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TVC-Fans mussten sich 553 Tage gedulden

Die Drittliga-Handballer treffen am Samstagabend auf den OHV Aurich. Die Cloppenburg liefen zuletzt am 7. März 2020 vor eigenem Publikum auf. Damals noch in der Oberliga.

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Zielstrebig: Ole Harms (am Ball) und der TV Cloppenburg erwarten am Samstag um 19.30 Uhr den Ostfriesischen Handball-Verein (OHV) Aurich zum Drittliga-Derby. Foto: Langosch

Zielstrebig: Ole Harms (am Ball) und der TV Cloppenburg erwarten am Samstag um 19.30 Uhr den Ostfriesischen Handball-Verein (OHV) Aurich zum Drittliga-Derby. Foto: Langosch

Etwas mehr als anderthalb Jahre ist es her, dass die Handballer des TV Cloppenburg von ihren Fans angefeuert wurden. Am 7. März 2020 feierte der damalige Oberligist einen 27:24-Heimsieg gegen die HSG Delmenhorst. Kurz darauf begann die Corona-Pandemie mit all den Lockdowns, Verordnungen und Geisterspielen. Am Samstagabend dürfen die TVC-Anhänger ihren Lieblingen endlich wieder zujubeln – erstmals nach genau 553 (!) Tagen. Wenn in der Sporthalle an der Leharstraße um 19.30 Uhr das Drittliga-Derby gegen den OHV Aurich beginnt, dürfen bis zu 1000 Zuschauer dabei sein.

„Natürlich war das ein Thema bei den Jungs. Wir alle freuen uns sehr darauf, dass wir vor eigenem Publikum spielen dürfen“, sagt der Cloppenburger Coach Leszek Krowicki.

Treiner sieht seine Mannschaft gegen Aurich in der Außenseiterrolle

Grund zur Freude hatten er und die Mannschaft nach der 23:35-Auftaktpleite beim ASV Hamm-Westfalen II jedoch nicht. „Das war kein schöner Tag für uns, ohne Frage“, sagt Krowicki, „aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir mit mir nicht nur einen neuen Trainer, sondern einen fast komplett neuen Kader haben. Wir brauchen Zeit.“ Solch ein Umbruch lasse sich nicht von heute auf morgen vollziehen. „Im Prinzip stecken wir noch in der Vorbereitung.“

"Der TVC ist in eigener Halle immer sehr gefährlich."Ewald Meyer, OHV-Teammanager 

Nach dem schweren Spiel beim ASV – einem „sehr guten Gegner“, wie Leszek Krowicki sagt – sieht er seine Mannschaft auch gegen Aurich in der Außenseiterrolle. „Der OHV hat ein routiniertes und eingespieltes Team. Mein Landsmann Arek Blacha ist zudem ein klasse Trainer“, sagt der polnische TVC-Coach. Doch auch die Ostfriesen haben Respekt. „Der TVC ist in eigener Halle immer sehr gefährlich, das wissen wir“, sagt Aurichs Teammanager Ewald Meyer. „Wir werden uns vom Cloppenburger Auftaktergebnis ganz sicher nicht blenden lassen.“

In personeller Hinsicht geht Leszek Krowicki davon aus, dass er auf dieselben Spieler zurückgreifen kann, die in Hamm im Aufgebot standen. Bedeutet: Neuzugang Tamás Pál fehlt erneut verletzt. Dennoch ist der TVC-Trainer optimistisch. „Die Jungs haben im Training fleißig und gut gearbeitet – ich habe ein gutes Gefühl.“ Sicherlich auch, weil die Cloppenburger erstmals seit 553 Tagen wieder von ihren Fans angepeitscht werden.


Fakten:

  • In der Sporthalle an der Leharstraße sind am Samstagabend bis zu 1000 Zuschauer zugelassen.
  • Das entspricht der Hälfte der maximalen Kapazität.
  • Im Vorverkauf hat der TV Cloppenburg rund 400 Dauerkarten vergeben.
  • Damit stehen an der Abendkasse noch etwa 600 Tickets zum Verkauf.
  • Einlass ist ab 18 Uhr, es gilt die 3G-Regelung.

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