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Trainingsverbot ist für TVC eine Katastrophe

Die Saison ist für die Drittligahandballer des TV Cloppenburg unterbrochen worden. Wann und wie es weiter geht, ist unklar. Wie gehen Verein und Spieler mit dieser Situation um?

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Verkorkste Saison: Die Drittligahandballer des TV Cloppenburg, hier mit Mark Schulat (rotes Trikot) im Testspiel gegen Opladen, können überhaupt nicht absehen, wie die Serie 2020/21 weitergeht. Foto: Langosch

Verkorkste Saison: Die Drittligahandballer des TV Cloppenburg, hier mit Mark Schulat (rotes Trikot) im Testspiel gegen Opladen, können überhaupt nicht absehen, wie die Serie 2020/21 weitergeht. Foto: Langosch

Der Beschluss des Deutschen Handballbundes, die coronabedingte Saisonunterbrechung in der 3. Liga bis zum Ende Januar kommenden Jahres zu verlängern, wirft die Männer des TV Cloppenburg in der Staffel Nord-West weit zurück.

„Diese Entscheidung ist fürchterlich“, sagt Trainer Barna-Zsolt Akacsos. „Wir hatten nach der ersten Unterbrechung der Saison bis zum Ende des Jahres 2020 nicht unbedingt erwartet, dass wir im Januar den Spielbetrieb wieder aufnehmen würden, aber nun glaube ich kaum, dass es im Februar etwas wird. Wir können derzeit ja nicht einmal in die Halle, um überhaupt als Mannschaft zu trainieren. Das ist eine Katastrophe für uns.“

Spieler halten sich individuell fit

Derzeit halten sich die Spieler individuell fit. „Die Motivation ist da, alle Jungs sind sehr fleißig“, lobt der Coach das Engagement jedes Einzelnen in diesen schwierigen Zeiten. Unter anderem haben die TVC-Handballer an der Lauf-Challenge zugunsten der Aktion „Kleiner Stern“ teilgenommen. Allerdings ist derzeit Mikkel Beck nicht dabei. Der nach dem Weggang von Jeppe Villumsen einzig verbliebene Däne im Cloppenburger Kader ist vorerst in seine Heimat zurückgekehrt. „Es hat keinen Sinn, wenn er in dieser Situation in Cloppenburg bleibt und alleine in seiner Wohnung sitzt“, erläutert Akacsos.

Der Übungsleiter hat seine liebe Mühe, den weiteren Fortgang der Saison zu koordinieren. „Weil Jeppe uns verlassen hat, muss ich mein Konzept sowieso ändern, aber die Trainingsmöglichkeiten, die neuen Varianten einzustudieren, sind momentan nicht da“, sagt Akacsos, der nicht damit rechnet, Ersatz für den wurfgewaltigen Rückraumschützen zu bekommen. Das einzig Gute an der Zwangspause ist der Umstand, dass Erik Gülzow seine langwierige Schulterverletzung in aller Ruhe auskurieren kann. „Jetzt sind bei ihm zwar noch Rückenprobleme hinzugekommen, aber Erik könnte wahrscheinlich im Januar oder Februar wieder ins Mannschaftstraining einsteigen – wenn wir denn trainieren dürften“, meint Akacsos.

Wie es mit der Saison weitergeht, ist unklar

Wie wird es nach Meinung des Coaches mit der Saison denn weitergehen? „Es ist illusorisch, dass wir den Spielplan mit 34 Begegnungen noch durchbekommen, das steht fest“, sagt Akacsos. „Wahrscheinlich wäre es am besten, wenn man die Saison komplett abbricht und im Sommer mit der Vorbereitung auf die Spielzeit 2021/2022 beginnt. Aber wir wollen wieder Handball spielen und das so schnell wie möglich. Ich könnte mir vorstellen, dass man die aktuelle Saison auf eine einfache Serie beschränkt und nach der Hinrunde einen Schlussstrich zieht. Eine Aufteilung der 3. Ligen in neue, kleinere Staffeln kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.“

Der Handballabteilungsleiter im TV Cloppenburg, Christian Bien, sieht einige Schwierigkeiten in der Planung der weiteren Saison: „Eine gerechte Lösung für alle kann es nicht geben. Es geht ja schon damit los, dass die Bedingungen unterschiedlich sind. Wir dürfen beispielsweise momentan nicht trainieren, der OHV Aurich beispielsweise schon. Vom TuS Volmetal weiß ich, dass er freiwillig das Training eingestellt hat. Ich denke, dass es eine Reihe von Vereinen geben wird, die in arge finanzielle Schwierigkeiten kommen werden. Da wäre es enorm wichtig, dass der DHB zu Einsicht gelangt, den Vereinen Gelegenheit zu bieten, sich zu präsentieren. Aber man muss sich darüber im Klaren darüber sein, dass die knallharten Entscheidungen, die zu fällen sind wie etwa der Abstieg, massiv von Glück und Pech beeinflusst werden.“

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