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TVC-Frauen stochern komplett im Nebel

Volleyball: Noch ist nicht geklärt, wann und wie es in der Dritten Liga West mit dem Punktspielbetrieb weitergeht. Doch der TVC hat bereits einen Vorschlag gemacht.

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Geduld ist gefragt. Wann und wie die Saison in der Dritten Liga West für die Volleyballfrauen des TV Cloppenburg um Trainer Tomislav Ristoski weitergeht, ist noch offen. Foto: Langosch

Geduld ist gefragt. Wann und wie die Saison in der Dritten Liga West für die Volleyballfrauen des TV Cloppenburg um Trainer Tomislav Ristoski weitergeht, ist noch offen. Foto: Langosch

Die Saison in der Dritten Liga West entwickelt sich für die Volleyballfrauen des TV Cloppenburg alles andere als wunschgemäß. Nicht nur, dass sie ihre bisherigen vier Partien allesamt verloren haben, hat Corona dafür gesorgt, dass sie inzwischen bereits mit weiteren 4 Begegnungen im Rückstand sind. Ob und wann sie diese Nachholpartien bestreiten und auch den normalen Spielbetrieb wieder aufnehmen können, steht aktuell in den Sternen.

„Wir stochern komplett im Nebel“, meint der stellvertretende Abteilungsleiter im TVC-Volleyball, Ludger Wessel. „Wir haben überhaupt keine Informationen über die weitere Saison.“ Fakt ist, dass bis Ende November weder gemeinschaftliches Training, geschweige denn Punktspiele möglich sind. „Die Spielerinnen halten sich individuell fit, unsere Physiotherapeutin Michaela Lüpken hat jeder einzelnen einen konkret auf sie zugeschnittenen Plan erstellt, den die Mädels auch abarbeiten“, sagt Wessel.

Mannschaftstraining nicht zu ersetzen

Gleichwohl ersetzt dies kein Mannschaftstraining und eine Vorbereitung auf die Spiele ist so nicht möglich. Laut Spielplan würde es am 5./6. Dezember weitergehen. „Aber es weiß ja noch niemand, ob die Bundesregierung den Lockdown nicht über den November hinaus verlängert. Wenn das passiert, sind alle weiteren Überlegungen sowieso hinfällig“, findet Wessel.

Aber selbst, wenn am 1. Dezember wieder Normalität einkehren würde, so wäre es schwierig, direkt wieder in den Ligabetrieb zu starten. Der bislang letzte Spieltag ist am 24./25. Oktober über die Bühne gegangen, die nächsten Begegnungen am ersten Dezemberwochenende wären ein ziemlicher Kaltstart. „Für uns sind Spiele im Dezember eigentlich überhaupt nicht akzeptabel“, findet Wessel. „Wir hatten im Landkreis Cloppenburg ja schon von Mitte September bis Mitte Oktober einen lokalen Lockdown, jetzt fällt auch noch der November weg. Die ganze Vorbereitung einschließlich des Trainingslagers war für die Katz‘. Es wird schwer genug, diese Rückstände überhaupt aufzuholen.“

Von Seiten der Staffelleitung und des Verbandes gibtr es aktuell keine Auskünfte. „Im Frühjahr hat der DVV so schnell und gut entschieden, da wundert es mich, dass nun nichts kommt“, sagt Ludger Wessel. „Ich habe am Donnerstag noch mit der Staffelleiterin telefoniert, aber sie hat mir gesagt, dass sie sich wegen der wechselnden Situationen nicht äußern könne. Es gab zwar eine Anfrage bei den Vereinen, wie die sich die Fortsetzung der Saison vorstellen, aber Ergebnisse gibt es noch keine.“ Ebenso warten die Cloppenburgerinnen bislang vergeblich darauf, dass es Resultate einer Sitzung des Bundesspielausschusses unter der Woche bekannt werden.

Vorschlag: Aufteilung in zwei Staffeln

Der TVC habe, sagt Wessel, den Vorschlag gemacht, die Dritte Liga West in zwei Staffeln (West und Nord-West) zu teilen. „Die Partien, die gegen Staffelgefährten nach der neuen Einteilung schon ausgetragen sind, könnten mit in die Wertung eingehen. Somit würden pro Mannschaft am Ende zwölf Spiele zu Buche stehen. Über die Auf- und Abstiegsregelung müsste man sich noch Gedanken machen“, sagt Wessel.

Ein Blick auf die Landkarte würde nahelegen, den TVC in die Nordweststaffel einzusortieren – gemeinsam mit dem TV Eiche Horn aus Bremen, dem SV Bad Laer, dem VC Osnabrück und den Münsteraner Vertretern BW Aasee, USC II und VC Olympia. In der Weststaffel fänden sich dann: SF Aligse, MTV Hildesheim, VoR Paderborn, Union Emlichheim II, TV Hörde, FCJ Köln II und Bayer Leverkusen II.

Doch darüber ist noch längst nicht befunden. Erst einmal muss geklärt sein, wie und wann die Saison an sich fortgesetzt wird.

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