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Treue Fans: Nur 39 Saison-Abos gekündigt

Rasta Vechta arbeitet an einem Konzept, das zumindest einigen Dauerkartenbesitzern einen Besuch ermöglicht.

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Action im Dome: Rasta Vechta hofft, dass irgendwann wieder Fans bei den Basketball-Spielen dabei sein können. Foto: Becker

Action im Dome: Rasta Vechta hofft, dass irgendwann wieder Fans bei den Basketball-Spielen dabei sein können. Foto: Becker

Volle Tribünen im Rasta-Dome – das wird's aufgrund der Coronavirus-Pandemie vorerst nicht geben. Und dennoch kann sich Rasta Vechta auf die Treue seiner Fans verlassen. 98,4 Prozent der Dauerkarten-Inhaber haben ihr Abonnement aufrecht gehalten – natürlich in der Hoffnung auf eine Rückkehr von Fans in die Arena an der Pariser Straße. Das gab der Basketball-Bundesligist am frühen Dienstagabend bekannt.

Von den 2448 Dauerkarten der Vorsaison wurde lediglich 39 gekündigt. Im Bereich Sponsoring gibt's indes vier zusätzliche Saisontickets, sodass für die Serie 2020/21 – Rastas fünfte in der BBL – insgesamt 2413 Dauerkarten vergeben sind.

Einnahmen ergeben sich daraus für den Klub aber nicht. „Selbstverständlich ziehen wir von unseren Fans jetzt kein Geld ein. Schließlich kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen, welche Anhänger in dieser Saison ein Spiel besuchen können“, erklärte Rastas Geschäftsführer Stefan Niemeyer. Man sei natürlich daran interessiert, „dass baldmöglichst wieder die Atmosphäre im Rasta-Dome herrscht, die wir alle so lieben“, so Niemeyer: „Deshalb arbeiten wir an einem Konzept, das zumindest einigen Dauerkartenbesitzern einen Besuch ermöglicht.“

Dauerkarten werden nicht verschickt

Rasta hatte den Stichtag für die Kündigung des Dauerkarten-Abos von Ende Juni auf Ende Juli verschoben und dann eine weitere Zeit der Kulanz angeboten. Ende August erfolgte nun der Kassensturz. Auf die Zusendung der Saisontickets verzichtet der Verein, das Abo bleibt davon aber unberührt. Niemeyer sagt dazu: „Die Produktion und der Versand der Karten machen derzeit keinen Sinn – vor allem aus finanziellen Gründen.“

Sollten Dauerkarteninhaber Spiele besuchen können, würden ihnen Tageskarten in Rechnung gestellt und zugeschickt. Rasta, das im Bereich Ticketing mit null Euro an Einnahmen plant, erarbeitet gerade diverse Szenarien, um irgendwann möglichst vielen Fans gerecht werden zu können. Niemeyer gibt zu: „Das ist eine Angelegenheit, die Kopfschmerzen bereitet“. Realistisch betrachtet, werde man nicht jeden zufriedenstellen können.

Abseits der Ticket-Thematik trudeln nach und nach die Spieler in Vechta ein. Am Dienstag landeten die Neuzugänge Will Vorhees und Jordan Barnett in Hamburg bzw. Amsterdam. Vorhees hatte dabei Pech: Sein Gepäck war in New York geblieben. Kapitän Josh Young wird am Mittwochnachmittag der letzte Rasta-Profi sein, der in Vechta eintrifft.

Spieler wie Philipp Herkenhoff, Jannes Hundt oder Björn Rohwer befinden sich bereits seit einigen Tagen im Kleingruppen-Training. Coach Thomas Päch, seine Co-Trainer Derrick Allen und Marius Graf sowie der neue Athletikcoach Andreas Finsinger arbeiten zudem individuell mit den Spielern. Bis zum ersten Teamtraining, das für den 14. September geplant ist, müssen alle Spieler diverse Corona-Testungen absolvieren.

Gesucht wird noch ein letzter Neuzugang, der den Kader verstärken soll. Niemeyer sagt dazu: „Wir müssen sehen, ob wir da in unserer Preisklasse jemanden finden, der uns wirklich weiterhilft.“

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