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TVC bekommt Komplimente, aber keine Punkte

Cloppenburgs Drittligahandballer verlieren beim Wilhelmshavener HV trotz starker Leistung mit 29:30.

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Mächtig ausgeholt: Maciej Marszalek (am Ball) bot mit dem TV Cloppenburg dem favorisierten Wilhelmshavener HV zwar nach Kräften Paroli, aber am Ende stand eine bittere 29:30-Niederlage zu Buche. Foto: Langosch

Mächtig ausgeholt: Maciej Marszalek (am Ball) bot mit dem TV Cloppenburg dem favorisierten Wilhelmshavener HV zwar nach Kräften Paroli, aber am Ende stand eine bittere 29:30-Niederlage zu Buche. Foto: Langosch

Für die Komplimente konnten – und wollten – sich die Handballer des TV Cloppenburg nichts kaufen. Zwar hatten sie beim Zweitligaabsteiger Wilhelmshavener HV ihre bislang mit Abstand beste Saisonleistung gebracht, aber nach dem 29:30 (16:14) standen sie auch nach dem fünften Drittligaspiel mit leeren Händen da.

„Wir haben immer noch null Punkte. Das ist das, was zählt“, meinten Trainer Leszek Krowicki und Rechtsaußen Tom Zwarthoud unisono. Das mag mit dem Blick auf die Tabelle zwar stimmen, aber die Leistung, die die TVC-Männer in der Wilhelmshavener Nordfrost-Arena boten, sollte ihnen Auftrieb für die kommenden Aufgaben geben. Gegen die favorisierten Hausherren hielten die Cloppenburger nicht nicht nur mit, sie waren über weite Strecken auch das bessere Team. Nur, es gelang ihnen nicht, diese Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. So kamen sie zwar zu einem 7:4-Vorsprung (12.), aber sie verspielten die Führung in nicht einmal zwei Minuten.

Doch im Gegensatz zu den Begegnungen zuvor, fing sich der TVC rasch und hielt die Partie offen. Dabei überzeugte das Krowicki-Team in einer engagiert geführten Begegnung nicht nur kämpferisch, sondern auch in spielerischer Hinsicht. Vor allem Maciej Marszalek und Thomas Houtepen setzten Glanzlichter. Houtepens Trikot hielt den Belastungen nicht stand, im zweiten Durchgang tauschte der TVC-Regisseur sein zerfetztes Shirt mit der Nummer 3 gegen das mit der 61.

WHV - TVC. Fotos: Langosch

Die Materialschwäche beeindruckte die Gäste indes nicht. Auch, als die 16:14-Halbzeitführung zu Beginn des zweiten Durchgangs schwand, gaben die TVCer nicht auf. Die Rote Karte gegen Wilhelmshavens Duje Maretic, der Maximilian Bähnke rüde gefoult hatte (42.), verlieh den Cloppenburgern noch einen Schub. Nicht einmal die Hinausstellung Vincent Saalmann mit der dritten Zeitstrafe (48.) und ein 21:25-Rückstand Sekunden darauf entmutigte die Mannen um Trainer Krowicki.

  • Wilhelmshaven - TV Cloppenburg 30:29
  • Cloppenburg: Nils Buschmann, Hendrik Legler – Ole Harms (7/4), Thomas Hout- epen (6), Maciej Marszalek (5), Bence Lugosi (4), Michal Skwierawski (3), Maximilian Bähnke (1), Vincent Saalmann (1), Mohamed Sibahi (1), Tom Zwarthoed (1), Nils Goepel, Adam Pal, Krzysztof Pawlaczyk, Tamás Pál (ohne Einsatz).
  • Rote Karte: Maretic (WHV, 42., grobes Foul) – Saalmann (TVC, 48., 3x2 min.).
  • Zuschauer: 850.
  • Nächstes TVC-Spiel: Am Samstag (9. Oktober, 19.30 Uhr) zu Hause gegen den ATSV Habenhausen.

Vielmehr rafften sie sich noch einmal zu einer Aufholjagd auf, die sie – auch dank einiger starken Paraden von Torhüter Nils Buschmann – bis zum 29:30 führte. Die verbleibenden 15 Sekunden jedoch spielte der WHV mit all' seiner Routine herunter und sicherte sich so den schmeichelhaften Erfolg.

„Einen Punkt hätten wir auf jeden Fall verdient gehabt“, sagte Leszek Krowicki. „Aber so brutal ist Handball.“ Auch Kreisläufer Nils Goepel war geknickt: „In der ersten Halbzeit haben wir richtig gut gespielt und hätten sogar höher führen können. Mitte der zweiten Hälfte haben wir uns dann ein paar zu einfache Fehler erlaubt, die haben letztlich den Ausschlag gegeben. Aber so dicht wie diesmal waren wir noch nicht an einem Punktgewinn.“ Auf der Leistung kann der TVC aber in jedem Fall aufbauen, wenn es am kommenden Samstag in der Halle an der Leharstraße zum Derby gegen den ATSV Habenhausen kommt.

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