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Trainerquartett für SVH-Handballfrauen

Die Handballerinnen des SV Höltinghausen sind auf der Suche nach einem Übungsleiter in den eigenen Reihen fündig geworden.

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Doppelaufgabe: Leistungsträgerin Lena Walter (links, hier im Duell mit Cloppenburgs Lena Büssing) rückt zusätzlich in den Trainerstab des SV Höltinghausen auf .Foto: Wulfers

Doppelaufgabe: Leistungsträgerin Lena Walter (links, hier im Duell mit Cloppenburgs Lena Büssing) rückt zusätzlich in den Trainerstab des SV Höltinghausen auf .Foto: Wulfers

Die Handballerinnen des SV Höltinghausen haben zwar noch Zeit, bevor die neue Saison in der Landesliga beginnen soll, aber untätig sind sie deswegen noch lange nicht. Die Schwerpunkte des Handelns jedoch liegen aktuell indes weniger auf dem sportlichen Bereich mit der Vorbereitung der Punktspielserie 2020/2021 als vielmehr auf der Gestaltung des Rahmens.

In erster Linie stand für die Abteilungsleitung um Olaf Walter die Trainerfrage im Fokus. Kers-tin Wichmann, die für die erste SVH-Mannschaft zwei Jahre lang das sportliche Sagen hatte, hatte schon vor dem coronabedingten Abbruch der vergangenen Serie erklärt, nicht mehr in der ersten Reihe stehen zu wollen. Folglich musste eine andere Lösung her. Die folgt – etwas flapsig formuliert – der Formel „Aus eins mach‘ vier“. Ein Quartett wird nach Lage der Dinge die Mannschaft durch die kommende Saison führen.

Exspielerin Theresa Böckmann wird Teil des Trainerteams sein. Die ausgebildete Physiotherapeutin kümmert sich in erster Linie um den athletischen Bereich mit Kraft- und Ausdauertrainingseinheiten. Darüber hinaus wird Lena Walter, seit Jahr und Tag Leistungsträgerin in der Höltinghauser Ersten, das Coaching übernehmen, assistiert von Kerstin Wichmann, deren Wunsch, ins zweite Glied zurückzutreten, damit erfüllt wird. Das Quartett komplettiert Abteilungsleiter Olaf Walter selbst, der sich aber eher im Hintergrund sieht: „Ich werde mich vornehmlich um koordinative Aufgaben im Umfeld kümmern.“ Wobei nicht ausgeschlossen ist, dass er bei sportlichen Entscheidungen ein Mitspracherecht bekommt.

„Ich glaube, dass wir eine gute Lösung gefunden haben.“Olaf Walter

Ohnedies ist die Aufgabenverteilung des Tabellensiebten aus der Vorsaison noch nicht endgültig geklärt. Gut möglich ist beispielsweise auch, dass sich auf der Trainerposition noch etwas tut. „Wir haben einige Gespräche geführt, eventuell ergänzen wir das Team noch“, sagt Walter. Aber auch, wenn es bei besagtem Quartett bliebe, wäre der Abteilungsleiter zufrieden: „Ich glaube, dass wir eine gute Lösung gefunden haben.“

Zumindest greifen die Trainer auf eine eingespielte Mannschaft zurück. „Der Kader ist komplett zusammengeblieben“, sagt Walter, vielleicht kommt noch die eine oder andere Spielerin hinzu.“ Der einzige Abgang ist Walters Tochter Sarah. Die 24-Jährige hat sich unmittelbar vor der Coronapause ihren dritten Kreuzbandriss zugezogen – fünf Minuten vor dem Ende des letzten Spieles vor dem Saisonabbruch. Nahezu ausgeschlossen, dass sie noch ein Comeback anstreben wird. Dafür aber kehrt Laura Mattke nach Entbindung wieder ins SVH-Aufgebot zurück.

Die neue Saison soll am 24. Oktober beginnen. Der Einstieg ist knackig: Los geht es gleich mit dem Derby beim TV Cloppenburg, diese Partie ist an diesem Samstag für 16.30 Uhr angesetzt. Darüber hinaus sind die Termine im bislang veröffentlichten Spielplan noch nicht fixiert. Bis zum 30. August haben die Vereine noch die Möglichkeit, Wünsche zu äußern. Erst dann werden die Ansetzungen konkretisiert. Die Heimspielpremiere steigt eine Woche nach dem Start gegen den Vorjahresvierten, Vorwärts Nordhorn. Anschließend geht es zur HSG Hunte-Aue Löwen, der Fusion aus den Handballspielgemeinschaften Barnstorf/Diepholz und Wagenfeld/Wetschen. „Das ist ein hammerharter Auftakt. Aber dann wissen wir gleich, wo wir stehen“, findet Walter.

Testspiele werden vorbereitet

Die Vorbereitung gehen die Höltinghauserinnen gelassen an. „Wir trainieren zwar seit drei Wochen, aber nur einmal wöchentlich. Außerdem haben die Sporthallen in Emstek sowieso bis zum 10. August geschlossen. Also haben die Spielerinnen Hausaufgaben bekommen“, sagt Olaf Walter. Derzeit ist er dabei, die Testspiele während der Vorbereitungszeit abzustimmen. Ebenso ist ein dreitägiges Trainingslager geplant, das aber wird erst im Zeitraum Mitte bis Ende September stattfinden.

In der Saison 2020/2021 hat sich in der Struktur einiges geändert. Statt fünf gibt es nun sechs Landesligastaffeln. Die 64 Mannschaften (vier mehr als die Sollzahl von 60) verteilen auf vier Ligen mit elf und zwei mit zehn Teams. Dafür sind die Regularien klar. Die gleitende Skala kommt nicht zum Einsatz. Das heißt für die Landesliga West, in der die CLP-VereineTV Cloppenburg und SV Höltinghausen spielen, dass definitiv der Meister, und nur der Meister aufsteigt und dass es zwei sichere Absteiger geben wird.

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