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Trainingspläne: Fußballer lassen Vorsicht walten

Seit einer Woche darf unter Auflagen auch im Amateur-Bereich wieder trainiert werden. OM online hat sich bei einigen Klubs im Landkreis Vechta umgehört.

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Der Ball darf wieder rollen – aber ohne Zweikämpfe: Vor einer Woche hat das Land Niedersachsen die Zügel für den Freiluftsport etwas gelockert. Foto: Lünsmann

Der Ball darf wieder rollen – aber ohne Zweikämpfe: Vor einer Woche hat das Land Niedersachsen die Zügel für den Freiluftsport etwas gelockert. Foto: Lünsmann

Viele Fußballplätze sind wieder offen – die Vereine können unter Auflagen trainieren. Jubelarien und voreilige Platzstürme hat die Lockerung der Corona-Maßnahmen bei den Klubs im Landkreis Vechta allerdings nicht ausgelöst. Im Gegenteil: Die Vereine üben sich in Vorsicht und wollen den Betrieb langsam wieder hochfahren.

Vereine in Lohne: Vertreter von BWL, Amasyaspor, SV Kroge und GW Brockdorf trafen sich am Dienstag zum Austausch mit der Stadt Lohne. „Dabei geht es darum, Fragen zu bündeln und auch Detailfragen zu klären“, sagte Pressesprecher Christian Tombrägel. Die Outdoor-Sportstätten sind bereits seit letzter Woche wieder freigegeben. GWB-Fußballobmann Norbert Nuxoll erklärte, man werde nach dem Treffen ein Konzept entwickeln.

Von BW Lohne nahm Torsten Jehle am Informationsaustausch teil. Am Mittwoch will der Fußballvorstand mit einigen Verantwortlichen die Lage im Stadion besprechen. Ziel: Fußballer ab etwa 3./4. Schulklasse bis Herren/Damen sollen einmal die Woche Gelegenheit zum Training bekommen. Weniger der Wettkampfgedanke, sondern die Wiederbelebung der sozialen Kontakte steht im Mittelpunkt. Leistungsteams wie die 1. Herrenmannschaft warten erst mal ab, bis eine Entscheidung zur Saison vom NFV vorliegt.

VfL Oythe: In dieser Woche gibt es auf jeden Fall noch kein Training. Fußballobmann Andreas Mitzlaff und die Verantwortlichen im Verein haben allerdings schon bei den Mannschaften das Interesse abgefragt und sind dabei grundsätzlich eher auf Vorsicht gestoßen. Geplant ist beim VfL Oythe aufgrund der gegebenen Voraussetzungen, die Herren an der Hasenweide und die Jugendlichen am Oyther Berg trainieren zu lassen. Aber zunächst will man nach Worten von Andreas Mitzlaff die Ergebnisse einer weiteren Telefonkonferenz der Vereine mit den Oberen des NFV-Kreises Vechta am Mittwoch abwarten und dann im Einzelnen entscheiden, wie es weitergeht

SC Bakum: Seit dem vergangenen Wochenende machen sich die Verantwortlichen Gedanken über die Rückkehr auf den Platz. Fußballobmann Reinhard Hoping betont dabei, dass man vorsichtig vorgehen und alle Regeln beachten wolle. Ein entsprechender Aushang werde erfolgen. „Die Jungs wollen natürlich alle wohl wieder. Aber es fehlt ein festes Ziel, ein Datum, wann es wieder losgeht.“ Freigegeben werden soll bei den Schwarz-Weißen zunächst der dritte Platz. Die C-Jugend habe durch ihren Trainer schon eine Anfrage für zweimaliges Training in der Woche in zwei Gruppen gestellt.

Bei ihm wird schon wieder trainiert: BW Langfördens Geschäftsführer Ralph Siemer. Foto: von HoltBei ihm wird schon wieder trainiert: BW Langfördens Geschäftsführer Ralph Siemer. Foto: von Holt

BW Langförden: Schon seit Montag kann am Bomhof wieder trainiert werden. Die Teams müssten sich dazu aber an die bisher für sie bestehenden Trainingszeiten halten, eine Anmeldung wäre deswegen also nicht erforderlich. BWL-Geschäftsführer Ralph Siemer erläutert, dass man die Hygieneregeln auf Schildern genau erklärt habe. Auch müsse schriftlich dokumentiert werden, wer wann trainiere. Alle Plätze stehen dafür zur Verfügung – aber nur bei gutem Wetter. Wenn's regnet, soll niemand schmutzig nach Hause fahren müssen, da die Duschen nicht zur Verfügung stehen. Siemer weiß aber, dass im Herrenbereich erst mal abgewartet wird.

TuS Neuenkirchen: In dieser Woche herrscht noch kein Trainingsbetrieb. Dazu hat sich der Verein in enger Abstimmung mit der Kommune entschieden, wie TuS-Geschäftsführer Andreas Berens berichtet. „Wir werden uns am Donnerstag zusammensetzen und dann ein Konzept erarbeiten“, erklärt er. Dabei muss auch ein Corona-Beauftragter gefunden werden. Man wolle „nicht Hals über Kopf“ wieder loslegen, sondern sich in Ruhe um die Vorsorge kümmern. Berens rechnet dennoch damit, dass die Fußballplätze am nächsten Montag nach Freigabe der Gemeinde geöffnet werden können. Die TuS-Teams sind noch im Wartemodus – auf eine schnelle Öffnung der Plätze pochte noch niemand.

Falke Steinfeld: Nach Rücksprache mit der Gemeinde Steinfeld bleiben die kommunalen Sportanlagen vorerst geschlossen. Aktuell wird ein Konzept erarbeitet, wie die behördlichen Vorgaben und Empfehlungen der Sportverbände umgesetzt werden können. „Wenn überhaupt der Bedarf da ist, dann könnten wir die Plätze voraussichtlich um Pfingsten rum wieder öffnen“, sagt Fußballobmann Stefan „Charly“ Ehrenborg. Dies wurde den Vereinsmitgliedern Anfang der Woche auch in einem Schreiben mitgeteilt. Jetzt wollen die Verantwortlichen Gespräche mit den Übungsleitern führen.

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