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Talea Prepens sprintet weiter für den TVC

Die Cloppenburger Leichtathletin entschied sich für ein Studium in Oldenburg und gegen einen Wechsel zu einem größeren Klub. Derzeit bereitet sich die 19-Jährige auf die Hallensaison vor.

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Nicht zu stoppen: Nach einer starken Freiluftsaison bereitet sich Talea Prepens (vorne) derzeit auf die Wettkämpfe in der Halle vor. Foto:  Harald Prepens

Nicht zu stoppen: Nach einer starken Freiluftsaison bereitet sich Talea Prepens (vorne) derzeit auf die Wettkämpfe in der Halle vor. Foto: Harald Prepens

Das Abi in der Tasche und dann ab in die große weite Welt. Talentierte Sportler aus eher ländlich geprägten Regionen entscheiden sich nach ihrer Reifeprüfung nicht selten für ein Studium in Städten wie Berlin, Köln, oder Hamburg. Damit verbunden: der Wechsel vom Heimatklub zu einem namhafteren Verein. Auch die TVC-Leichtathletin Talea Prepens – eine der vielversprechendsten Sprinthoffnungen Deutschlands – spielte mit dem Gedanken, Cloppenburg zu verlassen. „Ich habe intensiv darüber nachgedacht. Hannover war zum Beispiel eine Option, dort arbeitet mein Landestrainer Björn Sterzel. Letztlich habe ich mich aber dazu entschieden, erst einmal hierzubleiben“, sagt die 19-Jährige.

Seit einigen Wochen studiert das 100- und 200-Meter-Ass an der Jade Hochschule Oldenburg Hörtechnik und Audiologie. „Das Themengebiet ist sehr vielfältig, bislang habe ich super viel Spaß“, sagt sie.

In sportlicher Hinsicht schaltete Talea Prepens nach dem Highlight Mitte Juli dieses Jahres, als sie bei der U23-EM in Estland Gold mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel geholt hatte und Vierte über 200 Meter geworden war, zunächst einige Gänge zurück. „Das war auch mental wichtig – die Saison war lang.“ Sie startete noch bei zwei Sportfesten und trainierte danach mit ihrem Vater und TVC-Coach Harald Prepens einige Zeit lang nur auf Sparflamme. „Traditionell machen wir dann etwas anderes, deutlich lockeres Training. Es sind kaum spezifische Sprintübungen aus dem Startblock heraus dabei, stattdessen bauen wir zum Beispiel Medizinbälle ein, oder absolvieren Sprünge.“

"Für mich hat die Halle nicht die höchste Priorität"Talea Prepens, TVC-Leichtathletin

So langsam steigert das Vater-Tochter-Gespann die Intensität mit vier, fünf Übungseinheiten pro Woche aber wieder, um sich für die kommende Hallensaison zu wappnen, die für Talea Prepens im Januar beginnt. „Für mich hat die Halle nicht die höchste Priorität. Ich werde wohl bei maximal fünf Wettkämpfen starten.“ Höhepunkte sind sicherlich die Landesmeisterschaften Ende Januar und die Deutschen Meisterschaften einige Wochen später. „Dabei werde ich mich auf die 60 Meter konzentrieren, auf meine Lieblingsstrecke – die 200 Meter – verzichte ich in der Halle. Die Kurven drinnen zu laufen, ist mir zu eng“, sagt Prepens.

Auch wenn hinter den Terminen der Freiluftsaison 2022 wegen der Corona-Pandemie noch viele Fragezeichen stehen, träumt das Cloppenburger Leichtathletik-Talent leise von einem ganz bestimmten Wettkampf. „In meiner Altersklasse U23 sind nächstes Jahr keine internationalen Meisterschaften geplant. Es besteht aber theoretisch die Möglichkeit, dass ich bei der Frauen-EM in München dabei sein kann – das wäre natürlich super.“

Wo auch immer Talea Prepens demnächst an den Start gehen wird, sie wird weiter das Trikot des TV Cloppenburg tragen.

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