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TVC-Handballer hoffen auf „Sahnetag“

Cloppenburg tritt als Außenseiter an, gibt sich aber selbstbewusst: „Wir fahren zur Eintracht, um zu gewinnen. Wir wollen die Punkte auf keinen Fall freiwillig abliefern“, so Coach Barna-Zsolt Akacsos

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Mit voller Wucht: Jeppe Villumsen (rechts, im Spiel gegen das Team HandbALL Lippe II) möchte am morgigen Samstag mit dem TVC Spitzenreiter Eintracht Baunatal Paroli bieten. Foto: Langosch

Mit voller Wucht: Jeppe Villumsen (rechts, im Spiel gegen das Team HandbALL Lippe II) möchte am morgigen Samstag mit dem TVC Spitzenreiter Eintracht Baunatal Paroli bieten. Foto: Langosch

Noch dürfen sie spielen, die Handballmänner des TV Cloppenburg. Ob sie allerdings nach dem kommenden Wochenende noch im Spielbetrieb sein werden oder dem vom Bund verhängten Lockdown anheim fallen, das muss sich noch herausstellen. Der Deutsche Handballbund (DHB) hat den Vereinen jedenfalls ein Schreiben zukommen lassen, dass er bis spätestens Anfang kommender Woche klären will, ob die Dritte Liga zum Profi- oder Amateurbereich zählt.

Sollte Ersteres dabei herauskommen, dürften sowohl die Männer des TVC als auch die Frauen des BV Garrel die Saison weiter fortsetzen. Andernfalls würde zumindest bis Ende November der Spielbetrieb in der 3.Liga ruhen. Da die Verordnung indes erst am Montag (2.November) in Kraft tritt, steht dem Auswärtsspiel der Cloppenburger am morgigen Samstag beim GSV Eintracht Baunatal (Anwurf: 17.30 Uhr) aktuell nichts im Wege.

Diese Aufgabe hat es jedoch sportlich in sich. Die Hessen haben einen perfekten Start hingelegt. Nach vier Begegnungen haben sie makellose 8:0-Punkte auf dem Konto und führen damit die Tabelle der 3. Liga Nord-West an. „Das ist kein Zufall“, findet TVC-Trainer Barna-Zsolt Akacsos. „Baunatal hat eine Topmannschaft, die unbedingt da oben hingehört.“ Per Video hat sich der Cloppenburger Coach die ersten vier Begegnungen des nächsten Gegners angesehen – und die Analyse stützt seine These. „Die Mannschaft ist megafit. Der GSV hat seit Mai quasi durchtrainieren können. Die Beinarbeit, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr, ist spitze. Das habe ich in dieser Liga noch nicht gesehen. Außerdem hat Baunatal sechs neue Spieler verpflichtet, die alle eingeschlagen sind. Eintracht spielt einen super Handball.“

Vorbereitung verläuft nicht wunschgemäß

Die Situation in Cloppenburg ist eine ganz andere. Die Vorbereitung verlief alles andere als wunschgemäß. Das kreisweite Sportverbot von Mitte September bis Mitte Oktober hat den TVC weit zurückgeworfen. „Unsere Niederlage gegen Lippe II ist eindeutig auf diese vierwöchige Unterbrechung zurückzuführen“, sagt Akacsos. „Ich habe schon in der Halbzeitpause meinen Spielern angesehen, wie kaputt sie waren. Wir sind einfach noch nicht in der körperlichen Verfassung, wie wir sein müssten.“

Die Schwerpunkte im Training unter der Woche lagen folgerichtig auf Ausdauer und Schnelligkeit. Grundsätzlich hält Akacsos sein Team für konkurrenzfähig: „Wir haben in der 3. Liga etwas zu melden. Wenn wir körperlich auf der Höhe sind, können wir mithalten.“ Folgerichtig treten die Cloppenburger recht zuversichtlich die Tour in den Norden Hessens an: „Wir fahren schon nach Baunatal, um zu gewinnen. Wir wollen die Punkte auf keinen Fall freiwillig dort abliefern“, meint Akacsos. Klar ist für den Coach aber auch: „Um bei der Eintracht zu bestehen, brauchen wir einen Sahnetag. Letztlich aber haben wir nichts zu verlieren.“

Auf die Cloppenburger kommt ein weiteres Geisterspiel zu. In der Rundsporthalle Baunatal des GSV (Großenritter Sportverein) sind für diese Begegnung keine Zuschauer zugelassen. Personell sieht es beim TVC ziemlich gut aus. Neben dem langzeitverletzten Erik Gülzow wird allein der angeschlagene Nils Goepel passen müssen.

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