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Triathlon Heidesee: Ein 17-Jähriger zieht allen davon

270 Starter – damit konnten die Veranstalter von BW Lohne gut leben. Schließlich waren das doppelt so viele wie im Vorjahr.

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Kleine Erfrischung am Morgen: Ein Teilnehmer läuft ohne Neoprenanzug in den Heidesee. Foto: Frank Wenzel

Kleine Erfrischung am Morgen: Ein Teilnehmer läuft ohne Neoprenanzug in den Heidesee. Foto: Frank Wenzel

Als Tobias Penski um 6.00 Uhr am Sonntagmorgen am Heidesee ankam und übers Wasser blickte, wähnte er sich kurzzeitig im falschen Film. Dichte Nebelschwaden hingen über dem Gewässer. „Das war eher ‚Gorillas im Nebel‘“, berichtete der Lohner: „Ich habe gedacht, wenn ich gleich den Leuten sage, dahinten ist eine Schwimmboje, das glauben die mir nicht.“

Ganz so schlimm kam es dann doch nicht. Das Schwimmen ging trotz des Nebels reibungslos über die Bühne, auch die Wasserpest-Teppiche wurden elegant umkurvt. Zudem hatten die Helfer von der DLRG zwei Extrabojen gesetzt. Und weil anschließend auch das Radfahren und das abschließende Laufen ohne nennenswerte Zwischenfälle abliefen, konnten Tobias Penski und seine Mitstreiter aus dem Organisationsteam von BW Lohne nach dem 10. OLB-Triathlon Heidesee gut gelaunt Bilanz ziehen: „Wir sind allerbestens zufrieden“, sagte Penski.

Dafür sorgten auch die Teilnehmerzahlen. Insgesamt gingen 270 Ausdauersportler an den Start – 174 auf der Einzel-Sprintdistanz über 500 Meter Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen sowie 32 Dreierstaffeln, die sich die drei Disziplinen teilten. Obwohl es wieder einige „No-Shows“ gab (angemeldete Athleten, die nicht erschienen), wurde damit die Vorjahreszahl von 129 Startern mehr als verdoppelt. „Wir sind wieder auf dem Stand von vor Corona“, stellte Penski zufrieden fest.

„Von dem ist noch einiges zu erwarten“Tobias Penski über den Sieger David Spiekermann

Sportlich drückte wie erwartet David Spiekermann aus Bad Essen der Veranstaltung seinen Stempel auf. In 1:01:09 Stunden gewann der 17-Jährige vom TV Bohmte die Sprintdistanz. Der Kaderathlet des Triathlonverbandes Niedersachsen erzielte im Schwimmen (6:37 min), im Radfahren (34:01 min) und im Laufen (18:23 min) jeweils die beste Zeit. Nur im Radfahren war in Gerd Hemker vom Vechtaer Team triklusiv 9 in 32:07 min ein Staffel-Starter noch etwas schneller.

„David hatte sich zwei Ziele gesetzt: Erstens unter einer Stunde ankommen – das hat er nicht ganz geschafft“, berichtete Tobias Penski: „Das zweite war: Er wollte schneller sein als sein Bruder.“ Und das gelang dem 17-Jährigen. Sein älterer Bruder Peter (21), inzwischen Profi und am Wochenende beim Ironman Wales am Start, hatte im Vorjahr am Heidesee in 1:02:36 Stunden triumphiert. Tobias Penski staunte angesichts der Vorstellung des 17-jährigen David. Er ist sich sicher: „Von dem ist noch einiges zu erwarten.“

Stark auch die Siegerzeit bei den Frauen, wo die Leeranerin Leigh Knaap (MTV Aurich) in 1:13:51 Stunden gewann. Auch die junge Lisa Holm (Osnabrück/1:15:26) und W-55-Vertreterin Britta Hinrichs (Oldenburg/1:19:35) kamen unter 1:20 Stunden ins Ziel.

Wettertechnisch hatten die Lohner Glück. Nach leichtem Nieselregen zu Beginn kam später sogar die Sonne durch. „Es war nicht zu warm, nicht zu kalt und wir hatten keinen Wind. Es war perfektes Wetter“, fand Tobias Penski. Trotz eines Baumstamms, der quer über der Laufstrecke lag, kam es zu keinen Zwischenfällen, nur nach dem Schwimmen gaben zwei Starter entkräftet auf. „Wir haben alle Leute heil nach Hause gekriegt“, sagte Tobias Penski erleichtert: „Das ist immer das Wichtigste.“

Die Organisatoren von BW Lohne freuten sich zudem über positive Rückmeldungen – von Teilnehmern, aber auch von offizieller Seite. „Die Kampfrichter haben uns gesagt, dass wir mit der schönen Umgebung und unserer Laufstrecke, die kaum über Asphalt führt, ein echtes Alleinstellungsmerkmal haben“, berichtete Tobias Penski.

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