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TVC-Handballer rüsten für den Ligapokal

Der DHB stellte in einer Online-Konferenz die Planungen zur Fortsetzung der Saison in der 3. Liga vor. Die Cloppenburger sollen zwischen dem 10. April und 31. Mai in einer Sechsergruppe antreten.

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Einstimmen auf den Ligapokal: Für die Drittligahandballer des TV Cloppenburg zeichnet sich ein Spielbetrieb ab. Nach Ostern soll die Saison in einem veränderten Modus fortgeführt werden. Foto: Langosch

Einstimmen auf den Ligapokal: Für die Drittligahandballer des TV Cloppenburg zeichnet sich ein Spielbetrieb ab. Nach Ostern soll die Saison in einem veränderten Modus fortgeführt werden. Foto: Langosch

Spielbetrieb „droht“ für die Handballmänner des TV Cloppenburg. Der Deutsche Handballbund (DHB) hat die Vereine der 3. Liga, die ihr Interesse an einer Fortsetzung der Saison 2020/2021 signalisiert haben, über einen möglichen Spielmodus in einer Videokonferenz informiert. Im Zeitraum vom 10. April bis 31. Mai soll der Ligapokal ausgespielt werden.

28 Mannschaften hatten gemeldet, diese hat der DHB in 4 Gruppen aufgeteilt. Der TVC tritt in einer von zwei Sechserstaffeln an, dazu kommen 2 Gruppen mit jeweils 8 Teams. In diesen finden sich die Mannschaften aus dem süddeutschen Bereich. "Die Mannschaften im Süden konnten seit November nahezu durchtrainieren, im Norden sind die Teams erst seit wenigen Wochen wieder im Training", erläutert Andreas Tiemann, Spielleiter der 3. Liga Männer.

Wie die Spielrunden absolviert werden, steht noch nicht fest. So hat der DHB für die Staffel B, in der der TVC auf den OHV Aurich, den TSV Habenhausen, die Ahlener SG, das Team HandbALL Lippe II und die SG Schalksmühle-Halver Dragons trifft, zwei Varianten vorgeschlagen. Möglichkeit A ist eine Runde mit Hin- und Rückrunde. Damit kämen 10 Spiele auf jedes Team zu. Variante B sieht eine einfache Runde vor. Danach würden die 3 Erst- und 3 Letztplatzierten aufgeteilt und die Rückserie, also zwei weitere Begegnungen, bestreiten. Macht in Summe 7 Partien. Schalksmühle-Halver brachte noch einen dritten Vorschlag ein: Die Gruppe wird zweigeteilt (Aurich, Habenhausen und Cloppenburg auf der einen, die 3 NRW-Klubs auf der anderen Seite). Nach Hin- und Rückrunde soll es in einem K.o-System weitergehen.

Christian Bien. Foto: LangoschChristian Bien. Foto: Langosch

"Diese Variante fände ich gut", meint Andreas Tiemann, der sich über die konstruktive Mitarbeit der Klubs freut. "Es war unser Ziel, die Vereine mit einzubeziehen und deren Ideen, Nachfragen und berechtigte Kritik zu berücksichtigen. Wir haben alle das Ziel, endlich wieder Handball zu spielen und möchten eine einvernehmliche Lösung finden."

Christian Bien, stellvertretender Abteilungleiter Handball im TV Cloppenburg, würde eher das Szenario B mit einer einfachen Runde und anschließender Teilung bevorzugen. "Ich fände es nicht so attraktiv, zum 100. Mal gegen Habenhausen und Aurich zu spielen. Ich würde mich über neue Gegner freuen. Das ist aber meine persönliche Meinung, wir werden uns noch im Teammanagement abstimmen."

Denn bis heute, 23.59 Uhr, haben die Vereine Zeit, sich entweder noch von dieser Spielrunde, die offiziell Ligapokal heißt, abzumelden, oder für einen Modus zu stimmen. "Die Mehrheit wird dann entscheiden", sagt Andreas Tiemann, der am Donnerstag dann die endgültige Staffeleinteilung vornehmen wird. "Wenn es optimal läuft, werden wir die ersten beiden Spieltage noch vor Ostern genau ansetzen können", meint Tiemann. "Schließlich brauchen wir etwas Vorlauf, beispielsweise, um die Schiedsrichter anzusetzen."

"Wir gehen nicht davon aus, dass wir Besucher in die Halle lassen dürfen."Christian Bien, stellvertretender Abteilungsleiter des TVC

Die Begegnungen werden natürlich unter Umsetzung eines strikten Hygienekonzeptes durchzuführen sein. Unter anderem gilt: Bei Auswärtsspielen sind – bei Anreise per Bus – Schnelltests vor Abfahrt vorgeschrieben, beim Eintreffen am Spielort folgt vor Betreten der Halle ein zweiter. Inwieweit Zuschauer zugelassen werden, hängt von der jeweiligen Infektionslage vor Ort ab. "Wir gehen nicht davon aus, dass wir Besucher in die Halle lassen dürfen", meint Christian Bien. Der TV Cloppenburg wird seine Heimspiele in der Halle an der Leharstraße austragen.

Der sportliche Anreiz für den Ligapokal besteht in 8 Plätzen im DHB-Pokal, die für die 28 Mannschaften zur Verfügung stehen. Entgegen der ursprünglichen Planungen, dass die Staffel B nur einen Platz ausspielen kann, hat der DHB beschlossen, für die Cloppenburger Gruppe 2 Teilnehmer zuzulassen. "Wir schätzen unsere Chancen, den DHB-Pokal zu erreichen, nicht sonderlich hoch ein", meint Christian Bien. "Aber wir freuen uns darauf, wieder Handball zu spielen und uns präsentieren zu können." Denn, auch wenn keine Zuschauer erlaubt sein würden, könnten die TVC-Fans die Partien "ihrer" Mannschaft verfolgen: Auf sportdeutschland.tv werden alle Spiele des Ligapokals im Livestream übertragen.


Fakten: 

  • Die 28 Teilnehmer am Ligapokal sind in folgenden 4 Gruppen eingeteilt.
  • Gruppe A: TSV Altenholz, Oranienburger HC, TSV Burgdorf II, SC Magdeburg II, HSG Ostsee und die Füchse Berlin II.
  • Gruppe B: Ahlener SG, Team HandbALL Lippe II, SGSH Dragons, OHV Aurich, ATSV Habenhausen, TV Cloppenburg.
  • Gruppe C: TV Gelnhausen, HSG Bieberau-Modau, HSG Rodgau Nieder-Roden, HSC Bad Neustadt, TV Kirchzell, HG Saarlouis, SV 64 Zweibrücken, ESG Gensungen/Felsberg.
  • Gruppe D: SG Leutershausen, HC Erlangen II, HG Oftersheim/Schwetzingen, HBW Balingen-Weilstetten II, TGS Pforzheim, TSV Blaustein, Plochingen, SG Pforzheim-Eutingen.
  • Der Ligapokal soll nach Ostern beginnen. Die Serie ist bis Ende Mai geplant. Gegebenenfalls ist eine Verlängerung bis einschließlich des ersten Juniwochenendes möglich.

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