Cloppenburger zeichnet sich hingegen mehr und mehr ab, dass sie mehr als den vorletzten Platz in dieser Staffel nicht erreichen werden. Mit einem Sieg im Kellerduell hätten sie den Rückstand auf die unmittelbar vor ihnen platzierten Bielefelder auf drei Punkte verkürzt. Statt dessen wuchs er auf sieben Zähler an – bei nur noch sieben ausstehenden Spielen.

  • TSG A-H Bielefeld - TV Cloppenburg 30:27 (16:14)
  • TVC: Hendrik Legler, Nils Buschmann – Ole Harms (7), Maciej Marszalek (5), Maximilian Bähnke (3), Thomas Houtepen (3), Adam Pal (3/2), Michal Skwierawski (2/1), Bence Lugosi (2), Vincent Saalmann (1), Tom Zwarthoed (1), Nils Goepel, Tamas Pal, Krzysztof Pawlaczyk, Mohamad Sibahi (ohne Einsatz).
  • Rote Karte: Dusan Maric (TSG, 40., grobes Foul).
  • Zuschauer: 350.
  • Nächstes TVC-Spiel: Am Samstag (22. Januar, 19.30 Uhr) zu Hause gegen den Wilhelmshavener HV.

Die Partie in der Sporthalle am Gymnasium Heepen begann für die Gäste schlecht. Die TSG setzte sich rasch auf 5:2 (6.) und 8:5 (11.) ab, bevor die Cloppenburger ihren Rhythmus fanden. Gut fünf Minuten späten sollten sie durch Maximilian Bähnkes Treffer zu 9:8 erstmals vorn liegen. Was zu diesem Zeitpunkte aber noch niemand ahnte: Es sollte die einzige Cloppenburger Führung in den gesamten 60 Minuten bleiben.

Denn die Hausherren, die auf ihren neuen Coach, Falk von Hollen, wegen eines Trauerfalls in dessen Familie verzichten mussten, reagierten auf den Cloppenburger Lauf und tauschten nach gut 20 Minuten ihren Torhüter. Anstelle von Nils Dresrüsse stand fortan Dennis Doden zwischen den Pfosten. Ein entscheidender Wechsel, wie sich herausstellen sollte. Mit seiner ersten Aktion partierte er im Eins-gegen-eins-Duell gegen Maximilian Bähnke nach Tempogegenstoß, um dann einen Siebenmeter von Ole Harms abzuwehren.

Fotos: Langosch

Immerhin: Der TVC, der im Hinspiel zur Pause schon mit 10:18 fast aussichtslos zurückgelegen hatte, schaffte es dennoch, den Anschluss zu halten. Beim 14:16 zur Halbzeit war noch alles drin. Das sollte auch im zweiten Durchgang so bleiben, als die Partie zusehends hektischer und härter wurde – Abstiegskampf pur.

Dass es für die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki nicht zur Wende reichte, lag vornehmlich an Dennis Doden. Seinen ganz großen Auftritt hatte der Torhüter nach 40 Minuten. Zunächst hielt er einen Siebenmeter von Michal Skwierawski, wehrte dann dessen Nachwurf ab und war dann auch noch gegen Vincent Saalmann zur Stelle, der sich den Abpraller geschafft geholt hatte. Saalmann wurde indes bei seinem Wurf gefoult, bekam einen weiteren Siebenmeter – und auch den vereitelte Doden. Die 350 Zuschauer in der Halle – nebenbei bemerkt, ein ausgesprochen faires Publikum – tobten.

Für den TVC waren die vier vergebenen „Hundertprozentigen“ binnen weniger Sekunden echte Wirkungstreffer. Anstatt auf 20:22 zu verkürzen, gerieten die Gäste in den Folgeminuten mit 19:25 ins Hintertreffen (45.). Da half ihnen die Rote Karte gegen Dusan Maric nach dessen rüden Einsteigens gegen Vincent Saalmann, die dann auch Skwierawskis Siebenmeter zur Folge hatte, auch nicht. Zwar kamen die Cloppenburger noch einmal heran (25:27, 54.), doch zur Wende fehlte ihnen neben dem nötigen Quäntchen Glück (Ole Harms hatte die Möglichkeit zum 26:27, traf aber nur die Latte) auch die letzte Konzentration.

„Wir haben über 60 Minuten gekämpft und nie aufgegeben, das ist lobenswert“, meinte TVC-Trainer Leszek Krowicki, der direkt nach Spielende Doden zu dessen Leistung gratulierte. „Aber unsere Chancenverwertung war einfach zu schlecht, unter anderem haben wir vier von sieben Siebenmetern vergeben und wir verlieren mit drei Toren Unterschied. Bielefelds Torhüter war richtig stark, er hat entscheidenden Anteil am TSG-Sieg.“

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