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TVC-Handballer kassieren zehnte Niederlage im zehnten Spiel

Cloppenburger Drittligist verliert 26:29 gegen Lippe II und hadert mit den Schiedsrichtern.

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Gesprächsbedarf: Ole Harms (rechts) und Vincent Saalmann diskutieren mit den Schiedsrichtern ihre Zeitstrafen kurz vor Schluss. Foto: Langosch

Gesprächsbedarf: Ole Harms (rechts) und Vincent Saalmann diskutieren mit den Schiedsrichtern ihre Zeitstrafen kurz vor Schluss. Foto: Langosch

Alles scheint sich gegen die Handballer des TV Cloppenburg in der 3. Liga verschworen zu haben. Gegen das Team HandbALL Lippe II waren sie drauf und dran, im zehnten Spiel, endlich etwas Zählbares auf die Habenseite zu bringen. Aber am Ende standen sie mit der 26:29-Niederlage (14:16) zum zehnten Mal mit leeren Händen da.

Die Laune bei den Gastgebern war dementsprechend im Keller. Am Ende haderten sie nicht zu Unrecht mit den Schiedsrichtern. Das Solinger Duo Dustin und Denis Seidler verhängte rund eine Minute vor Schluss binnen zehn Sekunden Zeitstrafen gegen Ole Harms und Vincent Saalmann – deutlich überzogene Entscheidungen. „Ich komme mir komplett veralbert vor“, schäumte Harms regelrecht. „Es ist das dritte Heimspiel, in dem wir durch solche Pfiffe entscheidend benachteiligt werden. Das kann und will ich nicht mehr schönreden“, schimpfte der Kreisläufer wie ein Rohrspatz. Seinen 31. Geburtstag hatte er sich gewiss anders vorgestellt.

Es ist das dritte Heimspiel, in dem wir durch Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt werden. Das kann und will ich nicht mehr schönredenTVC-Kreisläufer Ole Harms

In 6:4-Überzahl nutzten die Lippe die Gunst des Augenblicks. Mit einem – zugegeben sehenswerten – Kempatrick erzielte Nico Blaauw das 28:26 für seine Farben, damit war das Spiel für Cloppenburg verloren. Dass es am Ende noch einen Gegentreffer setzte, hat lediglich statistischen Wert.

Einmal mehr war ihr Einsatz ohne Erfolg geblieben und – auch das gehört zur Wahrheit – einmal mehr hatten sie sich selbst durch Schwächephasen ins Hintertreffen gebracht. Dabei waren die Cloppenburger ordentlich gestartet. Aber das 5:3 (6.) hielt nicht lange vor. Neun Minuten blieben sie anschließend ohne Tor und fanden sich mit 5:8 im Rückstand wieder.

Immerhin kämpften sich die Mannen von Trainer Leszek Krowicki, die kurzfristig auf den erkrankten Maciej Marszalek verzichten mussten, wieder heran und hatten über ein 13:14 (28.) beim Gang in die Pause mit einem 14:16 noch alle Chancen.

Fotos: Langosch

Der Start in den zweiten Durchgang aber missriet. Es dauerte mehr als acht Minuten, bevor dem TVC das erste Tor gelang. Bis auf 14:20 waren die Hausherren bis dahin schon zurückgefallen. „Das kann man sich auf diesem Niveau einfach nicht erlauben“, meinte Spielmacher Thomas Houtepen. „Aber wir haben gut und hart gearbeitet. So wurde es zum Schluss hin wieder spannend. Und dann kamen diese beiden Entscheidungen der Schiedsrichter...“.

TVC-Coach Leszek Krowicki sah es ähnlich: „Es ist schwierig, solche Situationen zu kommentieren. Wenn die Unparteiischen so etwas pfeifen, müssen sie sich absolut sicher sein, dass sie richtig liegen. Aber ich glaube nicht, dass sie es waren. Auf jeden Fall haben diese Entscheidungen das Ergebnis maßgeblich beeinflusst.“

  • Cloppenburg - Team HandbALL Lippe II26:29
  • TV Cloppenburg: Nils Buschmann, Hendrik Legler – Ole Harms (6/1), Thomas Houtepen (4), Adam Pal (3), Krzysztof Pawlaczyk (3), Michal Skwierawski (3/1), Maximilian Bähnke (2), Vincent Saalmann (2), Nils Goepel (1), Bence Lugosi (1), Mohamad Sibahi (1), Tamas Pal, Tom Zwarthoed.
  • Zuschauer: 450.
  • Nächstes TVC-Spiel: Am kommenden Samstag (13. November) von 19 Uhr an auswärts beim TSV GWD Minden II.

Denn nach dem 16:22 nach knapp 44 Minuten legten die Cloppenburger noch einmal los. Mit vier Treffern am Stück zum 20:22 (49.) stellten sie den Anschluss wieder her. Zeit genug war also noch da, um das Blatt noch vollends zu wenden. Zwar kamen die Gastgeber noch mehrmals bis auf ein Tor heran, aber es sollte ihnen trotz guter Gelegenheiten nicht gelingen, den Bock umzustoßen. So scheiterte der sonst so sichere Siebenmeterschütze Ole Harms beim Stand von 23:24 mit einem Strafwurf an Torhüter Timon Mühlenstädt. Das wäre gute vier Minuten vor dem Ende der Ausgleich gewesen.

So aber liefen die TVC-Männer dem knappen Rückstand letztlich vergebens hinterher und kassierten mit dem 26:29 die zehnte Niederlage im zehnten Spiel. Die Gäste hingegen feierten ihren Auswärtssieg überschwänglich und Lippes Trainer, Matthias Struck, atmete ganz tief durch: „Das war ein ganz hartes Stück Arbeit. Ich hatte meine Spieler beschworen, Cloppenburg nicht nach der Punkteausbeute zu beurteilen. Der TVC hat eine starke Mannschaft, der einige Spiele nur ganz knapp verloren hat. Das war auch im Hinspiel so und jetzt in Cloppenburg wieder. Aber ich bin stolz auf mein Team, dass es in den entscheidenden Phasen kühlen Kopf bewahrt hat. Das freut mich sehr. Der Sieg war für uns nach zuvor drei Niederlagen hintereinander sehr wichtig.“

Strucks Gegenüber, Leszek Krowicki, war natürlich enttäuscht: „Man sieht, dass wir gut vorbereitet in unsere Spiele gehen. Auch diesmal haben wir keinen schlechten Wettkampf geboten. Ich muss meine Mannschaft für ihre kämpferische Einstellung und ihre Moral loben. Aber es wieder nicht gereicht. Andererseits wäre es unvernünftig, schon jetzt aufzugeben. Noch ist für uns einiges drin und so lange wir diese Chance haben, machen wir weiter.“

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