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TVC bittet um eine Sondergenehmigung

Deutscher Handballbund setzt Spielbetrieb in der 3. Liga bis 15. November aus

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Christian Bien. Foto: Wulfers

Christian Bien. Foto: Wulfers

Am Wochenende informierte der Deutsche Handballbund (DHB) die Vereine darüber, dass der Spielbetrieb in der 3. Liga vom heutigen Montag an bis einschließlich des 15. Novembers ausgesetzt wird. Ob es direkt im Anschluss daran für die Mannschaften dieser Spielklasse weitergeht, hängt davon ab, ob die 3. Liga dem Profibereich zugerechnet wird oder nicht.

Die Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten hatte am vergangenen Mittwoch als einen Beschluss zur Eindämmung der Coronapandemie ergeben, dass der Trainings- und Spielbetrieb im Amateursport bis zum Ende des Monats einzustellen sei. Gilt die 3. Liga also als Amateursport, so würde dort frühestens wieder im Dezember gespielt.

Die Handballmänner des TV Cloppenburg würden die Saison nur zu gerne so schnell wie möglich fortsetzen. Allerdings wünschen sie sich, dass sie den Trainingsbetrieb aufrechterhalten können. Mit diesem Ansinnen hat sich der TVC nun an die Stadt und den Landkreis Cloppenburg gewandt. Der vorübergehende Handballabteilungsleiter im TVC, Christian Bien, führt zweierlei Gründe für die Bitte an: Einerseits dürften Staffelkonkurrenten wie beispielsweise Aurich, Schalksmühle oder Aurich weitertrainieren, andererseits habe das Bundesinnenministerium schon im Sommer in den Billigkeitsrichtlinien „Coronahilfen Profisport“ die 3.Ligen explizit mit aufgenommen.

Die Fortsetzung des Trainingsbetriebes stellt für die TVC-Handballabteilung kein zusätzliches Risiko dar. „Unser Hygienekonzept für die Trainingseinheiten ist sehr umsichtig und detailliert“, sagt der zweite Geschäftsführer Ralf Sandmann. „Die Mannschaft trifft derzeit auch auf keine weiteren Sportler in unserer vereinseigenen Halle.“

Barna-Zsolt Akacsos. Foto: WulfersBarna-Zsolt Akacsos. Foto: Wulfers

Barna-Zsolt Akacsos, Trainer der Cloppenburger Drittligamänner, hält es für unabdingbar, die Übungseinheiten ohne Unterbrechung fortführen zu können. „Die vierwöchige Spiel- und Trainingspause, die der Landkreis von Mitte September verhängt hatte, hat uns weit zurückgeworfen. Wenn wir jetzt wieder aussetzen müssen, können wir den Rückstand überhaupt nicht mehr aufholen, dann können wir den Laden im Grunde komplett zumachen.“

Für die Frauen des BV Garrel steht so oder so in nächster Zeit kein Training auf dem Programm. Wegen eines Coronafalles im Umfeld des Teams sind die Spielerinnen fürs Erste in Quarantäne. Angesichts von Zwölferstaffeln in der weiblichen 3. Liga würde die Terminnot wegen eines Lockdowns im November noch nicht allzu groß.

Das sieht bei den Männern ganz anders aus. Die vier Gruppen umfassen jeweils 18 Mannschaften, macht also 34 Saisonbegegnungen für jedes Team. Durch das Aussetzen bis zum 15. November erhöht sich für den TVC die Anzahl der Nachholspiele schon jetzt auf fünf. Daraus resultieren Überlegungen, die Saison in verändertem Modus weiterzuführen. Die HSG Krefeld Niederrhein beispielsweise hat vorgeschlagen, jede Gruppe in zwei Neunerstaffeln (nach regionalen Gesichtspunkten sortiert) aufzuteilen und vom 1. Dezember an einen Neustart anzustreben. Nach Hin- und Rückrunde – so die Idee der Krefelder – sollten dann die beiden Erstplatzierten über Playoffs den Staffelsieger ermitteln.

Dazu äußert sich Andreas Tiemann, spielleitende Stelle Männer in der 3.Liga, auf MT-Anfrage nicht konkret: „Wir haben mehrere Ideen, wie wir den Spielbetrieb fortsetzen. Diese werden wir mit der Spielkommission nun ausarbeiten und vervollständigen, um dann gemeinsam mit den Vereinen den weiteren Weg abzustimmen. Wir wollen nichts von oben vorgeben, sondern – wie schon im Sommer –  Klubs mit einbeziehen. Diese Kommunikation ist uns wichtig. Durch das Aussetzen des Spielbetriebes haben wir erst einmal zwei Wochen Zeit gewonnen und wollen spätestens Mitte November einen virtuellen Staffeltag abhalten.“

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