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Tea Terzievska bleibt dem TVC lange erhalten

Die mazedonische Volleyballerin hat ihr Visum erhalten und beim Cloppenburger Drittligisten bis 2025 unterschrieben.

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Foto: Archiv

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Was lange währt, wird endlich gut. Rund ein Jahr haben Tea Terzievska und die Volleyballerinnen des TV Cloppenburg warten müssen, bis die Mazedonierin ihr Visum bekommen hat und längerfristig in Deutschland bleiben kann.

„Na, ja, es waren fast eineinhalb Jahre“, meint Terzievska mit einem Lachen. Mehrere Wochen musste sie in ihrer mazedonischen Heimat bei den Behörden vorfühlen, um die passenden Genehmigungen zu erhalten. „Nebenbei“ war Ludger Wessel, 2. Vorsitzender der TVC-Volleyballabteilung, vor Ort im Einsatz, um alle bürokratischen Hürden zu nehmen. Für die gelernte Physiotherapeutin organisierte er unter anderem einen Arbeitsplatz bei PhysioVital in Garrel. Der war nötig, um beim Ausländeramt einen Aufenthaltstitel zu bekommen. „Wir mussten nachweisen, dass Tea ihren Lebensunterhalt selbst bestreitet. Das tut sie mit diesem Job.“

Ihre Ausbildung in Mazedonien wird zwar nicht zur Gänze anerkannt, aber: „Sie kann in einem Lehrgang die Defizite aufholen“, sagt Wessel. Dafür hat Terzievska ein Jahr Zeit. Wenn sie die Abschlussprüfungen besteht, kann sie sämtlich Tätigkeiten als Physiotherapeutin ausüben – und darf unbefristet bleiben. Darüber hinaus hatte Wessel beim Ausländeramt noch einen Antrag auf ein beschleunigtes Verfahren gestellt.

„Ich bin überglücklich, dass es mit dem Visum geklappt hat“, meint Terzievska. Für die 21-Jährige – Tea Terzievska kam am letzten Tag des vergangenen Jahrtausends zur Welt – geht es nun auch noch darum, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern, eine weitere Auflage. „Ich lerne für mich privat, und im April beginnt der nächste Sprachkurs“, erzählt die Außenangreiferin, die als Zehnjährige mit Volleyball begann, immer intensiv von ihrer Mutter gefördert. „Dafür bin ich ihr unendlich dankbar. Sie war der Grund, warum ich zum Volleyball gekommen bin und warum ich heute da bin, wo ich stehe. Ich möchte alles tun, damit sie stolz auf mich ist.“

Dazu würde auch intensives Training gehören, was wegen Corona aktuell aber nicht möglich ist. „Ich kann nicht abwarten, dass es wieder losgeht“, sagt die Außenangreiferin, die vor ihrem Wechsel nach Deutschland und dem TVC in der serbischen und auch kroatischen Super League gespielt hat. „Ich vermisse Volleyball so sehr, aber auch meine Mitspielerinnen. Wir halten zwar den Kontakt, aber wir alle sehnen uns danach, uns endlich wiederzusehen und gemeinsam zu trainieren.“ Aktuell sind die physischen Treffen sehr eingeschränkt. Ständigen Kontakt hat Tea Terzievska derzeit nur zu Ilona Dacevic. Mit der Litauerin bildet sie eine Wohngemeinschaft. Gleichzeitig ist Dacevic ihre Arbeitskollegin. In Halen leben die beiden zur Untermiete im Haus der Ex-TVCerin Johanna Kalvelage.

"Wir haben mit jeder einzelnen Spielerin gesprochen, keine einzige hat abgesagt.“Ludger Wessel, 2. Vorsitzender der TVC-Volleyballabteilung

Mit der Hoffnung, dass die coronabedingten Einschränkungen bald gelockert oder gar aufgehoben werden, steigt bei Tea Terzievska die Vorfreude auf die neue Saison. „Wir werden dann sehr, sehr gut vorbereitet sein. Ich hoffe, dass dann wieder Normalität einkehrt. Die nun abgebrochene Saison war alles andere als schön. Ein paar Spiele gemacht, dann eine Unterbrechung, wieder gespielt, eine neue Unterbrechung. Und dann bin ich nach Mazedonien, um meine Visumsangelegenheiten zu klären. Das hat viel länger gedauert als gedacht. Und als ich im Februar wieder zurück war, kam bald darauf der Abbruch.“

Für die Serie 2021/2022 in der Dritten Liga West hält der TVC den kompletten Kader zusammen. „Wir haben mit jeder einzelnen Spielerin gesprochen, keine einzige hat abgesagt“, freut sich Ludger Wessel, der gerade Tea Terzievska und Ilona Dacevic als wichtige Stützen im Team sieht. „Mit den beiden müssen wir uns mit dem Thema Abstiegskampf nicht mehr beschäftigen“, verbreitet der 2. Abteilungsvorsitzende Optimismus. Zumal er mit dem Duo langfristige Verträge gemacht hat. Bis 2025 lauf die Kontrakte. Über das bestehende Aufgebot hinaus sind die Verantwortlichen in Gesprächen mit Neuzugängen. Somit darf Trainer Tomislav Ristoski darauf bauen, in der nächsten Punktspielrunde eine schlagkräftige Mannschaft zur Verfügung zu haben.

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