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SW Osterfeine mit 0:6 noch gut bedient

Das VEC-Derby in der Fußball-Landesliga gegen SFN Vechta war eine klare Geschichte. Unterdessen beendete Amasyaspor Lohne seine Durststrecke.

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Überlegenheit à la SFN: Vechtas Felix Stukenborg (oben) im Zweikampf mit Osterfeines Giuliano Pagano. Foto: Wenzel

Überlegenheit à la SFN: Vechtas Felix Stukenborg (oben) im Zweikampf mit Osterfeines Giuliano Pagano. Foto: Wenzel

SW Osterfeine - SFN Vechta 0:6
Die Personalsorgen sind riesig, der Trainer spricht von einer „schwierigen Phase“ – und die jüngsten Ergebnisse passen dazu. Die Bezirksliga-Fußballer von SW Osterfeine haben zum zweiten Mal binnen acht Tagen eine herbe Abreibung kassiert. Eigentlich wollten die Schwarz-Weißen am Sonntag Wiedergutmachung für die 1:7-Packung in Altenoythe betrieben, doch „es ist nicht viel besser geworden“, wie SWO-Spielertrainer Mehmet Koc nach dem 0:6 (0:3) gegen SFN Vechta einräumen musste.

„Die Niederlage ist auch in dieser Höhe verdient. Es hätte sogar noch schlimmer kommen können“, sagte Koc und ergänzte mit Blick auf das Personal: „So langsam wird's eng. Diese Phase ist echt schwierig. Wir müssen uns irgendwie sammeln und hoffen, dass wir schnell wieder in die Spur kommen. Im Moment geht's in die falsche Richtung.“ Immerhin: Mit 25 Punkten auf dem Konto hat SWO ein sattes Polster auf die beiden Abstiegsplätze. „Gott sei Dank“, wie Klubchef Bernard Piening am Sonntag anmerkte. Aus jenem SWO-Kader, der im August in die Serie startete, sind aktuell 14 (!) Spieler außer Gefecht. Max Strieker, Lukas und Johannes Decker, Florian Markus, Julian Stöppelmann, Lukas und David Selke, Patrick Ihorst, Frederic Lampe, Maximilian bei der Hake, Moritz gr. Klönne, Jan Schomaker, Martin Lübbehusen und Hendrik Berens – eine Lazarett-Liste, die durchaus auch eine Startformation inklusive Wechsel sein könnte.

„Osterfeine ist arg gebeutelt, das merkt man einfach“, meinte SFN-Trainer David Riesner nach dem „überzeugenden Sieg“ seiner Mannschaft. Und er ergänzte: „Wir haben es gut runtergespielt, wir hatten viel Tempo in den Aktionen.“ Nach dem jüngsten Remis auf einem schlechten Platz in Lastrup sei sein Team „richtig angefressen“ gewesen, so Riesner – und das habe SWO zu spüren bekommen. Simon Cocco (5.) und Eike Nobis (15.) sorgten für eine schnelle 2:0-Führung, Brice Witte legte später das 3:0 nach (36.). „Wir waren vom Kopf her nicht da“, haderte Koc später. Er vermisste die Gegenwehr („Wir haben nur Geleitschutz gegeben“) und die Automatismen, räumte aber ein: „Wo sollen sie auch herkommen?“ Nach der Pause setzte sich das Unheil für SWO fort. Leo Kamke (65.) und Anthony Djebou mit seinen Saisontoren sieben und acht (70./72.) machten das halbe Dutzend für SFN voll. Für Osterfeine kam der Schlusspfiff einer Erlösung gleich. Vechta (30 Punkte), das weiter auf Platz sechs liegt, verkürzte den Rückstand auf die Top-5-Teams Holdorf (38), Brockdorf (34), Garrel (32), Lohne II und Goldenstedt (je 31). Und: Vechta, am nächsten Sonntag Gastgeber von Garrel, hat auch noch ein Nachholspiel in der Hinterhand.

Vorteil Amasyaspor: Lohnes Kapitän Markus Weimer (links) im Duell mit Jacob Büssing. Amasyaspor siegte mit 3:1. Foto: SchikoraVorteil Amasyaspor: Lohnes Kapitän Markus Weimer (links) im Duell mit Jacob Büssing. Amasyaspor siegte mit 3:1. Foto: Schikora

Amasyaspor Lohne - VfL Oythe II 3:1
Die Bezirksliga-Fußballer von Amasyaspor Lohne haben ihre Negativserie gestoppt. Nach zuvor sechs sieglosen Ligaspielen in Folge feierten die Lohner gegen den abstiegsbedrohten VfL Oythe II einen verdienten 3:1 (1:1)-Sieg und verschafften sich dadurch ein beruhigendes 17-Punkte-Polster auf die Abstiegsplätze. Während man bei Amasyaspor nach der Partie also tief durchatmen konnte, erlebte die Oyther Reserve am gestrigen Sonntagnachmittag ein bitteres Déjà-vu. Wie bereits am vergangenen Sonntag bei der 0:2-Niederlage gegen den BV Garrel wurde der Oyther Reserve auch in Lohne ein Doppelschlag zum Verhängnis.

Doch von Beginn an: In einer insgesamt ausgeglichenen ersten Halbzeit erwischte Amasyaspor zunächst den besseren Start und ging bereits nach neun Minuten durch Alper Yilmaz mit 1:0 in Führung. Der Lohner Torjäger staubte nach einer Parade von VfL-Schlussmann Marcel Meyer gegen Dennis Bart eiskalt ab (9.). „Leider haben wir nach unserer Führung schnell den Spielfluss verloren“, gab Lohnes Teammanager Norbert Vornhagen zu Protokoll. Oythe II, verstärkt mit einigen Akteuren aus dem Landesliga-Kader, kam mit fortlaufender Spieldauer immer bessere in die Partie und glich durch einen Kopfballtreffer von Markus Lübberding auch verdient zum 1:1 aus (35.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam Amasyaspor erneut schwungvoll aus der Kabine und traf diesmal gleich doppelt: Zunächst erzielte Jannik Gerdesmeyer per Kopf das 2:1 (47.), dann verwandelte Dennis Bart vier Minuten später einen Elfmeter zum 3:1 (51., nach Foul von Lübberding an Alper Yilmaz). „Die beiden Tore haben uns beflügelt“, berichtete Vornhagen. Lohne zeigte sich fortan defensiv stabil und ließ die Gäste zu keiner echten Chance auf den Anschluss kommen.

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