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TVC-Handballer enttäuschen bei 36:39-Niederlage gegen LIT 1912 II

Drittligist aus Cloppenburg verspielen 9:4-Führung. Jan Šega gibt Debüt neuer Torwart.

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Übel ausgehoben: Thomas Houtepen (blaues Trikot, im Duell mit Marten Franke) kassierte mit dem TVC eine 36:39-Niederlage gegen LIT 1912 II. Foto: Langosch

Übel ausgehoben: Thomas Houtepen (blaues Trikot, im Duell mit Marten Franke) kassierte mit dem TVC eine 36:39-Niederlage gegen LIT 1912 II. Foto: Langosch

Das Buch der Enttäuschungen in der Drittligasaison 2021/2022 ist für die Handballer des TV Cloppenburg um ein Kapitel reicher. Gegen LIT 1912 II verlor der Tabellenvorletzte der Gruppe B mit 36:39 (16:18) und kassierte damit die 15. Niederlage im 18. Spiel.

Schon vor dem Anpfiff gab es eine Überraschung. Im Cloppenburger Kader tauchte mit Jan Šega ein neuer Torhüter auf (Näheres im Infokasten unten) und kam gegen die Ostwestfalen für einen Siebenmeter zum Einsatz. „Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden“, meinte Šega. „Schade, dass wir das Spiel noch aus der Hand gegeben haben. In der ersten Viertelstunde war unsere Defensive stark, aber dann ist die Abwehr auseinandergefallen.“

Dabei hatten die Cloppenburger einen klasse Start erwischt. Nach knapp 12 Minuten führten sie mit 9:4 und hatten das Geschehen bis dahin fest im Griff. Vor allem dank Kreisläufer Ole Harms, der es insgesamt auf nicht weniger als 13 Treffer brachte.

Doch die Überlegenheit der Gäste schwand zusehends und damit auch der Vorsprung, Die Gäste fanden sich mehr und mehr, ohne aber großen Glanz zu versprühen. Doch die Leistung sollte reichen, um verdientermaßen die Punkte mitzunehmen. Beim 17:16 (28.) ging LIT II erstmals in Führung und legten vor der Pause noch einen Treffer zum 18:16-Halbzeitstand nach.

Neu beim TV Cloppenburg: Torhüter Jan Šega kam gegen LIT 1912 II zu einem Kurzeinsatz. Foto: LangoschNeu beim TV Cloppenburg: Torhüter Jan Šega kam gegen LIT 1912 II zu einem Kurzeinsatz. Foto: Langosch

Nach Wiederbeginn hatte es zunächst den Anschein, als sollten sich die Hausherren wieder gefangen haben. Sie brauchten nur knapp drei Minuten, um beim 19:19 wieder auszugleichen. Nur: Mehr gelang dem TVC nicht. Dafür blieb das Spiel zu fehlerbehaftet. Unnötige Hektik im Aufbau, überhastete Würfe und eklatante Mängel in der Defensive sorgten dafür, dass die komplette Wende ein frommer Wunsch blieb. Ein ums andere Mal kamen die Gäste ungehindert zum Abschluss.

  • TVC-Neuzugang Jan Šega
  • Der 27-jährige Slowene kommt vom brandenburgischen Oberligisten TSG Lübbenau, für die er im Januar sein letztes Spiel gemacht hatte. Wegen fehlenden Perspektiven in Lübbenau hat der Torhüter seine Zelte im Spreewald inzwischen abgebrochen, ist mit sofortiger Wirkung für den TVC spielberechtigt.
  • Im Heimspiel gegen LIT 1912 II stand Jan Šega erstmals im Kader.
  • Ausgebildet wurde der Keeper beim mehrfachen slowenischen Europapokalteilnehmer RD Riko Ribnica, bevor er 2018 den Schritt ins Ausland machte. Über den niederländischen Erstligisten Hurry-Up, für die er auch im Europapokal spielte, den TuS Derschlag (Oberliga Mittelrhein) und die TSG Lübbenau kam Šega zum TVC.
  • Jan Šegas Vertrag in Cloppenburg läuft bis zum Sommer 2023.
  • Der Slowene bekommt beim TVC die Rückennummer 12.

Bis zum 24:24 (42.) hielt der TVC zwar noch den Anschluss, aber dann setzten sich die Gäste entscheidend ab. Angeführt von Marten Franke, der mit zwölf Toren bester Schütze seines Teams war und dabei mit einer imponierenden Siebenmeterquote aufwartete: Alle acht Versuche verwandelte der bundesligaerfahrene Franke.

In der 46. Minute lag sein Team mit 30:25 vorn und hatten keine Mühe mehr, den Sieg einzufahren – auch, wenn Cloppenburg am Ende noch verkürzte. „Wir haben uns nach einem schlechten Start gefangen und dann unseren Stiefel souverän heruntergespielt. Außerdem haben wir die wichtigen Situationen für uns entschieden“, meinte Franke.

  • TV Cloppenburg - LIT 1912 II 36:39 (16:18)
  • TV Cloppenburg: Hendrik Legler, Nils Buschmann, Jan Šega – Ole Harms (13/4), Krzysztof Pawlaczyk (7), Bence Lugosi (4),Vincent Saalmann (4), Maciej Marszalek (2), Mohamad Sibahi (2), Maximilian Bähnke (1), Thomas Houtepen (1), Adam Pal (1), Michal Skwierawski (1), Nils Goepel, Tom Zwarthoed, Tamas Pal (ohne Einsatz).
  • Zuschauer: 149.
  • Nächstes TVC-Spiel: Am Samstag (19. Februar) von 19.30 Uhr an zu Hause gegen die Ahlener SG.

Auf der anderen Seite war Cloppenburgs Trainer Leszek Krowicki reichlich bedient: „Wir haben in der Abscher schlecht gespielt. Mit 39 Gegentoren ist es unmöglich ein Spiel zu gewinnen. LIT 1912 hat genau das gespielt, was wir erwartet haben. Aber wir haben einfach nicht umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Außerdem haben wir im Angriff nach der 9:4-Führung zu undiszipliniert agiert anstatt so konzentriert weiterzuspielen.“

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